Das Rennen – Firenze Marathon – 2:46:24 bei surrealen Bedingungen – Starkregen, 7 Grad Tendenz abnehmend

Teil 2     (Was bisher geschah – Teil 1 findest du <hier>.)

Sonntag nach dem Training startet die Saltindiät: Ab jetzt keine Kohlenhydrate …

sweet and juicy

Vorbei an „sweet and juicy“. – Auszug aus: ZIPSER, Katharina; KRISTON Renáta; POSCH, Claudia; MUSSNER Marlene; KIENPOINTNER Manfred (2017). Lernerwörterbuch für Kinder: Österreichisch-Englisch, Englisch-Österreichisch. Imst: Alphabet Wörterbuchverlag.

Bis Mittwoch Abend plane ich, nahezu 0 % Kohlenhydrate zu essen: keine klassischen Kohlenhydrate (keine Kartoffeln, kein Reis, keine Polenta, keine Nudeln (kein besonderer Verzicht), kein Brot), kein Müsli – da kullern die Tränen, keine Beeren, generell keine Früchte (mit Ausnahme der Avocado), nur spezifisches Gemüse (wobei ich keines gegessen habe), keine Säfte oder Gesüßtes, keine Milchprodukte (Milchzucker!) … Gefrühstückt habe ich Graukäse, außerdem gab es Räucherlachs, Hüttenkäse, Avocado, Faschiertes, Steak, … Gegönnt habe ich mir fettarme Buttermilch (4 % Kohlenhydrate).

Graukäse

Frühstück

Ob diese Diät was bringt? – Viele schwöre darauf; man weiß es nicht. Und irgendwo ist es für mich auch gar nicht so wichtig, ob der Nutzen dieser Diät wissenschaftlich zu belegen ist; diese Diät ist für mich ein Baustein meines Marathonkonzepts: 42,195 km – das ist für mich nicht eigentlich „Marathon“: Marathon ist so viel mehr …

In Stein gemeißelt

In Stein gemeißelt. – Auszug aus: ZIPSER, Katharina; KRISTON Renáta; POSCH, Claudia; MUSSNER Marlene; KIENPOINTNER Manfred (2017). Lernerwörterbuch für Kinder: Österreichisch-Englisch, Englisch-Österreichisch. Imst: Alphabet Wörterbuchverlag.

Mittwochmorgen steht Reinhard ein letztes Mal mit mir auf der Bahn. Wir machen ein letztes Mal Lauf-ABC und 100er. Dann geht es in die Arbeit. Die Waage unterstützt meinen schwachen Geist und nur knapp über 46 kg argumentieren dafür, direkt nach der Bahneinheit Kohlenhydrate zu essen und nicht auch noch die dreimal 1500 m am Abend mit leeren Speichern zu laufen. Mit Huhn und weißem Reis gestärkt laufen sich diese locker und unbeschwert.

Sweet bananas 87 % Kohlenhdrate ;-) mjami

Sweet bananas von naturalpower: 87 % Kohlenhdrate 😉 mjami

Am Donnerstag geht der Zug nach Florenz. Schon am frühen Nachmittag komme ich an. (Die Unterkunft nenne ich an dieser Stelle nicht, sie ist zwar bahnhofsnah aber definitiv nicht zu empfehlen.) Es folgt ein lockerer Lauf zur Media World, um einen Wasserkocher zu erstehen und ein herrliches Abendessen beim Chinesen Le Sorgenti. Dort schmeckt es mir so gut, dass ich Freitagmittag wieder hier einkehre, ehe ich meine Startunterlagen am Campo di Marte abhole. Meine Eigenverpflegung, so der sehr bemühte Rennleiter Fulvio Massini, möge ich bitte Samstagnachmittag vorbeibringen.

Bevor es abends Polenta mit Faschiertem in der Trattoria Nerone ums Eck gibt, verlaufe ich mich ein wenig bei meiner vorletzten Einheit vor dem Marathon. Florenz ist voll mit Baustellen!

Ab Samstagmorgen passt Helmut Schmuck auf mich auf. Er reist mit dem Nachtzug an und quartiert sich im Hotel gegenüber ein. Von dort holt er mittags übrigens auch das Salz, um meine Getränke vorzubereiten, ehe wir sie am Campo di Marte abgeben wollen. Salz: in Frau Zipsers Hotel nicht erhältlich … Letzte Laufeinheit: Joggen und dreimal 200m schnell.

Meine Eigenverpflegung

Meine Eigenverpflegung: gefüllt mit „Power Plex Energy Transmitter“ und „Iso Fit Mango“ von naturalpower

Am Campo di Marte herrscht Hektik, die Flaschen will man uns nicht abnehmen, der Rennleiter hat alle Hände voll zu tun … Ein Moment der Nervosität kommt auf und als ein Blick auf die Uhr zeigt, dass ich nun bereits 3,5 h in das Abgeben der Flaschen investiere, werde ich unruhig. Schließlich übernimmt Helmut Schmuck und ich fahre ins Hotel, um vor dem Abendessen noch zu rasten.

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Helmut und ich zuversichtlich am Vortag beim Einlaufen

Ich schlafe gut. – Vielleicht auch, weil ich weiß, dass ich die letzten Nächte viel geschlafen habe und es kein Problem wäre, wenn es sich heute nicht so ruhig ruhen würde.

Sonntag, 26.11.2017 – Gießkannenwetter und das Sprießen erster grauer Geburtstagshaare

5:45 Uhr – Der Wecker klingelt. Ich schalte kurz das Handy an: SMS von Helmut Schmuck „Wetter 10 grad – passt!“ Ich hüpfe aus dem Bett und freue mich: Heute ist Marathon. 

Piep, piep, piep … Ohhh, wie schön: Geburtstagswünsche! Jetzt aber muss das Handy zur Seite: Dafür ist nach dem Marathon genug Zeit 😉 Als erstes wird jetzt heißes Wasser gekocht: Für einen Espresso zum Aufwachen, meinen Tee – mein Frühstück im Zimmer. Ich esse zwei Milchbrötchen. – Damit bin ich bisher gut gefahren. Den Tee süße ich heute mit Power Plex Energy Transmitter.

Um 7:30 Uhr holt mich Helmut Schmuck ab und wir machen uns auf Richtung Start auf der Piazza del Duomo. Knapp einen Kilometer ist dieser entfernt: Ein bisschen orientieren, links, rechts schauen, Toilette aufsuchen etc.

Ich wärme mich in langer Hose und Longsleeve bis zuletzt auf bzw. laufe ein wenig ein; da ich das Privileg habe, aus dem Eliteblock starten zu dürfen, muss ich erst wenige Minuten vor 8:30 Uhr hinter der Startlinie sein.

Start Marathon Florenz 2017

Anspannung am Start (Quelle: unbekannt, hat mir ein Freund geschickt)

8:30 Uhr. Der Startschuss fällt. Mit 3:48/49 min/km hatte ich mir vorgenommen anzulaufen und genau das tue ich. Keineswegs schneller, denn dieses Tempo möchte ich möglichst bis zum Schluss halten; Das ist ambitioniert genug!

Ein erster km in 3:35 wäre natürlich möglich, aber laktattechnisch doch ziemlich daneben 🙂 Der erste km passt perfekt, ich komme gut ins Rennen. Das Feld beruhigt sich rasch und ich finde bald zwei Läufer, die offensichtlich ähnliches vorhaben wie ich.

Km 2: Es beginnt zu regnen …Was? Jetzt schon?“ Ok, ich hatte mit Regenschauern im Verlauf des Rennens gerechnet, … aber so bald?! Der Himmel sah doch gerade noch recht freundlich aus … Ich denke an die Worte meines Trainers: „Bei Regen rutscht du. Nachsatz: Nach vorne.“ Diesen Satz murmele ich vor mir her und laufe, laufe, laufe …

strecke marathon Firenze

Streckenplan Firenze Marathon 2017

Da der Kurs kreuz und quer durch und um Florenz führt und Helmut Schmuck engagiert, interessiert und flott ist, sieht er mich bis zur Halbmarathonmarke bereits dreimal. Natürlich motiviert das.
Schritt, Schritt, Schritt, spätestens seit km 2,5 bin ich platschnass. Die Haare, die Kleidung, die Schuhe, alles trieft … Lacken (= Pfützen) häufen sich.


Es wird immer schwerer, die Überzeugung, dass Regen schneller macht, ernsthaft aufrecht zu erhalten …

Schmuck Halbmarathon Marke

Die Halbmarathonmarke

Bei km 20/21 sind wir dem Fluss Arno entlang unterwegs. Der Wind nimmt zu.

Viele Mitläuferinnen beschweren sich im Nachhinein sehr über den Wind; er hätte sie beim Laufen massiv behindert. Der schnellste Italiener, Ahmed El Mazoury – gesamt 5. in 2:24’09” – habe, so runnersworld.it, gesagt, der Winde wäre so störend gewesen, dass ein technisch sauberes Laufen nicht mehr möglich gewesen wäre,

vgl. dort:
Per dare un’idea delle condizioni in cui gli atleti si sono trovati a correre bastano per tutti le parole di El Mazoury: «Le condizioni di gara erano pessime. Già a metà gara il vento mi ha stravolto la tecnica di corsa. Peggio di così non poteva essere!»

Der Wind als stoppender oder den Laufschritt störender Gegner ist für mich während des Rennens nicht so präsent. Problematisch ist der Wind, weil er dazu beiträgt, dass mir im wahrsten Sinne des Wortes sukzessive eiskalt wird.

Mein Körper ist marathonoptimiert, mein Körperfettanteil gering, die Isolierung nicht besonders …

Ich gehe mit 1:20:39 noch relativ planmäßig bei der Halbmarathonmarke durch.

Km 22 führt uns kurvig in die Altstadt. Der Regen wechselt zu Starkregen: Den Scheibenwischer hätte ich auf höchste Stufe gestellt, nur leider sitze ich in keinem Auto. Es ist unglaublich!

Ich will laut schreien: „Wieso???“ und beruhige mich irgendwie „Vergiss diese Frage: Renn!!!“

Der Regen ist so stark, dass ich phasenweise kaum 50 m weit sehe. Auch verliert sich meine Gruppe. – Der Kampf ums Überleben ist gefühlt eingeläutet.

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Zuschauerinnen sind von nun an verständlicherweise Mangelware. Dazu kommt, dass uns das Rennen nun – gelinde gesagt – in die Pampa führt.

Spätestens ab km 25 muntern die wenigen ZuschauerInnen unter Regenschirmen und in Ponchos geworfen zum „Durchhalten“ auf. Als Frau bekomme ich da eh noch mehr Aufmerksamkeit. Ich darf also nicht meckern … Jede positive Stimme zählt jetzt. Ja, der Countdown beginnt heute bei km 25. Platsch, platsch, platsch – Kilometer für Kilometer. Mir ist unendlich kalt, aber ICH LASSE NICHT LOCKER. Platsch, platsch, platsch … Vermutlich wiegen meine Schuhe nun jeweils mal 2.
Die Kälte macht sich pulsmäßig bemerkbar. Ab km 30 sinkt der Puls im Verhältnis zur Laufleistung unverhältnismäßig ab.

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Ca bei km 32 laufen wir durch das Stadio Atletica.

Ein Highlight hätte das wohl sein sollen: Doch im Stadion ist kein Mensch, nur die ehrenamtlichen MitarbeiterInnen stehen am Ein- und Ausgang. Die 300 m auf der Bahn laufen sich aber gut: keine Lacken 😉

Etwa bei km 34 eine Rampe: Eine Überquerung oder Brücke? – Ich weiß es nicht mehr. Überhaupt habe ich ab km 23 lückenhafte Erinnerungen. Jedenfalls steht da Helmut Schmuck – selbst triefend nass – und feuert mich an. Meine Erinnerung daran ist verschwommen … Helmut sagt mir aber in späteren Gesprächen, dass ich mich zumindest laufstilmäßig auch dort ordentlich fortbewege.

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Bei km 38 allerdings tauche ich nicht mehr unmittelbar nach einer Gruppe auf, die sich Helmut Schmuck eingeprägt hatte. Er befürchtet schon, ich wäre ausgestiegen – wie es so viele an diesem Tag sind. Zu dieser Zeit bin ich schon in Trance. Ich nehme Helmut nicht wahr.

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An den Zieleinlauf kann ich mich überhaupt nicht erinnern.
2:46.24, 6. Dame gesamt, 2. Europäerin – Das mein Ergebnis im härtesten Rennen meines bisherigen Lebens.

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km 42,195 – Zieleinlauf (Screenshot Video)

ICH HABE ALLES GEGEBEN und bin BEI DIESEN VERHÄLTNISSEN die DRITTSCHNELLSTE ÖSTERREICHISCHE FRAUENZEIT 2017 gelaufen.

Die schnellsten Männer (Bruttozeiten/Nettozeiten)
1 EGASA ZELALEM BACHA (BRN) 2:14:41
2 TEMECHACHU TADESSE M. (ETH) 2:14:41
3 KIRWA GILBERT KIPRUTO (KEN) 2:16:18
4 MENGICH MOSES (KEN) 2:21:38
5 EL MAZOURY AHMED (ITA) 2:24:09
6 EL FATHAOUI YASSINE (ITA) 2:26:33
7 SANTORO DARIO (ITA) 2:26:45
8 TOCCO LUCA (ITA) 2:27:17
9 CHEBOIT SILAS (KEN) 2:27:40
10 LEFEBVRE LUDWIG (BEL) 2:28:21/2:28:18

Die schnellsten Frauen (Bruttozeiten/Nettozeiten)
1 ARISSI DIRE TUNE (ETH) 2:28:55
2 AMENTE SOROME NEGASH (ETH) 2:29:46
3 DUBISO MESERA HUSSEN (ETH) 2:32:05/2:32:03
4 KIRK ELINOR (GBR) 2:36:22/2:36:21
5 TANUI EULITER JEPCHIRCHI (KEN) 2:40:37/2:40:35
6 ZIPSER KATHARINA (AUT) 2:46:26/2:46:24
7 RUSH HOLLY (GBR) 2:51:25/2:51:14
8 CUNICO MAURIZIA (ITA) 2:53:51
9 PROTO EMILY (GBR) 2:54:37/2:54:20
10 MUGNO ANNA LAURA (ITA) 2:54:48/2:54:44

Hinter der Ziellinie falle ich irgendwie ins Rettungszelt. Die Liegen sind belegt (und das obwohl von 9.000 Starten nur 54 Männer und 5 Frauen vor mir die Ziellinie überquert hatten): Etliche vor Kälte zitternde, winselnde, die Augen drehende Männer …

Mir ist nicht speziell kalt in den Fingern oder Füssen, mir ist kalt, wie ich es bisher nicht kenne: als Ganzes. Ich zittere von Oben bis Unten, kann kaum noch stehen, kann mich nicht artikulieren und lasse mich mit Decken umhüllen und mir den Rücken von Sanitätern wärmen … Ich möchte aus dem Zelt, um nach Helmut Ausschau zu halten, der mich sicher sucht – so weit kann ich denken -, bin mir aber gleichzeitig bewusst, dass ich das jetzt nicht schaffe …

Irgendwann sehe ich Helmut vom Zelt aus und der Sanitäter holt ihn herein. Eine knappe Stunde später sitzen wir geduscht bei Huhn und Pommes in der Trattoria Nerone.
Um 14:30 Uhr steige ich in den Zug.

Die Enttäuschung bricht über mich herein. Bittere Tränen rinnen bis Padova unaufhörlich über meine Wangen. Wie viel hatten Reinhard und ich in dieses Rennen investiert. Training nach der Arbeit, vor der Arbeit, vom Training direkt in den Hörsaal – das ist nicht immer lustig – und heute wollte ich dafür belohnt werden.

Im Leben kann man nicht alles beeinflussen.

In Padova steige ich um. Einige ganz besondere Menschen heitern mich bis dahin auf und lassen mich sehen, was ich dennoch geleistet habe. DANKE dafür!

Ab Padova Geburtstagsstimmung und ich freue mich, am Bahnhof abgeholt zu werden und auf ein schönes Geburtstagsessen. 🙂

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Anmerkung am Rande: Wahl zu Österreichs Leichtathleten des Jahres

Voting Leichtathlet des Jahres 2017
Ich freue mich riesig über die Nominierung zu Österreichs Leichtathletin des Jahres. Eine unglaubliche Ehre wird mir durch diese Nominierung zuteil. DANKE, DANKE, DANKE!

Gemeinsam mit 15 ganz gewaltigen Spitzenathletinnen werde ich hier in der Kategorie Frauen vorgeschlagen. Das ist sooo crazy.

Bis 26.12.2017 kannst du deine Stimme zur Wahl der LeichtatletIn des Jahres noch abgegeben. Und zwar hier: http://www.top-meetings.at/de/athletenwahl.

Dort findest zu allen nominierten Athleten und Athletinnen entsprechende Informationen. Gewählt wird in den Kategorien Männer, Frauen, Nachwuchsathletin, Nachwuchsathlet, Mastersathlet und Masterathletin 🙂

Einfach Link anklicken, Namen auswählen, abschicken und Mail bestätigen.
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Nominiert bin ich aufgrund meiner Leistung bei der heurigen Weltmeisterschaft Berglauf Langdistanz in Premana/Italien. Ich belegte bei dieser WM Platz 12.

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Firenze Marathon – 2:46:24 bei surrealen Bedingungen – Starkregen, 7 Grad

The 34th edition of the Asics Firenze Marathon was truly epic, with a dry start that was interrupted shortly with pouring rain and plunging temperatures that dropped to just 7 degrees Celsius and even lower as the rain gained intensity. The athletes crossed the finish line almost destroyed, tapping into their deepest psychological and physical resources to complete their goal.[…]“, so leitet der Veranstalter des Firenze Marathon 2017 (Firenze Marathon – Homepage) seinen Bericht ein.

Aber fangen wir vorne an …

Das Wichtigste zuerst 🙂 #nutsaboutrunning

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Auszug aus: ZIPSER, Katharina; KRISTON Renáta; POSCH, Claudia; MUSSNER Marlene; KIENPOINTNER Manfred (2017). Lernerwörterbuch für Kinder: Österreichisch-Englisch, Englisch-Österreichisch. Imst: Alphabet Wörterbuchverlag.

... und was Frau sich so zum Geburtstag schenkt:

Zu meinem 34. Geburtstag will ich mir selbst ein schönes Geschenk machen und entscheide mich für einen Start beim FIRENZE MARATHON 2017.

42,195 km möchte ich durch die v.a. in der Renaissance – zur Zeit der Medici – florierende Handels- und Kulturstadt laufen, in der Michelangelo, Leonardo da Vinci und Co ihre Spuren hinterlassen und die 1982 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wird.

Die Stadt kenne ich von zahlreichen Aufenthalten. 2003 z.B. verbringe ich einen Großteil des Sommers dort, später studiere ich mitunter in Siena, das eine Busstunde entfernt liegt und arbeite auch in der Gegend. Touristin bin ich diesmal nicht. Alles ist auf Marathon ausgerichtet.

Um gut organisiert am Start zu stehen, reise ich bereits am Donnerstag an. Die Strecke plane ich nicht groß zu besichtigen, ich möchte in Ruhe meine Startunterlagen abholen, mich gut über Labestellen etc. informieren, ein bisschen joggen, nach meinen Wünschen essen, dem Rennen entspannt und mit Freude entgegenblicken … und gut und viel im Vorfeld schlafen.

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empfehlenswert: Trattoria Nerone (probiert habe ich Polenta, Pasta und Pizza)

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meine Lieblingskohlenhydrate: REIS im Le sorgenti (ausgezeichnetes chinesisches Restaurant in Florenz)

Zu meiner Marathonvorbereitung:

Viel habe ich in diese Marathonvorbereitung investiert.

Am 6. August starte ich bei der Berglauf WM Langdistanz.

Der 12. Platz bei der diesjährigen Weltmeisterschaft ist ein wunderschöner Erfolg für mich, gleichzeitig auch der Abschluss meines Berglaufsommers 2017. Am Anschluss raste und erhole ich mich gut zwei Wochen lang. Dann fällt der Start für das Marathontraining.

Frisch und munter starte ich also am 22. August in die Marathonvorbereitung. Keine Wehwehchen, gut erholt und v.a. gut gelaunt. Die erste Woche dient mit ca. 100 km als sanfter Einstieg. Es folgt der erste Trainingsblock.

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GEMEINSAM STATT EINSAM – mit Günter Schneider und Fredi Pircher nach einem gemeinsamen langen Lauf

Dieses Marathontraining unterscheidet sich von da an massiv von meinen bisherigen Vorbereitungen: Wie bisher bauen mein Trainer Reinhard Kessler  (PS.: Bei Reinhard und seinem Partner Erich Rettenegger ist Frau und Mann auf der Suche nach Schuhen in allerbesten Händen.) und ich auf Umfängen von ca. 130 km, in manchen Wochen wird es etwas mehr – abgestimmt auf die mir zur Verfügung stehenden Energieressourcen neben einem anspruchsvollen Vollzeitberuf. Neben 8 – 10 Laufeinheiten, versuche ich ca. 2 – 3 Mal die Woche Yoga zu machen und mache regelmäßig vor dem Schlafengehen spezielle Übungen für einen stabilen Rumpf (insbesondere diverses Planking). Was das konkrete Lauftraining betrifft, setzen wir weiterhin auf lange, ruhige Einheiten, sowie durch ordentliches Ein- und Auslaufen abgerundete Einheiten mit x-mal 1 oder 2 km etwas unter Marathontempo. Anders als bisher investieren wir in Lauf-ABC und schnelle Meter (100er, 200er).

Ca. zweimal pro Woche steht Reinhard früh morgens mit mir auf der Bahn. Den Großteil des Trainings absolviere ich aus organisatorischen Gründen alleine. Meist ist es für mich schwer abschätzbar, wann ich mit dem Training beginnen kann, oft ist es spät, mit der Zeitumstellung im November dann auch dunkel. Bei der ein oder anderen Einheit habe ich aber Gesellschaft. Ich laufe insbesondere mit Günter Schneider, Fredi Pircher, Christopher Kah und Lukas Kocher. Ab und an habe ich Radbegleitung.

An dieser Stelle möchte ich herzlich ,Danke‘ sagen! Für die vielen schönen Laufmeter, für den Austausch, das gemeinsame Lachen und Schwitzen und nicht zuletzt fürs Tempomachen. Danke, Günter! Danke Fredi! Danke, Lukas! Danke, Christopher!

Das Training, wie wir es Mitte August planen, ist auf eine Endzeit von 2:42/43 ausgelegt. Abgesehen von einer Phase von ca. einer Woche Anfang Oktober, in der ich mich schwach fühle, läuft die Vorbereitung ausgezeichnet. Ich kann das Training zu 100 % ausführen und am meisten freue ich mich, wenn ich morgens – meist auf die Minute pünktlich – auf Reinhard am Tivoli treffe. Für jede Minute Verspätung verspreche ich eine Liegestütz zu machen: Gesamt werden es fünf.

Meine Laune ist bei diesen Zusammentreffen grundsätzlich 1a, denn es freut mich unglaublich zu sehen, wie viel Herzblut und Schweiß ein Trainer ohne zu Schwitzen in ein Marathontraining stecken kann. In den letzten zwei, drei Wochen vor dem Marathon zeigt sich, dass ich mich tempomäßig sehr gut entwickelt habe. Die marathonspezifischen Kilometer kann ich konstant mehr als deutlich unter den von Reinhard angesetzten Kilometerzeiten laufen, sodass uns – wenn alles gut geht – eine Zeit auch unter 2:42 h nicht unmöglich erscheint. Einige Hühnchen mussten verdaut werden, um festzulegen, dass ich mich am 26. November selbstbewusst und mit einem Strahlen an den Start stellen und mit 3:48/9min/km anlaufen möchte.

weiter geht’s mit Teil 2

LA TOP TEN MASCHILE
1 EGASA ZELALEM BACHA (BRN) 2:14:41
2 TEMECHACHU TADESSE M. (ETH) 2:14:41
3 KIRWA GILBERT KIPRUTO (KEN) 2:16:18
4 MENGICH MOSES (KEN) 2:21:38
5 EL MAZOURY AHMED (ITA) 2:24:09
6 EL FATHAOUI YASSINE (ITA) 2:26:33
7 SANTORO DARIO (ITA) 2:26:45
8 TOCCO LUCA (ITA) 2:27:17
9 CHEBOIT SILAS (KEN) 2:27:40
10 LEFEBVRE LUDWIG (BEL) 2:28:21

LA TOP TEN FEMMINILE
1 ARISSI DIRE TUNE (ETH) 2:28:55
2 AMENTE SOROME NEGASH (ETH) 2:29:46
3 DUBISO MESERA HUSSEN (ETH) 2:32:05
4 KIRK ELINOR (GBR) 2:36:22
5 TANUI EULITER JEPCHIRCHI (KEN) 2:40:37
6 ZIPSER KATHARINA (AUT) 2:46:26
7 RUSH HOLLY (GBR) 2:51:25
8 CUNICO MAURIZIA (ITA) 2:53:51
9 PROTO EMILY (GBR) 2:54:37
10 MUGNO ANNA LAURA (ITA) 2:54:48

Berichte zum Marathon u.a.:

firenzemarathon (English Version)

runnersworld it

Magazine podisti

 

 

Saisonabschluss 2016: Marathon Frankfurt 2:45:56 und erste Rennen auf Schnee

2016 war ein sehr erfolgreiches Sportjahr für mich und ich hatte viel Freude und bin sehr dankbar für alles, was ich erleben durfte.

 

Mainova Frankfurt Marathon

Mit dem Marathon in Frankfurt am 30. Oktober konnte ich mir einen kleinen, großen Traum erfüllen.

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Nach 2:45:56 überquere ich glücklich, gesund und mit einem ehrlichen Strahlen, das aus meinem tiefen Herzen kommt, die Ziellinie im Festsaal.
Der Marathon an sich – das Rennen – war aber quasi nur das Tupferchen auf dem i, das ein tolles Marathonerlebnis abrundete. Dem eigentlichen großen Tag ging eine tolle, sicher anstrengende Vorbereitung voran, an die ich mich gerne erinnere. Es bereitet mir Freude, Ziele zu verfolgen, für diese zu arbeiten, mich auch manchmal zu quälen; dies ist vor allem deshalb schön, weil das Herz immer an Bord ist und ich immer weiß, warum ich es tue. Einem Nicht-Läufer dies zu erklären, ist manchmal nicht einfach, aber jeder der für etwas brennt, egal was es ist, kann es auf seine Weise verstehen.

Besonders schön war die Marathonvorbereitung auch, weil ich einen tollen Trainer habe, der mich – so glaube ich – mittlerweile sehr gut kennt, der mein Training gewissenhaft begleitet und unzählige halbe Hühner im Vorfeld des Marathon mit mir verspeiste. Mein großer Dank gilt in diesem Sinne Reinhard Kessler, der im Übrigen mit Erich Rettenegger das beste Laufsportgeschäft betreibt. Die Herren wissen einfach, welcher Schuh auf welchen Fuß passt, ein nicht von diesen Herren approbierter Schuh kommt mir nicht an meine Füße.

Mein Dank gilt auch meinen Freunden, die wesentlich dazu beigetragen haben, dass das Training kunterbunt war, mir oft um vieles leichter fiel, als es dies im Alleingang gewesen wäre und mit denen ich so viel lachen durfte. Danke Peter, Martin, Gerhard, Mirko, Günther, Fredi!!! Danke auch an Wolfgang, der du zum Rennen kamst.

Nach dem Rennen genoss ich es, Laufschuhe nur spartanisch zu tragen, zu hiken, zu biken, Zeit für Freude zu haben.

Der Start in die Wintersaison war dann eine große Freude. Es ist schön wieder auf Ski zu stehen, diesmal verbinde ich das Wintertraining aber auch mit Laufen. Heute z.B. werde ich erst einlaufen und dann ein paar Sprints machen. Auch Yoga mach ich gern und viel: Es gibt mir Ruhe, ich übe mich im Sein, Atmung, mehr Körperstabi, Flexibilität und Beweglichkeit sind schön zu erleben.

Schöneben, Vinschgau Cup (3,7 km & 600 Hm)

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Am 16. Dezember stehe beim zweiten Rennen des Dynafit Vinschgau Cups, Schöneben (IT), am Start. Die Strecke mit 600 Hm und einer Länge von 3,7 km ist eine tolle Herausforderung, das Rennen toporganisiert. Es gelingt mir den für mich nicht leichten – weil flachen Kurs – mit neuem Streckenrekord von 33:32 min zu absolvieren. Der riesige ,Fresskorb‘ ist eine tolle Belohnung, v.a. aber das Erleben und das schöne Miteinander in toller Atmosphäre.

Die schnellsten Herren und Damen sind:
1. Sepp Rottmoser, GER, Rosenheim, 28:10
2. Ossi Weisenhorn, IT, Martini Speed Team, 28:16
3. Andreas Reiterer, IT, Hafling, 28:45

1. Katharina Zipser, AUT, KohlaCrazy NRG Team, 33:32
2. Anna Pircher, IT, Martini Speed Team, 35:15
3. Martina Senn, CH, Berneck, 35:32

 

Skiuphill Vals (3,2 km & 632 Hm)

Der nächste Streich erfolgt noch knapp vor dem Jahreswechsel. Einmal will ich es 2016 noch wissen und starte am 30. Dezember beim Skiuphill in Vals (IT) über 3,2 km und 632 Hm, das für die Österreichische Nationalmannschaft als eines der Qualifikationsrennen für den Weltcup gilt. Ich kann ein tolles Rennen zeigen, sogar bis 300 m vor dem Ziel das Damenfeld anführen, dann hat die italienische Nationalteamläuferin Alba de Silvestro das stärkere Ende. Sie überholt mich und legt ein tolles Finish hin. Dazu gratuliere ich herzlich und bin mit meiner Leistung sehr glücklich.

Es gewinnen:
1. Philipp Götsch, IT, Bogn da Nia, 23:26.83
2. Martin Stofner, IT, 23:33.77
3. Christian Hoffmann, AUT, Fischer Sports, 24.20.96

1. Alba de Silvestro, IT, C.S. Esercito, 29:46.51
2. Katharina Zipser, AUT, KohlaCrazy NRG Team, 29:57.56
3. Elena Nicolini, IT, Brenta Team, 30:49.22

Ich bin gespannt auf 2017 und wünsche euch allen viel Freude, viele Momente, die euch richtig strahlen lassen, Freude am Sein und Tun.

Abschließend möchte ich mich bei meinen Unterstützern und Sponsoren bedanken: Danke ASICS, es war ein tolles Jahr als AsicsFrontrunner. Frankfurt war für mich DAS auch frontrunner’sche Highlight. Ich freue mich auf 2017, ganz besonders auf die Trainingswoche auf Zypern.

Danke NaturalPower: Eure Energieriegel, Getränke und Co begleiten mich auf Schritt und Tritt und geben mir Power. Danke für eine tolle Zusammenarbeit.

Danke Verivalbio: Nüsse geben dem Eichhörnchen Kraft, Speicher gilt es immer wieder zu füllen. Backen macht mir Spaß und mit Topprodukten ist es noch viel schöner. Er seid super!!!

Danke Fischer für meine schnellen Ski, Kohla für die schnellen Felle.

Danke Uvex für die gute Sicht und eine tolle Kooperation.

Danke an den TVB Paznaun/Ischgl. Ich bin stolz, Spokeswoman der Region und insbesondere des Silvrettarun 3000 zu sein. … und ich freue mich auf die nächste Auflage am 14./15. Juli 2017.

Jipiiiiii!!! 7. Platz WM Berglauf Langdistanz

7. Platz WM Berglauf Langdistanz
Ich bin zurück aus Slowenien und freu mich riesig über dieses Ergebnis!

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Copyright: Tad Davis

Die WM Berglauf Langdistanz fand heuer in Podbrdo/Slowenien statt.

 

Seit dem Winter war dieses Rennen und eine gute Performance dort mein Ziel. 42 km und 2800 Hm im Aufstieg, ebenso viele Höhenmeter abwärts auf teilweise sehr schwierigem, technischen Downhill galt es zu bezwingen.

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Team AUSTRIA

 

Erst eine Woche vor dem Rennen war es offiziell: Für Österreich gehen drei Frauen und vier Männer an den Start.

Ich bin gut vorbereitet und so gibt es während des Rennens keine großen Überraschungen, ich finde schnell in mein Tempo und kann das Rennen genießen.

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Copyright: Tad Davis. Bei km 28, nach dem ersten langen Downhill und vor dem zweiten langen, steilen Anstieg – nutsaboutrunning!!!

 

Knapp unter Porezen, als ich 2800 Hm im Aufstieg in den Beinen hatte, entstand folgendes Foto:

 

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Copyright: Karmen Klancnik. Nach knapp 2800 Hm im Aufstieg freue ich mich von Karmen Klancnik angefeuert zu werden. Herzlichen Dank für das Bild!

Ich denke, das Foto sagt mehr als tausend Worte. Freilich war es anstrengend, aber ich war tief im Herzen so glücklich, mich in MEINEM NATIONALDRESS für ÖSTERREICH auf dem WM-Kurs zu befinden und dieses Rennen absolvieren zu dürfen.

Zu diesem Zeitpunkt liege ich sogar vor der später 4.platzierten Italienerin Francesca Iachemet (links mit blauen Shirt im Bild). Im zweiten Anstieg geht es mir richtig gut. Ich merke, das ausdauerorientierte Training der letzten Zeit hat sich ausgezahlt. Das stimmt mich positiv für meine weiteren Unternehmungen.

In diesem Sinne: Ein HERZLICHES DANKESCHÖN an den FÜR MICH BESTEN Trainer der Welt Reinhard Kessler. Ich freue mich schon auf die Straßenmarathonvorbereitung und hoffe, heuer auch eine schöne Zeit auf den Asphalt zu bringen.

Im zweiten Downhill überknöchle ich leider. Ich stürze zwar nicht, aber verletze mich doch am Sprunggelenk – Bändereinriss.

Irgendwie schalte ich das aber aus und laufe noch knappe 1000 Hm abwärts Richtung Ziel.

Generell sind die 2800 Hm (nach meiner Uhr sogar 2900 hm) im Downhill stellenweise sehr anspruchsvoll und bei entsprechendem Tempo und unter Anstrengung einfach auch risikoreich. Im ersten Downhill z.B. hat man im oberen Bereich auf 3 km ein Gefälle von ca. 30 %.

Insbesondere die Italiener sind offenbar Downhill-Spezialisten. Hier (wie anderswo) habe ich noch Luft nach oben *lol*.

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Copyright: Tad Davis. Zieleinlauf 😉

Als 7. der Weltmeisterschaft überquere ich jedenfalls einfach nur überglücklich nach 4:40:09 die Ziellinie.

 

 

Ich bin überglücklich, dass ich dabei sein durfte und auch ein wenig stolz. Ich denke, das darf ich auch sein. Es ist gut so und es gibt mir Kraft und Zuversicht.

 

Ich danke dem OELV, allen voran Helmut Schmuck, für diese Chance und das Vertrauen in mich, meinen Freunden und Bekannten, insbesondere Laufkollegen fürs Daumendrücken, meinen treuen Sponsoren für die immerwährende Unterstützung und wie gesagt, allen voran meinem Trainer, für den es selbstverständlich ist, mir am Vorabend noch Mut zuzusprechen und mir zu sagen, dass er an mich glaubt. DANKE

 

Weltmeister Berglauf Langdistanz werden mit gewaltigen Leistungen Alessandro RAMBALDINI (ITA) in 3:44:52 und Annie CONWAY (GBR) in 4:29:01.

1. Annie CONWAY Annie (GBR) 4:29:01
2. Antonella CONFORTOLA (ITA) 4:29:58
3. Lucija KRKOČ Lucija (SLO) 4:30:43
4. Francesca IACHEMET (ITA) 4:37:37
5. Nicolette GRIFFIONEN (RSA) 4:39:16
6. Karin FREITAG (AUT) 4:39:54
7. Katharina ZIPSER (AUT) 4:40:09
8. Megan KIMMEL (USA) 4:40:28
9. Debora CARDONE (ITA) 4:40:43
10. Jana BRATINA (SLO) 4:40:47

1. Alessandro RAMBALDINI (ITA) 3:44:52
2. Marco DE GASPERI (ITA) 3:46:12
3. Mitja KOSOVELJ (SLO) 3:46:33
4. Tom OWENS (GBR) 3:49:34
5. Benedikt HOFFMANN (GER) 3:50:42
6. Ricky LIGHTFOOT (GBR) 3:53:30
7. Marcin SWIERC (POL) 3:53:32
8. Lukas NAEGELE (GER) 3:53:48
9. Andrew DAVIES (GBR) 3:54:39
10. Milan JANATA (CZE) 3:54:43

 

Das Abschneiden der Österreicherinnen:
6. Karin FREITAG 4:39:54
7. Katharina ZIPSER 4:40:09
33. Anita WEISS 5:29:55

17. Robert GRUBER 4:05:12
23. Andreas TOCKNER 4:13:04
50. Andreas ROIS 4:38:53
52. Daniel JOCHUM 4:42:29

Tapern für die Berglauf-Weltmeisterschaften Langdistanz ;-)

squirrel

Copyright: Slimane Ghodbane

Gestern eine nach der Österreichischen Staatsmeisterschaft im Berglauf durchaus anspruchsvolle Trainingswoche mit 129 km inkl. zwei Intervalltrainingseinheiten (Mittwoch Berg-AB-Intervalle und Freitag Berg-AUF-Intervalle) abgeschlossen und heute beginnt das Tapern!

 

Ich freue mich sehr, kommenden Samstag in Slowenien am Start stehen zu dürfen. Und , juhu, wir haben auch jeweils ein Team.

Es starten:
Karin FREITAG
Anita WAISS
Katharina ZIPSER

Robert GRUBER
Daniel JOCHUM
Andreas ROIS
Andreas TOCKNER

42,195 km gilt es unter die Füße zu bringen, inklusive 2800 Höhenmeter im Aufstieg und ebenso viele im Abstieg.

Eine Rennbeschreibung findet ihr hier

… und wir freuen uns übers Daumendrücken 😉

Ein gelungenes, fröhliches Berglaufwochenende – Österreichische Staatsmeisterschaft Berglauf 2016

05. Juni 2016

 

Gestern fand in Schladming die Österreichische Staatsmeisterschaft im Berglauf statt und am Abend ging wohl eines der schönsten Wettkampfwochenenden zu Ende, das ich bis jetzt erleben durfte.

Die Atmosphäre war einfach gewaltig. Die Organisation großartig: Von A bis Z top! Ein großes Kompliment an die Veranstalter und den ÖLV! Ich denke, so fühlt sich jede(r) BergläuferIn wohl. Zudem waren so viele Freunde und bekannte Gesichter vor Ort und es ergaben sich viele, nette, wenn auch oft viel zu kurze Ratscher. Nicht zuletzt war ich mit einer tollen Truppe unterwegs: Vom SK Rueckenwind standen drei Damen (Liudmila Uzick, Elisabeth Harrie und ich) sowie ein Herr (Franz Reiter) an der Startlinie. Zudem hatten wir mit Erich Rettenegger einen wunderbaren Betreuer dabei. Herzlichen Dank auch dafür! Fürs Anmelden, Startnummern abholen, Zimmer reservieren, Rucksack schleppen und, und, und …

Wir trafen uns Samstag Mitte bei Rueckenwind – Tirols Erste Laufsportadresse. Reinhard Kessler bot mir noch einen Kaffee an. Und während ich sonst versuche, auf Kaffee weitgehend zu verzichten, trinke ich ihn dort einfach gern. In der Fantasse schmeckt er am besten; und schon ging es zu viert los. Erich fuhr und wir ratschten und ratschten, sodass die Fahrzeit (gut 2,5 h) wie im Flug verging. Die von Erich ausgewählte Unterkunft (JUFA) war tadellos und auch mein Zimmerchen fein. Nach einem kleinen Lauf verschwand ich für ein paar Minütchen in der Infrarotkabine bzw. im Kräuterdampfbad und dann trafen wir uns auch schon zum Abendessen: Forelle mit Kartoffeln – mein Lieblingsgericht. Es müssen nicht immer Nudeln sein. – Die mag ich auch eigentlich nicht. Der LSV 1990 Kitzbühel speiste vollzählig am Nebentisch und so erfuhren wir auch da das Neueste.

Schlafenszeit. Start: Sonntag, 10:30 Uhr. Das fand ich ganz wunderbar. Wir mussten nicht extra früh aufstehen, um noch rechtzeitig zu essen, sondern konnten ganz gemütlich in den Tag starten. Und während wir uns einliefen, hatte Andreas Ringhofer als exzellenter Streckenchef alle Hände voll zu tun. Pünktlich um 10:30 Uhr fiel der Startschuss. Wie es bei uns so zugeht und wie herzhaft die spätere Vizestaatsmeisterin am Start lachen kann, seht ihr oben.

Nach 300-400m flach, klatschten wir regelrecht gegen die Wand. Die steilste Passage gleich zu Beginn. Das ist natürlich krass, aber steil ist einfach geil.

 

Die Strecke war extrem abwechslungsreich und auch anspruchsvoll, technisch aber nicht schwierig. So konnte gut und gerne in Straßenschuhen, in meinem Fall dem ASICS Gel Hyper Tri, gelaufen werden. Die Positionen bei den Frauen vorne waren gleich „aufgeräumt“. Am linken Bild in rot vor mir seht ihr Karin Freitag. Teresa Stadlober am Bild noch hinter uns, aber wie gesagt, wir befinden uns gerade auf den ersten 10 Höhenmetern, 20 sec später überholt sie uns beide und lag von da an an dritter Position. Rechts seht ihr meine liebe Vereinskollegin Elisabeth Harrie und Michaela Zwerger vom LC Villach beim Start in den Anstieg.

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Copyright: Stefan Mayer

Ich fühle mich im Rennen wohl, mir tut nichts weh, alles wunderbar und ich freue mich. Über Forststraßen, aber v.a. wunderschöne Waldwege und Steigerl geht es hinauf auf die Planai.

 

Auf der letzten Kehre lassen mich Erichs Zurufe ein letztes Mal beschleunigen und schon bin ich im Ziel. Einen Becher Cola, den Siegerinnen gratulieren und schon laufe ich zurück zur letzten Kurve, um meine Vereinskolleginnen auf den letzten Metern anzufeuern. Wir freuen uns gemeinsam hier zu sein und gehen gemeinsam auslaufen.

Als wir 30min später zurück sind, sind auch die Ergebnisse da: Wir freuen uns über den Mannschaftsstaatsmeistertitel im Berglauf.

Laufen ist oft ein Einzelsport und doch ist es wunderschön, diese Leidenschaft zu teilen, u.a. eben auch zu einem Team zu gehören, das Zusammengehören zu erleben und sich gemeinsam zu freuen. Danke, Liudmila und Elisabeth und danke Erich für die Topbetreuung!

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Der Staatsmeistertitel geht an die mehrfache Welt- und Europameisterin Andrea Mayr vor Susanne Mair und der Skilangläuferin Teresa Stadlober. Bei den Herrn geht der Titel an den erst 20-jährigen Manuel Innerhofer vom LC-Oberpinzgau vor Christian Hoffmann und Simon Lechleitner. Herzlichen Glückwunsch!

Zur Siegerehrung der Staatsmeisterschaft dürfen die ersten sechs Herren und Damen:

1. Innerhofer Manuel, LC-Oberpinzgau, 43:43,7
2. Hoffmann Christian, ATV Irdning, 44:58,1
3. Lechleitner Simon, LG-Decker Itter, 45:09,2
4. Redl Alois, ASK-McDonalds-Loosdorf, 45:22,4
5. Gärtner Lukas, LTV Bawag PSK Köflach, 46:07,1
6. Kessler Roman, LG-Decker Itter, 46:21,1

1. Mayr Andrea, SVS-Leichtathletik, 45:22,4
2. Mair Susanne, U. Raika Lienz, 50:00,0
3. Stadlober Teresa, ATV Irdning, 52:59,8
4. Freitag Karin, LG-Decker Itter, 54:03,7
5. Zipser Katharina, SK Rueckenwind, 54:53,4
6. Zwerger Michaela, LC Villach, 56:54,0

Die Mannschaftsmeistertitel gehen bei den Damen wie bei den Herrn nach Tirol: an die LG-Decker Itter (mit Simon Lechleitner, Roman Kessler und Matthias Scherl ) und uns drei Damen vom SK Rueckenwind (Zipser Katharina, Uzick Liudmila, Harrie Elisabeth).

Die vollständigen Ergebnisse findet ihr >160605_OEM_Berglauf_Schladming_Ergebnisse<.

Der Berg ruft *grins* zweimal „Sieg“

 

Für eine gute Vorbereitung auf die Berglaufsaison entschied ich mich, zwei sehr unterschiedliche Rennen ins Programm zu nehmen:

  • zum einen den Moritzberglauf bei Nürnberg (10 km & +365 Hm),
  • zum anderen den Trail de la Lesse bei Daverdisse (Wallonien, also Belgien) (25 km & +/- 1100 Hm).

Der Moritzberglauf fand am 1. Mai statt und zumal ich am Vortag noch an einer Klausurtagung in Achenkirch am Achensee zu tun hatte, bot sich dieses Rennen am Weg nach Belgien als Zwischenstopp an.

 

Moritzberglauf bei Nürnberg

Ehrlich gesagt hatte ich mir nicht allzu viel erwartet. Ein Berglauf bei Nürnberg? Ja gibt’s denn da Berge? und überhaupt … Aber die Homepage schien ordentlich. Das Rennen wurde im DLV-Kalender beworben, also wollte ich mir das anschauen.

Schon seit 1988 wird auf diesen „Berg“ gelaufen. Dass es sich bei diesem Hügel um einen Berg handelt, darauf legen die Veranstalter großen Wert. Nicht zuletzt weist man uns Starter darauf auch über Lautsprecher hin: Der Moritzberg sei über 600 m und damit ganz klar als Berg zu klassifizieren. Nun gut, vom Start konnte ich den „Berg“ nicht sehen. Die Organisation vor dem Start war super, x Personen halfen mit, gaben Startsackerl aus und erklärten meiner Begleitung ausführlich, wie man mit dem Auto in die Nähe des Zielbereiches käme. Startnummer war montiert, ich hatte mich ein klein wenig aufgewärmt und schon konnte es losgehen!

Der Startschuss fiel für mich dann etwas abrupt, sodass ich mich ungewollt an erster Position wiederfand. Gut fürs Foto *grins*

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Copyright: Daniel Decombe, publiziert auf http://www.marktspiegel.de

Der Streckenverlauf war sehr abwechslungsreich und führte uns erst auf einer Forststraße durch den Wald in die ein paar Höhenmeter höher gelegene Ortschaft Schönberg. Dort ging es zwischen den Gartenzäunen einspurig durch, ehe wir auf einer Lichtung den Kampf vom Wind angesagt bekamen. Ich lief zu diesem Zeitpunkt mit einem Mann, der sich für meinen Windschatten entschied. Als es wieder steiler wurde und auf einem Trail in den Wald hinein ging, konnte ich mich absetzen. *lach* Mit 42:45 min geht das Damenrennen mit Streckenrekord an mich.

 

 

Trail de la Lesse bei Daverdisse (Wallonien, Belgien)

„25 km kreuz und quer, auf und ab“, so hätte man das Ganze durchaus auch bezeichnen können und v.a. war und wurde dieses Rennen ein richtiger Spaß.

Hier der Link zum Race: Trail de la lesse | Plus qu’un trail, un défi!

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Danke an Asics für die Topausstattung – der Rucksack sitzt

„Les trails 40 km et 25 km seront clairement taillés pour les amoureux de DIFFICULTES, grâce à leurs dénivelés exceptionnels, leurs passages à gué et les quelques parties à travers tout.“ – ich hatte mich – wie die meisten Teilnehmer – für die 25 km entschieden und obwohl ich mir Youtube-Videos angesehen hatte, ahnte ich nicht, was mich erwarten würde.

 

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Es war warm. 28 Grad und das war gut so; denn die Lesse wurde nicht einmal gequert. Dreimal war ich bei der Querung bis zum Bauchnabel im Wasser. Es ging mehr offtrail als auf Trail und das war gut so. Freilich litt das Tempo etwas darunter und ich war glücklich, dass ich mich für meine Kompressionssocken entschieden hatte. (Meine ,Haxen‘ trügen sonst wohl die ein oder andere Erinnerungsspur.) Aber es machte sooo viel Spaß.

Die ersten vier Männer rannten mir in der ersten technischen Abwärtspassage davon. Dann war ich lange Zeit allein unterwegs. 100-200 m hinter mir ein Belgier und irgendwann war ich glücklich, als er aufschloss. Es war schon eine Herausforderung den Untergrund im Auge zu behalten und gleichzeitig nach den weiß-roten Bändchen Ausschau zu halten, die uns quer durch den Wald Böschungen und Hügel auf und ab lotsten. Wenn man erst 100 Hm diritissima den Hang hinaufgehetzt wurde, um dann Minuten später 20 m weiter wieder ausgespuckt zu werden, so blieb einem manchmal nichts anderes als tief nach Luft zu ringen. Im Nachhinein freilich denkt man anders.

Trail de la Lesse  (3)

Das Zielareal war das Motocrossareal von Daverdisse und ich war überzeugt, dass wir dort noch über Hindernisse gejagt würden. Vielleicht die einzige Enttäuschung, zumal die letzten km als die schwierigsten beschrieben wurden und ich da noch eine Überraschung erwartete. Aber irgendwie war ich auch froh, im Ziel zu sein.

Auf diesen letzten km jedenfalls – es ging recht viel querfeldein und steil aufwärts – konnte mich von meinem langen Weggefährten absetzen und noch eine halbe Minute herausholen. Wegtrinken konnte ich ihm jedenfalls nichts, denn während es auf der Strecke nur bei km 16 was zu Trinken gab – ich glaube Wasser -, wurde man ihm Ziel mit einigem belohnt.

Ich gewinne die Damenklasse deutlich – mit über einer halben Stunde Vorsprung und werde 5. Mann von 165 gestarteten.

Ein gelungenes Aktion, wie ich meine und wer weiß: Nicht ungern käme ich hierher wieder.

 

 

 

TM 5000 m, 18:32 min – Racing in running shoes again

 

23.04.2016
Nach drei Monaten verletzungsbedingter Laufpause, die ich freilich mit Tausenden von Höhenmetern auf Ski und einigen Rennen vom ersten Tag an gespickt hatte, war es am Sonntag soweit.

Tiroler Meisterschaft – 5000 m Bahn – in Schwaz

Nach knapp fünf Wochen Lauftraining musste es sein: Ein erstes Rennen.
Reinhard gab mir einen ordentlichen Schupser und etwas zerknautscht traf ich eine Stunde vor Rennstart in Schwaz ein.

Ich war mir nicht sicher, was ich auf über diese Distanz würde zeigen können und wie sich mein erstes Rennen in Laufschuhen anfühlen würde.

Konditionell bin ich in einer guten Form, denn das Wintertraining verlief 1a. Den ganzen Winter über war ich fit, einzig kurz vor der Staatsmeisterschaft im Skibergsteigen Vertical hatte mich eine Angina gestreift. Ich konnte über Monate sehr gut trainieren und hatte muskulär am Schnee nie Probleme.

Die Laufschuhe aber schnüre ich erst seit Mitte März. So war der laufspezifische Aspekt fraglich. Ich startete also mit 130 Laufkilometern – im Sinne eines Marathontrainings – in meine erste Trainingswoche. Konditionell stellte dies kein Problem dar und war keine besondere Herausforderung, aber laufmuskulärspezifisch forderte es mich am Anfang sehr.

Nun gut, was kam raus: Raus kamen 18:32 min für 5000 m Bahn und der 3. Damenrang in einem tempomäßig konstanten Rennen.

Damit bin ich fürs erste zufrieden; darauf können wir aufbauen.

… und ein erstes Ergebnis habe ich jetzt auch stehen.

 

Die schnellsten Männer und Frauen in Schwaz und gleichzeitig der Tiroler Meisterschaft waren:
1. Schwaiger Silvia, SK Rueckenwind, 1981, 17:35,89 min
2. Karin Freitag, LG-Decker Itter, 1980, 17:58,43 min
3. Katharina Zipser, SK Rueckenwind, 1983, 18:32,29 min

1. Markus Kopp, SC LT Breitenbach, 1998, 15:36,45 min
2. Wolfgang Wetscher, SK Rueckenwind, 1991, 15:44,30 min
3. Christoph Kluge, SK Rueckenwind, 1980, 16:19,67 min

Gratulation allen Läuferinnen zu ihren Leistungen insbesondere den Tiroler Meistern über 5000 m Bahn Markus Kopp und Silvia Schwaiger bei ihrem ersten Rennen nach ihrer Babypause.

 

 

Regenerationswoche mit Kohla Evolution Race zum Abschluss

13.02.2016

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Strecke: Gries – Sattelberg – Leckner
Starthöhe: 1160 m, Zielhöhe: 2114 m, Höhendifferenz: 954 m

43:54,17 min … Sieg und der Wanderpokal wohnt ein weiteres Jahr bei mir 😉

Nach dem Hecher Speed Up war etwas Müdigkeit über mich hereingebrochen und so planten wir eine Regenerationswoche ein.
Am Plan standen also zwei sportfreie Tage, lockeres Sportprogramm am Dienstag und Mittwoch, zusätzliche eine wohltuende Massage, etwas Sauna, Dampfbad und v.a. Infrarotkabine.

Ein Rennen in einer Regenerationswoche mag verwirrend klingen, aber dass ich beim Kohla Evolution Race starten wollte und würde, stand außer Diskussion. Freitag Abend beim Warm Up für das Rennen fühlte ich mich energiegeladen; hmmm, vielleicht habe ich bei den kurzen Intervallen etwas übertrieben?

Für das Rennen hatte ich mir zum Ziel gesetzt, meine Zeit vom Vorjahr (43:41,91) klar zu unterbieten. Am Start war ich zuversichtlich, dass mir das gelingen würde; denn das Training in den letzten Wochen verlief sehr gut.
Das große Ziel heißt Sellaronda und auf dieses Rennen ist momentan alles ausgerichtet. Ein entsprechendes Zwischenergebnis hätte mich mental gestärkt. Meine diesjährige Zeit von 43:54,17 ist eine gute Zeit und ich will mich darüber freuen. Aber 100% bin ich am Samstag nicht in Fahrt gekommen, v.a. nicht zu Beginn. Im Steilhang fand ich dann ins Rennen, aber da glaubte ich schon nicht mehr daran, dass mir mein Ziel aufgehen könnte, strengte mich an, aber so ganz groß war die Bereitschaft, die allerletzten Kraftreserven locker zu machen, nicht; auch hatte ich keine wirkliche Konkurrentin im Rennen, die mir eingeheizt hätte.

Jedenfalls bin ich happy, dass ich den Wanderpokal wieder ein Jahr beherbergen darf, denn den finde ich cool und wirklich schön. Er macht sich auf meinen Natursteinoptikfliesen gut, wie ich finde … und beschriftet ist er jetzt auch.

 

Bei den Herren ging der Sieg ex aequo in einer beachtlichen Zeit von 35:05,20 an David Thöni und Martin Renzler. Die beiden sind Vereinskollegen und wie mir Martin erzählt, haben sie sich wechselseitig gepusht, sodass sie beide sehr happy mit ihrem Ergebnis sind. Apropos Martin Renzler: Die Tiroler Tageszeitung hatte ihn im Bericht zu seinem Sieg letzte Woche beim Hecher Speed Up ausgebürgert. Tatsächlich ist der schnelle 24-jährige Mann Österreicher, wohnhaft in Gries am Brenner. Rennen läuft er allerdings v.a. in Südtirol.

1. David THÖNI, ASV Gossensass Ski, 35:05,20
1. Martin RENZLER, ASV Gossensass Ski, 35:05,20
3. Ivan PAULMICHL, ASV Martell, 37:22,62

1. Katharina ZIPSER, Kohla Tirol / Asics Frontrunner, 43:54,70
2. Irmi PLATTNER, ASV Gossensass Ski, 58:25,00

Der Sieg in der Hobbyklasse bis zur Sattelbergalm geht in 21:03,01 am den erst 14-jährigen Max Molzer und Katharina Alberti (25:27,10).

Die vollständigen Ergebnisse findet ihr >Ergebnisliste Kohla Evolution Race 2016<.

Herzliche Gratulation an alle Teilnehmer und ein riesengroßes Lob an die Veranstalter, die ein toporganisiertes Rennen auf die Beine gestellt haben. Die Stimmung war 1a. Sogar der Hund (siehe Foto ganz oben) hatte eine Startnummer. Die Siegerehrung erfolgte zügig und seines gleichen sucht das Rennen auch, was die Tombola betrifft. Von Kohla Fellen über Stöcke, Brillen, Essensgutscheine bis hin zu prall gefüllten Fresskörben …

Bis nächstes Jahr! Merci

Morgen heißt es fleißig arbeiten. Dienstag nehme ich mir vielleicht frei. Da würde ich gerne mal wieder ein paar Höhenmeter in Mutters klopfen gehen 😉

Sieg beim Hecher Speed Up

05.02.2016

DSC_1391.JPGHecher Speed Up – Fast ist der Name Programm, denn tatsächlich machen sich Freitag Abend 115 Racer mit rasantem Tempo und teilweise – wenn auch nicht von Beginn an, wohl aber gegen Ende hin – hängender Zunge von Grafenast Richtung Hecher auf.

Während die Starter über die kurze Distanz Kurs halten, scheren die 70 Starter über die lange Distanz nach 300 Hm links aus, fellen ab und stürzen sich in die Abfahrt.

Für mich verläuft das Rennen bis dahin gut und Abfahren ist sowieso cool! Also: Tutto gas! Ich ärgere mich etwas über meinen Helm. Leider ist er mir ein bisschen groß; zwar habe ich mir behelfsmäßig schon vor der Mountain Attack Schaumstoff hineingeklebt, aber wenn ich beim Anziehen nicht wirklich achtgebe, was ich vor diesem Rennen – in Anbetracht der Tatsache, dass die Abfahrt recht kurz ist – nicht getan habe, geht er leider etwas auf oder von meinem Schädel spazieren … Egal. Schon sind wir in der Wechselzone. Ich halte ganz rechts, meine Vacuum Base Felle von Kohla Tirol sind schnell am Ski. Marco Mattlschweiger von bikearea.at feuert uns an.

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Nuts for the squirrel

In der Wechselzone steht er direkt neben mir und ich vernehme so etwas wie: “ Im Ziel gibt’s Nüsse!“

 

Leute, das war kein Scherz! 540 Hm später weiß ich das. Zwar wird mein Sachpreis, ein Flascherl Schnaps mit Beschriftung, das ich dem für mich besten Trainer der Welt Reinhard Kessler gebracht hätte (Ich selbst trinke ja keinen Alkohol), versehentlich, weil mich die Zeitnehmer nicht ins Ziel laufen gesehen hatten bzw. bei der Erstellung der Einlaufliste ein Fehler unterlaufen war, der Zweitplatzierten ausgehändigt; ein Sackerl peaNUTS gab es jedenfalls ganz speziell für mich. Made me smile! Danke, Marco!

 

Die schnellsten drei Damen und Herren über die lange Distanz (Aufstieg 300 Hm, Abfahrt 300 Hm, Aufstieg 540 Hm)

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Tagessieger Langstrecke, Copyright: http://www.bikearea.at

  1. Katharina ZIPSER, Kohla Tirol / ASICS Frontrunner, AUT, 0:44:12,10*IMG-20160210-WA0001
  2. Stefanie KOCH-KLINGER, SC Anger, GER, 0:46:58,41
  3. Biggi STUFFER, ASV Gossensass Skialp, ITA, 0:48:06,76
  1. Martin RENZLER, ASV Gossensass – Skialp, AUT, 0:36:33,66
  2. Armin NEURAUTER, Haglöfs-Friends / union-sporthuette.at, AUT, 0:37:38,81
  3. Jörg RANDL, Haglöfs-Friends / union-sporthuette.at, AUT, 0:38:22,82

 

Über die kurze Distanz (ein Aufstieg, 540 Hm) waren am schnellsten

  1. Vivien SENN, ASV Gossensass – Skialp, ITA, 0:28:37,62
  2. Tamara AIGNER, AUT, 0:28:42,66
  3. Stefanie DE SIMONE, ITA, 0:28:57,26
  1. Daniel WILDAUER, AUT, 0:23:01,68
  2. Reinhard HURTH, AUT, 0:23:03,32
  3. Manuel ZORN, AUT, 0:23:22,08

* Die Zeit wurde mir so zugewiesen. Tatsächlich hatte ich eine hohe 44er Zeit.

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Ausgehen nach dem Rennen mit die schnellen Mander

Gratulation allen, die dabei waren und danke an die Organisatoren und auch an jene, die uns angefeuert haben 🙂

 

Samstag war dann gemütliches Spazieren mit Ski aufs Axamer Kögele 12644953_1304791102880568_128668121771700625_nangesagt und heute entschied ich mich ob des Sturmes für Indoortraining. 3 h Crossramp. Das ist nicht nur körperliches Training, sondern stellt auch eine psychische Herausforderung an mich dar *lol* Bald ist Sellaronda und Wer keine Ziele hat, hat schon verloren.

Die vollständigen Ergebnisse findet ihr hier: Langdistanz-Ergebnisliste-Hecher-Speed-Up-2015 & Kurzdistanz-Ergebnisliste-Hecher-Speed-Up-2015.