WM-Bericht: WM Berglauf up&down und WM Berglauf Langdistanz

Elf Tage Urlaub oder ZWEI WELTMEISTERSCHAFTEN und dazwischen regenerieren, chillen und tapern

Schwerlich mit Worten lassen sich die Eindrücke beschreiben, mit denen ich zwischen 28. Juli und 7. August beschenkt wurde. Eine Teilnahme an einer internationalen Meisterschaft ist für mich immer – und vermutlich für jeden Athleten und jede Athletin – ein ganz besonderes Erlebnis. Sie lässt einen Eindrücke sammeln, Momente erleben, bringt einen an persönliche Grenzen, lässt einen staunen und meistens viel lachen und dafür bin ich dankbar.

Ich bin dankbar, dass ich für Österreich sowohl bei der WM Berglauf up&down als auch bei der WM Berglauf Langdistanz am Start stehen durfte. – „Danke“ an den OELV, insbesondere Helmut Schmuck, der für die Selektion zuständig ist und im Vorfeld wohl an mich geglaubt hatte. „Danke“ natürlich auch an meinen Trainer Reinhard Kessler, mit dem ich heute schon Hendl essen war (Wer weiß, was das wieder bedeutet? *gg*) und an alle, die mich auf meinem Weg und in der Vorbereitung unterstützt haben.

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AUSTRIA Senior Women: Karin Freitag, Andrea Mayr (VIZEWELTMEISTERIN!!!) und Katharina Zipser

Bei der WM Berglauf up&down am 30. Juli erreichte ich den 35. Platz – ein solides Ergebnis, schließlich sind wir hier bei einer Weltmeisterschaft und man misst sich mit den Besten.

 

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Besonders strahlen durfte ich aber bei der WM Berglauf Langdistanz. Hier freute ich mich über einen tollen 12. Rang.

Bericht zu den beiden Rennen und zur tollen Zeit dazwischen folgt in den nächsten Tagen. (Bitte dann hier für den <Bericht> klicken).

DANKE

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WM Berglauf mal 2 – Scharren in den Startlöchern

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Die letzte lange Trainingseinheit ist Geschichte, die letzten umfangreicheren Intervalleinheiten ebenso.

Der Silvrettarun 3000 war eine ideale letzte längere Belastungseinheit und ein super Testlauf unter Wettkampfbedingungen. Die letzte harte Intervalleinheit mit 12mal 2min vergangenen Mittwoch verlief gut und um ehrlich zu sein, habe ich mir sogar ein paar Sekunden gespart … – Ich konnte gleichbleibend unter den 2min auf meiner dafür ausgewählten Strecke bleiben. Freitag dann der letzte lange Lauf: eine Kombination aus kupiert und 4 km Berglauf aufwärts, abwärts und retour.

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Copyright: TVB Paznaun Ischgl/Galtür

Die Vorbereitungen verliefen – wie bei mir üblich – turbulent, aber nun bin ich guter Dinge. Sauber dürfte ich auch sein, so oft wie in den letzten drei Wochen kam ich selten zu einem gratis Vollwaschdurchgang …

Ich freu mich sehr auf meinen Start bei der WM Berglauf up&down World Mountain Running Championships am 30. Juli sowie auf meinen Start auf der WM Berglauf Langstrecke eine Woche am 6. August später World Mountain Running Long Distance Championships.

Am 30. Juli bei der WM Berglauf up&down starten für Österreich:

Athleten:
Hans-Peter Innerhofer
Manuel Innerhofer
Simon Lechleitner

Stefan Mayerhofer Junioren (U20)
Simon Rabl Junioren (U20)

Athletinnen:
Karin Freitag
Andrea Mayr
Katharina Zipser

Helena Dutka Juniorinnen (U20)
Katharina Erlacher Juniorinnen (U20)
Hannah Moser Juniorinnen (U20)

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Training am Silvrettastausee

 

Ich freu mich schon sehr! … und langsam werde ich nervös *lol*

Vielleicht drückt ihr uns die Daumen??

2017 Rückblick Teil 1: bisher und weiter Verrückt nach Laufen

2017 bis jetzt

Es ist Zeit, ein bisschen zu schreiben. Für euch, aber v.a. für mich. Erinnerungen verblassen und beim Lesen alter Posts erlebe ich Erinnerungen wieder. Kennt ihr das?

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Quelle (Spruch): unknown

Ich schreibe eigentlich sehr gerne. Leider aber lässt die Zeit es selten zu. Ich gehe einem Vollzeitberuf nach, der mich sehr fordert, trainiere mit Spaß und Engagement; ja und dann möchte ich auch noch etwas entspannen, soziale Kontakte pflegen, essen und schlafen. Kann mir mal wer sagen, warum dieser Tag nicht 36 Stunden hat??? 

Meine Wintersaison beende ich heuer sehr früh. Ich verzichte auf einen Start bei der Sellaronda zugunsten eines frühen Straßenmarathons und bereue es nicht 🙂

 

Vorbereitung Vienna City Marathon (VCM)

2016/17 glaube ich, den Winter durchlaufen zu können. Bis Jänner sieht es gut aus. Ich laufe also auch im November und Dezember. Der Winter ist mild und etwas Schnee stört mich beim Laufen nicht.

Etwa 3 Mal pro Woche  laufe ich und peppe mein Training mit Skibergsteigen und etwas Langlaufen auf. Die Abwechslung ist schön. Ich genieße das. Aufgrund einer Achillessehnenentzündung muss ich im Jänner dann aber doch eine kleine Laufpause einlegen. Auf Ski starte ich bei der Mountain Attack Marathon 2017 (3100 Hm) und werde in 3:14:07 beste Österreicherin. Das Stockerl verpasse ich bei sehr starker Skibergsteigerkonkurrenz als vierte knapp.

Als harte Einheiten dienen bis in den Frühling ein paar weitere Rennen auf Ski. Ich starte beim Marmot Evolution Race (930 Hm, 3,5 km) und hole mit einem dritten Tagessieg den Wanderpokal zu mir nach Hause. Hecher Speed Up (850 Hm: erst 300 Hm rauf, dann 300 Hm Abfahrt, dann 550 Hm rauf) macht mir aufgrund der kurzen Zwischenabfahrt auch recht viel Spaß und so bin ich auch heuer dabei.

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Hecher Speed Up, Foto: Veranstalter

Ab Februar trainiere ich allerdings praktisch nicht mehr auf Ski. Die ein oder andere coole Tour mit meinem Bergbuddy Wolfi mach ich, aber das Training findet wieder fokussiert in Laufschuhen statt. Das letzte Rennen auf Ski und auch mein letzter Ausflug in den Schnee ist dann das Harschbichl-Rennen (950 Hm, 4,2 km) am 3. März. Bei einem geplanten Marathon am 23. April wird es jetzt Zeit, die Ski zu verstauen.

 

Im März laufe ich 630 km. In diesem Monat absolviere ich auch das erste Trainingslage meines Lebens: eine Woche Zypern, vgl. Bericht Trainingslager Zypern 2017.

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Foto: Hubert Morawetz

Insbesondere der März und der April sind auf Marathonvorbereitung ausgelegt.

Konkret sieht mein Marathontraining für den VCM mehrere längere Einheiten die Woche zwischen 90 min und 2:15/2:30 h vor. Schnelle Einheiten reduzieren sich weitgehend auf x-mal 1 km oder 2 km Marathontempo mit Ein- und Auslaufen. Mit diesem Grundkonzept fahre ich gut. Von entsprechenden Einheiten erhole ich mich schnell. Lange Tempoläufe kommen in meinem Training hingegen praktisch nicht vor. Vor dem Frankfurt-Marathon 2016 habe ich zudem noch einige morgendliche „Koalaläufe“ die Woche absolviert: Ich bezeichne mit diesem Terminus Joggingrunden, die der reinen Bewegung dienen und nicht länger als 30 min dauern. „Tempo“: maximal langsam. Für diese Einheiten habe ich in der VCM-Vorbereitung, die beruflich einfach auch sehr stressig ist, praktisch keine Zeit. Für meinen Herbstmarathon möchte ich diese Einheiten wieder einbauen, denn sie haben mir bisher sehr gut getan und waren eine ideale Vorbereitung auf das eigentliche Training nach der Arbeit.

 

Vienna City Marathon (VCM) oder Marathon, schöner geht nicht

Die letzten Kilometer des Vienna City Marathon waren emotional die bewegendsten meines Läuferlebens. Dieses Strahlen im Gesicht – das eigene – auf meinen letzten Metern Richtung Ziel: Ich selbst werde es nicht vergessen.

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Kronenzeitung, 24.04.2017

Ich entscheide mich recht kurzfristig für einen Marathonstart in Wien und sollte es nicht bereuen. Übernachtet habe unmittelbar in der Nähe des Starts. Vorab bin ich recht nervös. Der Vortag ist mit Technicalmeeting und Co dann doch auch ziemlich hektisch und so entscheide ich mich, am Vorabend allein in Ruhe eine Kleinigkeit zu essen. Sicherlich hätte ich gerne Freunde und Bekannte gesehen, aber ich halte es für klüger, mir Ruhe zu gönnen und mich zu fokussieren.

Sonntag, Renntag: Ich jogge mit meinem Kleiderbeutel einen km bis zum Startareal. Es ist frisch, v.a. bläst – wie vorhergesagt – ein starker Wind, der uns auch im Rennen zu schaffen machen würde. Die BetreuerInnen der kenianischen TopläuferInnen versorgen ihre Athletinnen mit einer extrem fetten Creme. Damit sollen sie sich diese Bauch und Beine, insbesondere Oberschenkel eincremen. Sie bieten mir etwas davon an. – Muss ich mir merken. Ich glaube, die Creme hilft tatsächlich etwas gegen Kälte und Wind . Ich laufe kaum ein, lediglich ein bisschen hin und her, auf und ab.

Dann geht es an den Start. Meine anvisierte Zeit ist 2:43 hoch bis 2:44:59; das bedeutet eine Pace von 3:52-54 min/km. Auch Karin Freitag ist am Start und hat mit Alexander Weiß einen Tempomacher dabei. Sie erklärt, 3:50 min/km oder knapp darunter anlaufen zu wollen. Zu schnell für mich: Ich plane alleine zu laufen.

Kurz vor dem Start meint Karin, sie würden den ersten km locker angehen. Der Wind erscheint mir stark – Windschatten ein absoluter Vorteil. Ich laufe also mit der entstehenden Gruppe mit. Mit 18:59 gehen wir bei 5000 m durch. Reinhard Kessler, mein Trainer, erstarrt vor seinem PC. Das entspricht einer Pace von 3:48 min/km und ist für einen Marathon etwas schnell für das „Fräulein Zipser“. Auch das „Fräulein Zipser“ erkennt das und lässt die Gruppe laufen.

Allerdings merke ich bald, dass der Gegenwind insbesondere in diesem Abschnitt recht stark ist und laufe das Loch wieder zu. Sicher eine Risikoentscheidung. Irgendwann ca. bei km 8 kommt Karin zu Sturz. Ich bin damit führende Österreicherin, der BMW fährt neben mir … Es ist ein grausiges Gefühl, denn ich weiß zu diesem Zeitpunkt nicht, ob Karin sich ernster verletzt hat. Hinter mir die Marathonmeute, ich seh nichts … Ich laufe weiter: Von da an aber gegen den Wind und nicht so flott. Bei km 10 höre ich Alexanders Stimme von hinten, der Karin die Zwischenzeiten durchsagt. Ich bin erleichtert und erkundige mich bei Karin nach ihrem Befinden. Soweit scheint alles ok. Die beiden laufen an mir vorbei. Ich habe zwischenzeitlich meine eigene Pace gefunden und lasse sie ziehen. Die beiden fortan immer in Sichtweite.

Insbesondere zwischen km 15 und 20 verliere ich etwas Zeit (5 km: 19:51 min). Es ist windig; damit muss ich mich abfinden und mein Tempo meine Ressourcen anpassen. Bei der Halbmarathonmarke gehe ich mit 1:22:02 durch. Insbesondere in Hinblick auf die Verhältnisse – der Wind ist im Alleingang kein angenehmer Zeitgenosse – bin ich zufrieden und versuche das Tempo konstant zu halten. Meine 5km-Zeiten entwickeln sich wie folgt: 00:18:59, 00:19:13, 00:19:19, 00:20:12, 00:19:51, 00:20:03, 00:20:26, 00:20:22 und die 2,195km 00:09:03. Die Verpflegung an den Laben funktioniert 1a. Für jede Labestelle habe ich eine Flasche angerührt mit Power Plex Energy Transmitter und etwas Iso Fit Sport Mango für den Geschmack vorbereitet. Zwischen km 32 und 35 komme ich Karin merklich näher und ich überhole sie etwa an der 35km-Marke. BMW, Motorrad, ORF, Rad etc. der VCM-Organisation begleiten mich. Für mich ein unglaubliches Gefühl.

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Foto: Wilhelm Lilge

Ich merke, dass ich gefilmt werde und genieße es. Die Leute am Straßenrand feuern mich an.

Auf der langen Zielgeraden aber schon vorher kann ich meine Freude nicht mehr unterdrücken. Muss ich auch nicht – Ich DARF genießen! Ich reiße die Arme in die Höhe, winke, freue mich!

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Eine Bestzeit geht sich heute nicht aus. Aber ich weiß, ich zeige ein für mein Vermögen gutes Rennen. Diese letzten Meter werde ich sicherlich nie vergessen.

Danke, VCM 🙂

VCM Ziel.pngIm Ziel genieße ich und bleibe bis auch die letzte Läuferin die Ziellinie überquert. Die große Sushiplatte abends habe ich mir redlich verdient.

 

Erholung und Landes- und Staatsmeisterschaft Berglauf

Die nächsten anstehenden Wettkämpfe sind vier Wochen bzw. sechs Wochen später die Landesmeisterschaften Berglauf, auf die Hohe Salve/Rigi (21. Mai) sowie die Staatsmeisterschaften Berglauf am 4. Juni im Zuge des 33. Internationalen Muttersberglaufes (8,46 km, 1180 hm).

Auf alles kann man sich – oder zumindest ich mich nicht – mit gleich viel Fokus vorbereiten. Mein nächstes großes Ziel ist die Weltmeisterschaft im Ultra-Trail am 10. Juni über 49 km und 2900 Hm up & 2900 Hm down. Ich regeneriere also nach dem Marathon und bereite mich dann darauf vor.

Ein spezifisches Training für reinen Berglauf und eine entsprechend kurze Distanz ist nicht möglich. Mit meinen Ergebnissen bei der Landes- und Staatsmeisterschaft bin ich zufrieden.

Bei der Landesmeisterschaft werde ich hinter einen starken Karin Freitag (54:10.0) und Susanne Mair (55:39.5) in 56:07.7 dritte Dame. Gemeinsam mit meiner Vereinskollegin Elisabeth Harrie freue ich mich über den Landesmeistertitel Mannschaft.

Für die Staatsmeisterschaft über 8,46 km mit 1180 hm zeige ich als 5. Dame aus dem Training heraus eine solide Leistung und bin im Hinblick auf die WM eine Woche später zuversichtlich. Gerade gegen Ende des Rennens merke ich, dass ich noch Körner habe und kann meinen Abstand verringern. Die Ausdauer scheint zu passen.

  1. Mayr Andrea, SVS-Leichtathletik 54:07,1
  2. Hauser Alexandra Kolland Topsport Gaal 1:00:11,1
  3. Freitag Karin LG-Decker Itter 1:00:29,4
  4. Mair Susanne Union Raika Lienz 1:00:54,0
  5. Zipser Katharina SK Rueckenwind 1:01:32.2

Für Elisabeth Harrie und mich gibt’s den Vizestaatsmeistertitel in der Mannschaft.

Vereinskollege Thomas Roach wird Vize-Staatsmeister. Grande!

  1. Innerhofer Manuel, LC Oberpinzgau 47:38,3
  2. Roach Thomas, SK Rueckenwind 49:24,6
  3. Seibald Manuel, LTV Köflach 49:29,3
  4. Schumi Bruno, LAC Klagenfurt 50:01,1
  5. Lechleitner Simon, LLZ Tirol 50:18,6

 

WM Ultra-Trail – Trail World Championships, Badia Prataglia, Italien

49 km, 2900 Hm up & 2900 Hm down heißt die Devise bei der Weltmeisterschaft im Ultra-Trail.
 5:41:06 nach dem Start erreiche ich das Ziel und werde 27. Dame bei dieser WM. In der Mannschaft erreichen wir Platz 5 (mit Sandra Koblmüller Platz 9 und Sibylle Schild Platz 46)

Saisonabschluss 2016: Marathon Frankfurt 2:45:56 und erste Rennen auf Schnee

2016 war ein sehr erfolgreiches Sportjahr für mich und ich hatte viel Freude und bin sehr dankbar für alles, was ich erleben durfte.

 

Mainova Frankfurt Marathon

Mit dem Marathon in Frankfurt am 30. Oktober konnte ich mir einen kleinen, großen Traum erfüllen.

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Nach 2:45:56 überquere ich glücklich, gesund und mit einem ehrlichen Strahlen, das aus meinem tiefen Herzen kommt, die Ziellinie im Festsaal.
Der Marathon an sich – das Rennen – war aber quasi nur das Tupferchen auf dem i, das ein tolles Marathonerlebnis abrundete. Dem eigentlichen großen Tag ging eine tolle, sicher anstrengende Vorbereitung voran, an die ich mich gerne erinnere. Es bereitet mir Freude, Ziele zu verfolgen, für diese zu arbeiten, mich auch manchmal zu quälen; dies ist vor allem deshalb schön, weil das Herz immer an Bord ist und ich immer weiß, warum ich es tue. Einem Nicht-Läufer dies zu erklären, ist manchmal nicht einfach, aber jeder der für etwas brennt, egal was es ist, kann es auf seine Weise verstehen.

Besonders schön war die Marathonvorbereitung auch, weil ich einen tollen Trainer habe, der mich – so glaube ich – mittlerweile sehr gut kennt, der mein Training gewissenhaft begleitet und unzählige halbe Hühner im Vorfeld des Marathon mit mir verspeiste. Mein großer Dank gilt in diesem Sinne Reinhard Kessler, der im Übrigen mit Erich Rettenegger das beste Laufsportgeschäft betreibt. Die Herren wissen einfach, welcher Schuh auf welchen Fuß passt, ein nicht von diesen Herren approbierter Schuh kommt mir nicht an meine Füße.

Mein Dank gilt auch meinen Freunden, die wesentlich dazu beigetragen haben, dass das Training kunterbunt war, mir oft um vieles leichter fiel, als es dies im Alleingang gewesen wäre und mit denen ich so viel lachen durfte. Danke Peter, Martin, Gerhard, Mirko, Günther, Fredi!!! Danke auch an Wolfgang, der du zum Rennen kamst.

Nach dem Rennen genoss ich es, Laufschuhe nur spartanisch zu tragen, zu hiken, zu biken, Zeit für Freude zu haben.

Der Start in die Wintersaison war dann eine große Freude. Es ist schön wieder auf Ski zu stehen, diesmal verbinde ich das Wintertraining aber auch mit Laufen. Heute z.B. werde ich erst einlaufen und dann ein paar Sprints machen. Auch Yoga mach ich gern und viel: Es gibt mir Ruhe, ich übe mich im Sein, Atmung, mehr Körperstabi, Flexibilität und Beweglichkeit sind schön zu erleben.

Schöneben, Vinschgau Cup (3,7 km & 600 Hm)

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Am 16. Dezember stehe beim zweiten Rennen des Dynafit Vinschgau Cups, Schöneben (IT), am Start. Die Strecke mit 600 Hm und einer Länge von 3,7 km ist eine tolle Herausforderung, das Rennen toporganisiert. Es gelingt mir den für mich nicht leichten – weil flachen Kurs – mit neuem Streckenrekord von 33:32 min zu absolvieren. Der riesige ,Fresskorb‘ ist eine tolle Belohnung, v.a. aber das Erleben und das schöne Miteinander in toller Atmosphäre.

Die schnellsten Herren und Damen sind:
1. Sepp Rottmoser, GER, Rosenheim, 28:10
2. Ossi Weisenhorn, IT, Martini Speed Team, 28:16
3. Andreas Reiterer, IT, Hafling, 28:45

1. Katharina Zipser, AUT, KohlaCrazy NRG Team, 33:32
2. Anna Pircher, IT, Martini Speed Team, 35:15
3. Martina Senn, CH, Berneck, 35:32

 

Skiuphill Vals (3,2 km & 632 Hm)

Der nächste Streich erfolgt noch knapp vor dem Jahreswechsel. Einmal will ich es 2016 noch wissen und starte am 30. Dezember beim Skiuphill in Vals (IT) über 3,2 km und 632 Hm, das für die Österreichische Nationalmannschaft als eines der Qualifikationsrennen für den Weltcup gilt. Ich kann ein tolles Rennen zeigen, sogar bis 300 m vor dem Ziel das Damenfeld anführen, dann hat die italienische Nationalteamläuferin Alba de Silvestro das stärkere Ende. Sie überholt mich und legt ein tolles Finish hin. Dazu gratuliere ich herzlich und bin mit meiner Leistung sehr glücklich.

Es gewinnen:
1. Philipp Götsch, IT, Bogn da Nia, 23:26.83
2. Martin Stofner, IT, 23:33.77
3. Christian Hoffmann, AUT, Fischer Sports, 24.20.96

1. Alba de Silvestro, IT, C.S. Esercito, 29:46.51
2. Katharina Zipser, AUT, KohlaCrazy NRG Team, 29:57.56
3. Elena Nicolini, IT, Brenta Team, 30:49.22

Ich bin gespannt auf 2017 und wünsche euch allen viel Freude, viele Momente, die euch richtig strahlen lassen, Freude am Sein und Tun.

Abschließend möchte ich mich bei meinen Unterstützern und Sponsoren bedanken: Danke ASICS, es war ein tolles Jahr als AsicsFrontrunner. Frankfurt war für mich DAS auch frontrunner’sche Highlight. Ich freue mich auf 2017, ganz besonders auf die Trainingswoche auf Zypern.

Danke NaturalPower: Eure Energieriegel, Getränke und Co begleiten mich auf Schritt und Tritt und geben mir Power. Danke für eine tolle Zusammenarbeit.

Danke Verivalbio: Nüsse geben dem Eichhörnchen Kraft, Speicher gilt es immer wieder zu füllen. Backen macht mir Spaß und mit Topprodukten ist es noch viel schöner. Er seid super!!!

Danke Fischer für meine schnellen Ski, Kohla für die schnellen Felle.

Danke Uvex für die gute Sicht und eine tolle Kooperation.

Danke an den TVB Paznaun/Ischgl. Ich bin stolz, Spokeswoman der Region und insbesondere des Silvrettarun 3000 zu sein. … und ich freue mich auf die nächste Auflage am 14./15. Juli 2017.

EM Berglauf up & down – Campionato Europeo di Corsa in Montagna, Arco 2016

 

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TEAM AUSTRIA mit unseren tollen Betreuern

27. Platz (beste Österreicherin) EM Berglauf up and down (8,5 km, 580 Hm up and down):

 

Die letzten Wochen waren sehr arbeitsreich und hektisch und so komme ich erst jetzt dazu, meinen Bericht von Arco, den ich schon vor Wochen getippt habe, online zu stellen. Gerade noch rechtzeitig vor Bulgarien …

Bei der WM in Slowenien Mitte Juni hatte ich mir eine Bänderverletzung zugezogen und so schien ein Start bei der EM in Arco nur zwei Wochen später auf einer anspruchsvollen up and down Strecke erst einmal unmöglich. Jedenfalls setzte ich nach Slowenien alles an eine rasche Genesung. Das bedeutete insbesondere Lymphdrainage, Lymphdrainage und noch einmal Lymphdrainage.

Helmut Schmuck nominiert mich trotz Verletzung und ließ mir einen Start völlig offen. Ich dürfe auch mitfahren, anfeuern, Arco und das EM-Flair genießen. Das fand ich schön, es motivierte mich, aber damit war auch klar: So es ginge, wollte ich am 4. Juni um 10:45 Uhr an der Startlinie stehen.

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mit Karin Freitag im Ziel – ein weiterer toller gemeinsamer internationaler Einsatz

 

8, 5 km – eigentlich so gar nicht meine Distanz. Ich bin einfach nicht schnell, sondern eher ausdauernd. Dennoch wollte ich alles geben und nicht nur in Anbetracht der verletzungsbedingt schlechten Ausgangslage und der vernünftigen angezogenen Handbremse im Downhill war ich sehr happy mit dem Ergebnis: 27. Platz EM Berglauf up and down, beste Österreicherin.

Das Ergebnis zeigte mir jedenfalls, dass ich am richtigen Weg bin.

… und FREUDE HABEN WIR IMMER

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mit Silvia Schwaiger (SVK, Sie wird großartige 5.!!! der Europameisterschaft), meiner SK Rueckenwind Vereinskollegin

Jipiiiiii!!! 7. Platz WM Berglauf Langdistanz

7. Platz WM Berglauf Langdistanz
Ich bin zurück aus Slowenien und freu mich riesig über dieses Ergebnis!

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Copyright: Tad Davis

Die WM Berglauf Langdistanz fand heuer in Podbrdo/Slowenien statt.

 

Seit dem Winter war dieses Rennen und eine gute Performance dort mein Ziel. 42 km und 2800 Hm im Aufstieg, ebenso viele Höhenmeter abwärts auf teilweise sehr schwierigem, technischen Downhill galt es zu bezwingen.

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Team AUSTRIA

 

Erst eine Woche vor dem Rennen war es offiziell: Für Österreich gehen drei Frauen und vier Männer an den Start.

Ich bin gut vorbereitet und so gibt es während des Rennens keine großen Überraschungen, ich finde schnell in mein Tempo und kann das Rennen genießen.

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Copyright: Tad Davis. Bei km 28, nach dem ersten langen Downhill und vor dem zweiten langen, steilen Anstieg – nutsaboutrunning!!!

 

Knapp unter Porezen, als ich 2800 Hm im Aufstieg in den Beinen hatte, entstand folgendes Foto:

 

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Copyright: Karmen Klancnik. Nach knapp 2800 Hm im Aufstieg freue ich mich von Karmen Klancnik angefeuert zu werden. Herzlichen Dank für das Bild!

Ich denke, das Foto sagt mehr als tausend Worte. Freilich war es anstrengend, aber ich war tief im Herzen so glücklich, mich in MEINEM NATIONALDRESS für ÖSTERREICH auf dem WM-Kurs zu befinden und dieses Rennen absolvieren zu dürfen.

Zu diesem Zeitpunkt liege ich sogar vor der später 4.platzierten Italienerin Francesca Iachemet (links mit blauen Shirt im Bild). Im zweiten Anstieg geht es mir richtig gut. Ich merke, das ausdauerorientierte Training der letzten Zeit hat sich ausgezahlt. Das stimmt mich positiv für meine weiteren Unternehmungen.

In diesem Sinne: Ein HERZLICHES DANKESCHÖN an den FÜR MICH BESTEN Trainer der Welt Reinhard Kessler. Ich freue mich schon auf die Straßenmarathonvorbereitung und hoffe, heuer auch eine schöne Zeit auf den Asphalt zu bringen.

Im zweiten Downhill überknöchle ich leider. Ich stürze zwar nicht, aber verletze mich doch am Sprunggelenk – Bändereinriss.

Irgendwie schalte ich das aber aus und laufe noch knappe 1000 Hm abwärts Richtung Ziel.

Generell sind die 2800 Hm (nach meiner Uhr sogar 2900 hm) im Downhill stellenweise sehr anspruchsvoll und bei entsprechendem Tempo und unter Anstrengung einfach auch risikoreich. Im ersten Downhill z.B. hat man im oberen Bereich auf 3 km ein Gefälle von ca. 30 %.

Insbesondere die Italiener sind offenbar Downhill-Spezialisten. Hier (wie anderswo) habe ich noch Luft nach oben *lol*.

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Copyright: Tad Davis. Zieleinlauf 😉

Als 7. der Weltmeisterschaft überquere ich jedenfalls einfach nur überglücklich nach 4:40:09 die Ziellinie.

 

 

Ich bin überglücklich, dass ich dabei sein durfte und auch ein wenig stolz. Ich denke, das darf ich auch sein. Es ist gut so und es gibt mir Kraft und Zuversicht.

 

Ich danke dem OELV, allen voran Helmut Schmuck, für diese Chance und das Vertrauen in mich, meinen Freunden und Bekannten, insbesondere Laufkollegen fürs Daumendrücken, meinen treuen Sponsoren für die immerwährende Unterstützung und wie gesagt, allen voran meinem Trainer, für den es selbstverständlich ist, mir am Vorabend noch Mut zuzusprechen und mir zu sagen, dass er an mich glaubt. DANKE

 

Weltmeister Berglauf Langdistanz werden mit gewaltigen Leistungen Alessandro RAMBALDINI (ITA) in 3:44:52 und Annie CONWAY (GBR) in 4:29:01.

1. Annie CONWAY Annie (GBR) 4:29:01
2. Antonella CONFORTOLA (ITA) 4:29:58
3. Lucija KRKOČ Lucija (SLO) 4:30:43
4. Francesca IACHEMET (ITA) 4:37:37
5. Nicolette GRIFFIONEN (RSA) 4:39:16
6. Karin FREITAG (AUT) 4:39:54
7. Katharina ZIPSER (AUT) 4:40:09
8. Megan KIMMEL (USA) 4:40:28
9. Debora CARDONE (ITA) 4:40:43
10. Jana BRATINA (SLO) 4:40:47

1. Alessandro RAMBALDINI (ITA) 3:44:52
2. Marco DE GASPERI (ITA) 3:46:12
3. Mitja KOSOVELJ (SLO) 3:46:33
4. Tom OWENS (GBR) 3:49:34
5. Benedikt HOFFMANN (GER) 3:50:42
6. Ricky LIGHTFOOT (GBR) 3:53:30
7. Marcin SWIERC (POL) 3:53:32
8. Lukas NAEGELE (GER) 3:53:48
9. Andrew DAVIES (GBR) 3:54:39
10. Milan JANATA (CZE) 3:54:43

 

Das Abschneiden der Österreicherinnen:
6. Karin FREITAG 4:39:54
7. Katharina ZIPSER 4:40:09
33. Anita WEISS 5:29:55

17. Robert GRUBER 4:05:12
23. Andreas TOCKNER 4:13:04
50. Andreas ROIS 4:38:53
52. Daniel JOCHUM 4:42:29

Tapern für die Berglauf-Weltmeisterschaften Langdistanz ;-)

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Copyright: Slimane Ghodbane

Gestern eine nach der Österreichischen Staatsmeisterschaft im Berglauf durchaus anspruchsvolle Trainingswoche mit 129 km inkl. zwei Intervalltrainingseinheiten (Mittwoch Berg-AB-Intervalle und Freitag Berg-AUF-Intervalle) abgeschlossen und heute beginnt das Tapern!

 

Ich freue mich sehr, kommenden Samstag in Slowenien am Start stehen zu dürfen. Und , juhu, wir haben auch jeweils ein Team.

Es starten:
Karin FREITAG
Anita WAISS
Katharina ZIPSER

Robert GRUBER
Daniel JOCHUM
Andreas ROIS
Andreas TOCKNER

42,195 km gilt es unter die Füße zu bringen, inklusive 2800 Höhenmeter im Aufstieg und ebenso viele im Abstieg.

Eine Rennbeschreibung findet ihr hier

… und wir freuen uns übers Daumendrücken 😉

Der Berg ruft *grins* zweimal „Sieg“

 

Für eine gute Vorbereitung auf die Berglaufsaison entschied ich mich, zwei sehr unterschiedliche Rennen ins Programm zu nehmen:

  • zum einen den Moritzberglauf bei Nürnberg (10 km & +365 Hm),
  • zum anderen den Trail de la Lesse bei Daverdisse (Wallonien, also Belgien) (25 km & +/- 1100 Hm).

Der Moritzberglauf fand am 1. Mai statt und zumal ich am Vortag noch an einer Klausurtagung in Achenkirch am Achensee zu tun hatte, bot sich dieses Rennen am Weg nach Belgien als Zwischenstopp an.

 

Moritzberglauf bei Nürnberg

Ehrlich gesagt hatte ich mir nicht allzu viel erwartet. Ein Berglauf bei Nürnberg? Ja gibt’s denn da Berge? und überhaupt … Aber die Homepage schien ordentlich. Das Rennen wurde im DLV-Kalender beworben, also wollte ich mir das anschauen.

Schon seit 1988 wird auf diesen „Berg“ gelaufen. Dass es sich bei diesem Hügel um einen Berg handelt, darauf legen die Veranstalter großen Wert. Nicht zuletzt weist man uns Starter darauf auch über Lautsprecher hin: Der Moritzberg sei über 600 m und damit ganz klar als Berg zu klassifizieren. Nun gut, vom Start konnte ich den „Berg“ nicht sehen. Die Organisation vor dem Start war super, x Personen halfen mit, gaben Startsackerl aus und erklärten meiner Begleitung ausführlich, wie man mit dem Auto in die Nähe des Zielbereiches käme. Startnummer war montiert, ich hatte mich ein klein wenig aufgewärmt und schon konnte es losgehen!

Der Startschuss fiel für mich dann etwas abrupt, sodass ich mich ungewollt an erster Position wiederfand. Gut fürs Foto *grins*

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Copyright: Daniel Decombe, publiziert auf http://www.marktspiegel.de

Der Streckenverlauf war sehr abwechslungsreich und führte uns erst auf einer Forststraße durch den Wald in die ein paar Höhenmeter höher gelegene Ortschaft Schönberg. Dort ging es zwischen den Gartenzäunen einspurig durch, ehe wir auf einer Lichtung den Kampf vom Wind angesagt bekamen. Ich lief zu diesem Zeitpunkt mit einem Mann, der sich für meinen Windschatten entschied. Als es wieder steiler wurde und auf einem Trail in den Wald hinein ging, konnte ich mich absetzen. *lach* Mit 42:45 min geht das Damenrennen mit Streckenrekord an mich.

 

 

Trail de la Lesse bei Daverdisse (Wallonien, Belgien)

„25 km kreuz und quer, auf und ab“, so hätte man das Ganze durchaus auch bezeichnen können und v.a. war und wurde dieses Rennen ein richtiger Spaß.

Hier der Link zum Race: Trail de la lesse | Plus qu’un trail, un défi!

Trail de la Lesse  (9)

Danke an Asics für die Topausstattung – der Rucksack sitzt

„Les trails 40 km et 25 km seront clairement taillés pour les amoureux de DIFFICULTES, grâce à leurs dénivelés exceptionnels, leurs passages à gué et les quelques parties à travers tout.“ – ich hatte mich – wie die meisten Teilnehmer – für die 25 km entschieden und obwohl ich mir Youtube-Videos angesehen hatte, ahnte ich nicht, was mich erwarten würde.

 

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Es war warm. 28 Grad und das war gut so; denn die Lesse wurde nicht einmal gequert. Dreimal war ich bei der Querung bis zum Bauchnabel im Wasser. Es ging mehr offtrail als auf Trail und das war gut so. Freilich litt das Tempo etwas darunter und ich war glücklich, dass ich mich für meine Kompressionssocken entschieden hatte. (Meine ,Haxen‘ trügen sonst wohl die ein oder andere Erinnerungsspur.) Aber es machte sooo viel Spaß.

Die ersten vier Männer rannten mir in der ersten technischen Abwärtspassage davon. Dann war ich lange Zeit allein unterwegs. 100-200 m hinter mir ein Belgier und irgendwann war ich glücklich, als er aufschloss. Es war schon eine Herausforderung den Untergrund im Auge zu behalten und gleichzeitig nach den weiß-roten Bändchen Ausschau zu halten, die uns quer durch den Wald Böschungen und Hügel auf und ab lotsten. Wenn man erst 100 Hm diritissima den Hang hinaufgehetzt wurde, um dann Minuten später 20 m weiter wieder ausgespuckt zu werden, so blieb einem manchmal nichts anderes als tief nach Luft zu ringen. Im Nachhinein freilich denkt man anders.

Trail de la Lesse  (3)

Das Zielareal war das Motocrossareal von Daverdisse und ich war überzeugt, dass wir dort noch über Hindernisse gejagt würden. Vielleicht die einzige Enttäuschung, zumal die letzten km als die schwierigsten beschrieben wurden und ich da noch eine Überraschung erwartete. Aber irgendwie war ich auch froh, im Ziel zu sein.

Auf diesen letzten km jedenfalls – es ging recht viel querfeldein und steil aufwärts – konnte mich von meinem langen Weggefährten absetzen und noch eine halbe Minute herausholen. Wegtrinken konnte ich ihm jedenfalls nichts, denn während es auf der Strecke nur bei km 16 was zu Trinken gab – ich glaube Wasser -, wurde man ihm Ziel mit einigem belohnt.

Ich gewinne die Damenklasse deutlich – mit über einer halben Stunde Vorsprung und werde 5. Mann von 165 gestarteten.

Ein gelungenes Aktion, wie ich meine und wer weiß: Nicht ungern käme ich hierher wieder.

 

 

 

TM 5000 m, 18:32 min – Racing in running shoes again

 

23.04.2016
Nach drei Monaten verletzungsbedingter Laufpause, die ich freilich mit Tausenden von Höhenmetern auf Ski und einigen Rennen vom ersten Tag an gespickt hatte, war es am Sonntag soweit.

Tiroler Meisterschaft – 5000 m Bahn – in Schwaz

Nach knapp fünf Wochen Lauftraining musste es sein: Ein erstes Rennen.
Reinhard gab mir einen ordentlichen Schupser und etwas zerknautscht traf ich eine Stunde vor Rennstart in Schwaz ein.

Ich war mir nicht sicher, was ich auf über diese Distanz würde zeigen können und wie sich mein erstes Rennen in Laufschuhen anfühlen würde.

Konditionell bin ich in einer guten Form, denn das Wintertraining verlief 1a. Den ganzen Winter über war ich fit, einzig kurz vor der Staatsmeisterschaft im Skibergsteigen Vertical hatte mich eine Angina gestreift. Ich konnte über Monate sehr gut trainieren und hatte muskulär am Schnee nie Probleme.

Die Laufschuhe aber schnüre ich erst seit Mitte März. So war der laufspezifische Aspekt fraglich. Ich startete also mit 130 Laufkilometern – im Sinne eines Marathontrainings – in meine erste Trainingswoche. Konditionell stellte dies kein Problem dar und war keine besondere Herausforderung, aber laufmuskulärspezifisch forderte es mich am Anfang sehr.

Nun gut, was kam raus: Raus kamen 18:32 min für 5000 m Bahn und der 3. Damenrang in einem tempomäßig konstanten Rennen.

Damit bin ich fürs erste zufrieden; darauf können wir aufbauen.

… und ein erstes Ergebnis habe ich jetzt auch stehen.

 

Die schnellsten Männer und Frauen in Schwaz und gleichzeitig der Tiroler Meisterschaft waren:
1. Schwaiger Silvia, SK Rueckenwind, 1981, 17:35,89 min
2. Karin Freitag, LG-Decker Itter, 1980, 17:58,43 min
3. Katharina Zipser, SK Rueckenwind, 1983, 18:32,29 min

1. Markus Kopp, SC LT Breitenbach, 1998, 15:36,45 min
2. Wolfgang Wetscher, SK Rueckenwind, 1991, 15:44,30 min
3. Christoph Kluge, SK Rueckenwind, 1980, 16:19,67 min

Gratulation allen Läuferinnen zu ihren Leistungen insbesondere den Tiroler Meistern über 5000 m Bahn Markus Kopp und Silvia Schwaiger bei ihrem ersten Rennen nach ihrer Babypause.

 

 

Mit Frauenpower nach fast ganz oben

Einen tollen Erfolg durfte das Team Kohla Tirol (Hach, das sind ja wir *gg*: Verena Krenslehner-Schmid & Katharina Zipser)  vergangenen Freitag in den Dolomiten feiern.

Ziel

Zieleinlauf –  www.sellaronda.it/youtube/2016ufficiale.html

Nach 04:12:05 erreichen wir überglücklich mit nur 3 min Rückstand auf das italienische Favoritenteam Raffaella Rossi & Bianca Balzarini das Ziel.

 

Liebe Verena, ich danke dir, dass du dich so spontan für diese Reise mit mir entschieden hast! Ein gemeinsamer Erfolg ist ein doppelter Erfolg! Wir waren ein tolles Team! Ich danke dir von Herzen und würde mich sehr freuen, dürfte ich mich ein weiteres Mal mit dir als Teampartnerin an einer Startlinie aufstellen.<

 

Vorwort: Training? und: Wo war Armin?
Eigentlich hätte alles etwas anders ablaufen sollen: Wie ihr vielleicht wisst, gewannen Armin Neurauter und ich im vergangenen Jahr die Mixed-Wertung (Mann & Frau) der Sellaronda. Armin und ich legten mit 3:46 eine gewaltige Zeit hin, Streckenrekord, und ich wurde an der Leine „schnellste Frau aller Zeiten der Sellaronda“.

SellarondaProspekt2016page.png

Und heuer? Monatelang bereitete ich mich sehr akribisch auf die 21. Aufgabe der Sellaronda vor. Armin und ich wollten den Streckenrekord unterbieten. Freilich wäre dies nur über eine Leistungssteigerung meinerseits und bei optimalen Bedingungen möglich gewesen. Jedes Training und jedes kleine Rennen war auf die Sellaronda abgestimmt. (Und irgendwo im Hinterkopf träumte ich während der Trainings auch immer wieder von den WMRA Long Distance Mountain Running Championships in Slowenien. Auch in Hinblick darauf waren die vielen, vielen Hm und langen Einheiten sinnvoll.)

2015 Pfriemes

Ich kann euch nicht sagen, wie oft ich auf der Muttereralm auf und ab spaziert bin, wie oft ich am Pfriemes abgefellt, die Felle verstaut, abgefahren und prompt wieder aufgefellt und aufgestiegen bin. Mein Ziel war es, meine Ausdauerfähigkeit zu verbessern, um auch den letzten Anstieg noch frisch hinauflaufen zu können. 3000 Hm am Samstag und fast ebenso viele am Sonntag waren fast die Regel. In Mutters jedenfalls kenne ich jeden Meter. Es mag langweilig klingen: Immer auf und ab, immer auf der Piste, aber das ist eben TRAINING. Und jedes Training hat mir unter dem Strich Spaß gemacht. Ich war happy mit mir, meinem Ziel und dem was ich tat.

Ich möchte mich an dieser Stelle bei Markus Schenk von der Muttereralm für die Unterstützung bedanken, für die Espressi am Ende meiner Trainings und dafür, dass ich nun auch in Carbonschuhen flitzen darf. Danken möchte ich auch den vielen Weggefährten für die netten Gespräche und Scherzereien.

Der Wendepunkt
12644953_1304791102880568_128668121771700625_nIch hatte meine Hausaufgaben gemacht, seit Silvester war ich zudem von weiteren Erkältungen verschont geblieben und die finale Phase stand an. Ich wollte die letzten Details fixieren: Doch Armin hatte gesundheitliche Probleme. Nur sehr zögerlich rückte er damit heraus (Ich denke, er wollte wirklich sehr gerne mit mir gemeinsam dieses Rennen bestreiten, mich keuchen hören und mit mir die Abfahrten hinunterrasen … und er wusste, wie sehr ich mich darauf gefreut hatte.) und musste mir schließlich absagen.
Im ersten Moment brach für mich eine kleine Welt zusammen. Es war nicht ein Rennen von vielen, es war DAS Rennen 2016 auf Ski für mich. … Auch wenn ich – was die nächste Saison betrifft – schon von anderen,  mir noch unbekannten Dingen träume 😉

Von mixed to female
10612727_1152266254798251_8820862374015303611_nArmin konnte also nicht starten und die Uhr tickte. Ich glaube, es war Dienstag, der 8. März … Im Jänner hatte mich Verena auf der Ispo gefragt, ob ich nicht einmal Lust hätte, mit ihr an der Sellaronda teilzunehmen und ich war damals von dieser Idee grundsätzlich begeistert. Und so war sie meine erste Adresse.
Nach der Arbeit rief ich Verena also an. Sie bat um eine Nacht Bedenkzeit, sie musste ja auch sehen, ob es organisatorisch/arbeitstechnisch möglich war und war dabei!!!!
In Reutte absolvierten wir – auch zum besseren Kennenlernen – am darauffolgenden Wochenende noch ein gemeinsames Training.

Raceday
Natural Power Logo NP_2-zeilig_300dpiVormittags um 10 Uhr ging es zu viert mit Wilfried und Christoph los in den Süden. In Corvara holten wir gleich unsere Startunterlagen ab. Startnummer 20, ja, das gefiel mir!

emblemDann gab es Spaghetti und Salat in der Sonne. Zusätzlich verdrückte ich über den Tag verteilt Mandeln, Datteln und einen Riegel. Danke, Verivalbio und NaturalPower!

 

18 Uhr – Start
Verena und ich starteten also aus dem ersten Startblock. Wir hatten uns ganz rechts aufgestellt und hofften, gut wegzukommen. Der Plan ging auf und so liefen wir dem ersten Pass entgegen ( Campolongopass, Bec de Roces).

Dem Zufall überließen wir nichts. Verena hatte noch eine 2800-Lumen-Stirnlampe ausgeliehen. In meinen Rennanzug hatte ich ein kleines Loch geschnitten, um den Trinkschlauch direkt am Körper führen zu können. (Noch einmal wollte ich nicht wie bei der Mountain Attack Durst leiden bzw. auf meine flüssige Energie keinen Zugriff haben!!! Die Konsequenzen hatte ich bei der Mountain Attack zum Ende hin massiv zu spüren bekommen.) Meine Brille hatte ich wie ein kleines Kind mit einem Band am Rucksack befestigt, denn sowohl bei der Sellaronda 2015 als auch bei der Mountain Attack war mir das Kunststück gelungen, jeweils eine Brille zu verlieren. Meinen Schi hatte Wilfried topgewachselt …

 

Zurück zum Rennverlauf:
Der erste Wechsel klappte gut und wir stürzten uns in die erste Abfahrt. Leider war Verenas Schi nicht ganz so schnell, so ließen wir v.a. in den längeren Abfahrten etwas Zeit liegen. Am zweiten Anstieg von Arrabba zum Pordoi Joch klagte Verena über Magenprobleme, aber sie kämpfte und wir kamen trotzdem gut voran. Es folgte eine längere Abfahrt nach Canazei. Verena schien sich gefangen zu haben und es ging flott Richtung Sellajoch.

Das Publikum war auch heuer fantastisch. Die Stimmung um den Sellastock ist einfach gewaltig. „Brave, brave!!!“ „Vai!“ „Via!!! Ragazze!!!“ riefen uns die Zuschauer nicht nur in den Wechselzonen, sondern auch der Strecke entlang immer wieder zu.

In Wolkenstein kamen die Erinnerungen hoch. Und fast verirrte sich eine Träne auf meine Wange … So großartig war es, hier mit Armin dem Ziel entgegenzufahren und ebenso großartig – stellte ich gleichzeitig fest – war es, mit Verena auf Kurs zu sein!

… und im vierten Anstieg konnten wir sogar noch etwas Zeit gut machen.

Wir bahnen uns einen Weg durch die Männerwelt und laufen dem Grödner Joch entgegen.

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Letzte Abfahrt. Einfahrt in die Eishalle. Ich gebe die Stöcke in die linke Hand, um mit Verena über die Ziellinie zu segeln. Sie hat es eilig, segelt beinahe an mir vorbei. Nach 4:12 sind wir überglücklich im Ziel.

42 km, 2700 Hm, vier Pässe und vor allem viel, viel gemeinsame Freude!

Und auch die Blumen, von denen Verena schon vor dem Rennen geträumt hatte, durften wir bei der Flowerceremony, die mit etwas Pyrotechnik direkt vor unserer Nase endete, entgegennehmen. Einfach gewaltig!

Ich freue mich schon auf die nächste Sellaronda und vielleicht, liebe Verena, stehst du da wieder mit mir an der Startlinie!

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Gratulation an alle Racer!

Die schnellsten
HERREN
1. Tadei PIVK & Lorenzo HOLZKNECHT
2. Christian HOFFMANN & Philip GÖTSCH
3. Filippo BECCARI & Martin STOFNER

DAMEN
1. Raffaella ROSSI & Bianca BALZARINI
2. Katharina ZIPSER & Verena KRENSLEHNER-SCHMID
3. Dimitra THEOCHARIS & Cecilia DE FILIPPO

MIXED
1. Johanna ERHART & René FISCHER
2. Birgit STUFFER & Gerhard UNTERHUBER
3. Marita KRÖHN & Niklas KRÖHN

Wir danken Kohla Tirol! Es ist toll und crazy, Teil des Teams zu sein! #kohlatirolproteam

 

 

Danke allen, die an mich glauben, insbesondere natürlich meinem Trainer Reinhard Kessler – Rueckenwind – Tirols erste Laufsportadresse!
Danke Fischersports für meine tollen, schnellen Ski!
Danke Muttereralm, Paznaun (Ischgl & Galtür), Verivalbio, NaturalPower

Und was nun?
Montag habe ich meinen ersten langen Lauf absolviert, gestern das erste smarte Intervalltraining in meinen neuen Noosa Tri von Asics! Danke, Asics für die tollen neuen Schuhe und die tolle Laufausrüstung! Es kann losgehen!

Ps.: Ein Rennen in Ski steht aber noch an! Ich freue mich, in einem tollen Team bei dem Ötzi Alpin Marathon an den Start gehen zu dürfen!