DNF beim Innsbrucker Stadtlauf – Da biss auch das Squirrel den Faden nicht mehr ab

DNF tut weh. – Einem Läufer v.a. im Herzen.
Ps.: Nichts Schlimmes, aber laufen konnte ich so nicht. Jetzt kümmere ich mich drum 😉

Fröhlich am Start

Fröhlich am Start, 30. Innsbrucker Stadtlauf am 18.05.2014, Foto: Andreas Wiesinger

Gefragt, warum ich laufe oder warum ich so viel laufe, antworte ich immer wieder: „weil es mir Spaß macht“, „weil mir Laufen das Gefühl von Freiheit verleiht“, „weil mir Laufen so viel gibt und so viel bedeutet“.

Breslauer Akademikerzwerg

Breslauer Akademikerzwerg

Wenn ich laufe, entdecke ich die Welt; nicht nur, weil ich realiter neue Gegenden erlaufe, wie z.B. vergangene Woche als ich beruflich in Polen (Breslau bzw. Neisse) war,

... und noch zwei Zwerge

… und noch zwei Zwerge

auch weil ich dabei so einiges erkenne: Bei keiner Aktivität kann ich besser abschalten und einen frei(er)en Kopf bekommen als beim Laufen, umgekehrt kommen mir beim Laufen manchmal spontan die besten Ideen.

Kurzum ich laufe, weil ich es gerne tue. Mehr Grund braucht es eigentlich nicht. Jedenfalls laufe ich nicht, um Ziellinien zu überqueren; das tue ich – natürlich tu ich das -; aber ich laufe nicht, wo eine Ziellinie ist, sondern dort, wo ich laufe, gibt es, wenn ich mich mit anderen messe bzw. meine eigene Maximalleistung abfragen möchte, eine Ziellinie. WP_20140513_015
Und weil es nicht die Ziellinie ist, deretwegen ich laufe, sondern die Freude am Tun, bin ich gestern ausgestiegen. Die ersten 2 km hatte ich Schmerzen, spätestens ab km 3 fühlte ich mich, als wäre ich auf Strafexpedition. – Das macht keinen Spaß. WP_20140513_001 Als ich bei km 4 Reinhard sah, warf ich ihm wohl einen fragenden Blick zu; wenn ich mich recht erinnere, sagte ich auch, dass ich weh hatte. Seine Reaktion: „Geh raus!“ – Ich hatte das Gefühl der puren Erlösung und ging aus dem Rennen. Natürlich ärgerte ich mich 20 sec später über den Ausstieg. „Ich werde doch wohl 10 km um den Häuserblock laufen können“ – das hatte ich mir auch schon vor dem Rennen gedacht, denn der Schmerz war während dem Rennen zwar massiv stärker geworden, wohl aber in Ansätzen schon vorher da gewesen. – Aber: Da biss auch das Eichhörnchen den Faden nicht ab, da war nichts zu machen.

Foto: Slimane Ghodbane

Foto: Slimane Ghodbane

Selbstmitleid sinnlos. Jeder Läufer kennt das und wer diese Liebe zum Laufen kennt, weiß, wie sich so ein Moment anfühlt; v.a. die Angst, ob die Verletzung nicht vielleicht schlimmer sei und ein Laufen in der nächsten Zeit verbiete. Kurzum: Ich machte mich auf in die Klinik. Ein Röntgen musste her: Keine Fraktur am Röntgen zu erkennen. – Gott sei Dank. Diagnose: Tibialis posterior Syndrom – also nur eine Entzündung; auch nicht fein, aber das bekomm‘ ich schon hin!

Es wird andere Rennen geben und die Berge werden auch noch da sein, die Wiesen saftiger und die Sonne wird strahlen.

RUN HAPPY & Gratulation an alle, die ihre individuellen Ziele gestern erreichen konnten!

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5 Kommentare zu “DNF beim Innsbrucker Stadtlauf – Da biss auch das Squirrel den Faden nicht mehr ab

  1. Das DNF ist natürlich keine tolle Angelegenheit – viel wichtiger ist, dass es sich um keine schlimme Verletzung handelt – und du bald wieder deinen Lieblingssport schmerzfrei ausüben kannst!

  2. Pingback: Sieg bei der viertägigen Alpenregion Bludenz Tour | nutsaboutrunning

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