Sieg beim Hecher Speed Up

05.02.2016

DSC_1391.JPGHecher Speed Up – Fast ist der Name Programm, denn tatsächlich machen sich Freitag Abend 115 Racer mit rasantem Tempo und teilweise – wenn auch nicht von Beginn an, wohl aber gegen Ende hin – hängender Zunge von Grafenast Richtung Hecher auf.

Während die Starter über die kurze Distanz Kurs halten, scheren die 70 Starter über die lange Distanz nach 300 Hm links aus, fellen ab und stürzen sich in die Abfahrt.

Für mich verläuft das Rennen bis dahin gut und Abfahren ist sowieso cool! Also: Tutto gas! Ich ärgere mich etwas über meinen Helm. Leider ist er mir ein bisschen groß; zwar habe ich mir behelfsmäßig schon vor der Mountain Attack Schaumstoff hineingeklebt, aber wenn ich beim Anziehen nicht wirklich achtgebe, was ich vor diesem Rennen – in Anbetracht der Tatsache, dass die Abfahrt recht kurz ist – nicht getan habe, geht er leider etwas auf oder von meinem Schädel spazieren … Egal. Schon sind wir in der Wechselzone. Ich halte ganz rechts, meine Vacuum Base Felle von Kohla Tirol sind schnell am Ski. Marco Mattlschweiger von bikearea.at feuert uns an.

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Nuts for the squirrel

In der Wechselzone steht er direkt neben mir und ich vernehme so etwas wie: “ Im Ziel gibt’s Nüsse!“

 

Leute, das war kein Scherz! 540 Hm später weiß ich das. Zwar wird mein Sachpreis, ein Flascherl Schnaps mit Beschriftung, das ich dem für mich besten Trainer der Welt Reinhard Kessler gebracht hätte (Ich selbst trinke ja keinen Alkohol), versehentlich, weil mich die Zeitnehmer nicht ins Ziel laufen gesehen hatten bzw. bei der Erstellung der Einlaufliste ein Fehler unterlaufen war, der Zweitplatzierten ausgehändigt; ein Sackerl peaNUTS gab es jedenfalls ganz speziell für mich. Made me smile! Danke, Marco!

 

Die schnellsten drei Damen und Herren über die lange Distanz (Aufstieg 300 Hm, Abfahrt 300 Hm, Aufstieg 540 Hm)

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Tagessieger Langstrecke, Copyright: http://www.bikearea.at

  1. Katharina ZIPSER, Kohla Tirol / ASICS Frontrunner, AUT, 0:44:12,10*IMG-20160210-WA0001
  2. Stefanie KOCH-KLINGER, SC Anger, GER, 0:46:58,41
  3. Biggi STUFFER, ASV Gossensass Skialp, ITA, 0:48:06,76
  1. Martin RENZLER, ASV Gossensass – Skialp, AUT, 0:36:33,66
  2. Armin NEURAUTER, Haglöfs-Friends / union-sporthuette.at, AUT, 0:37:38,81
  3. Jörg RANDL, Haglöfs-Friends / union-sporthuette.at, AUT, 0:38:22,82

 

Über die kurze Distanz (ein Aufstieg, 540 Hm) waren am schnellsten

  1. Vivien SENN, ASV Gossensass – Skialp, ITA, 0:28:37,62
  2. Tamara AIGNER, AUT, 0:28:42,66
  3. Stefanie DE SIMONE, ITA, 0:28:57,26
  1. Daniel WILDAUER, AUT, 0:23:01,68
  2. Reinhard HURTH, AUT, 0:23:03,32
  3. Manuel ZORN, AUT, 0:23:22,08

* Die Zeit wurde mir so zugewiesen. Tatsächlich hatte ich eine hohe 44er Zeit.

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Ausgehen nach dem Rennen mit die schnellen Mander

Gratulation allen, die dabei waren und danke an die Organisatoren und auch an jene, die uns angefeuert haben 🙂

 

Samstag war dann gemütliches Spazieren mit Ski aufs Axamer Kögele 12644953_1304791102880568_128668121771700625_nangesagt und heute entschied ich mich ob des Sturmes für Indoortraining. 3 h Crossramp. Das ist nicht nur körperliches Training, sondern stellt auch eine psychische Herausforderung an mich dar *lol* Bald ist Sellaronda und Wer keine Ziele hat, hat schon verloren.

Die vollständigen Ergebnisse findet ihr hier: Langdistanz-Ergebnisliste-Hecher-Speed-Up-2015 & Kurzdistanz-Ergebnisliste-Hecher-Speed-Up-2015.

 

 

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Yeah! 3. Dame MOUNTAIN ATTACK MARATHON und fastest Austrian

15.01.2016 Mountain Attack – Start über die MARATHONDISTANZ

I ❤ MARATHON

Dass mein Herz für Marathon und Berge schlägt, ist längst kein Geheimnis

… und so war nach der in meiner Erinnerung nur positiv besetzten Sellaronda 2015 die Mountain Attack ein schönes Ziel.

 

Präambel oder so
Da ich am ersten Mai in Salzburg die Staatsmeisterschaft Marathon laufen möchte, versuche ich das Lauftraining mit dem Training auf den Skiern zu kombinieren; neben der Arbeit keine leichte Herausforderung, aber mit guter Organisation und viel Willen geht einiges. Danke an dieser Stelle an meinen immer engagierten, flexiblen Trainer Reinhard Kessler!

Mein erster Test auf Schnee in Vals hatte mich positiv gestimmt; dass ich mich dort in der Zugluft auf der Hütte von Viren umtänzeln ließ und es mich über Silvester ins Bett katapultierte, freute mich weniger. Naja, ich bin kein großer Fan von Silvester und Schießerei, mir macht das eher Angst und so war es zumindest aus diesem Blickwinkel keine Tragödie.

Österreichischen Meisterschaft im Vertical, Muttereralm / Innsbruck
Ich erhole mich recht schnell, will ich doch am 9. Jänner bei der Österreichischen Meisterschaft im Vertical auf der Muttereralm, meinem Heimrennen quasi, zeigen, was ich kann. Als vierte Dame über die Ziellinie zu laufen mit 1min 6sec Rückstand auf die mehrfache Welt- und Europameisterin Andrea Mayr und um 17sec am Podest vorbeizuschrammen, ist sicher kein schlechter Auftritt, aber gab Blech.

 

MOUNTAIN ATTACK
Hektische Tage vor dem Rennen
In der Woche vor der Mountain Attack fahre ich etwas mit dem Training herunter.
Ich will ausgeruht am Start stehen, außerdem ist noch eine ganze Reihe an materiellen Fragen zu klären.

  • Ein paar schlaflose Nächte hatte es mich gekostet und einen Berg Euronen, aber ich habe aufgerüstet … und besitze nun auch einen Carbonschuh. Entgegen den im Internet ausgeforschten Angaben zur Sohlenlänge ist mein neuer Schuh nur wenige mm kürzer als der alte, Umbohren unmöglich, Basteln für ein Uphillrennen denkbar (Danke an Peter Ledermaier – PELE Sport – für deine Überlegungen und deine Zeit, die du dir in diesem Zusammenhang für mich genommen hast), für ein Rennen mit rasanten Abfahren wohl riskant.
  • Ich brauche einen neuen Ski und in letzter Sekunde montiert mir Sport Wolf darauf die Bindung von meinem Trainingsski. Danke, Sport Wolf, für euer Engagement!
  • Wilfried kauft zwei Tage vor dem Rennen – als ich schon ein wenig nervös bin – eine neue Brille, um mir diese für das Rennen zu leihen. Emmm, ich habe auch diese im dritten Anstieg verloren … aber alles der Reihe nach!

Raceday
Um 9:30 Uhr treffen wir uns mit Armin Neurauter, der auch heuer wieder bei der Sellaronda mit mir im Mixed Team am Start stehen wird, beim Gefängnis. Keine Angst: Er parkt dort nur sein Auto und wir fahren gemeinsam nach Saalbach. Startnummern werden abgeholt, ein Teller Spaghetti verdrückt …
… und während Armin sich auf seine Weise vorbereitet, stehe ich um 13 Uhr mit den Skiern am Fuße des Schattbergs um mir eine Schattberg-Strategie zu überlegen: Kurze Harscheisen? Lange Harscheisen? Keine Harscheisen? Ski am Buckel? Nach einem Gespräch mit Thomas Koller – Danke für deine offene und hilfsbereite Art! – entscheide ich mich wie er für die Variante ‚Tragen‘. Zwar hätten die langen Harscheisen gut gegriffen, aber was, wenn über mir jemand rutscht, dann segle ich rücklings 400Hm mit ins Tal. „Mit den Skiern am Buckel“, so Thomas, „bist du wendiger und du bist doch Läuferin!“

Start, 16:00 Uhr
Ich hatte mich im Startblock recht weit vorne ganz außen rechts eingefunden.
Pünktlich setzen sich knappe 1000 Ausdauersportler, in vieler Augen verrückte, mit Skiern und Stöcken in der Hand in Bewegung. Es gilt aus dem Ort hinaus zu laufen und nach etwa 500 Laufmetern die Ski auf den Schnee zu werfen, in die Bindung einzusteigen und anzugasen.

Genau das mache ich: Ich komme am Start sehr gut weg, werfe meine Ski vor dem Bogen auf den Schnee und will los.
Da rufen mir zahlreiche Zuschauer etwas zu, ich höre irgendwas mit „Fell“ blicke auf meine Ski und kann es nicht glauben. Mein Fell hatte sich bereits zur Hälfte gelöst und war voll mit Schnee. Wie das passieren konnte? Ich weiß es wirklich nicht! Ich muss sehen, dass mir nicht die Tränen in die Augen steigen, denn nun muss ich abfellen, Rucksack öffnen, ein anderes Fell herausholen, auffellen und ich weiß, hier sind alle Starter noch knapp beisammen, auch der Großteil der Hobbysportler wird die ersten 600 Meter schnell bewältigt haben und an mir vorbeimarschieren. Ich versuche ruhig zu bleiben, mich zu konzentrieren und begebe mich in die Aufholphase. Ich muss mich damit abfinden, dass es etwas dauern wird, bis ich an die Position vorgelange, an der ich glaube, richtig zu sein. Einen Sprint einzulegen, wäre äußerst unklug. Die Überholmanöver kosten viel Kraft, aber ich fühle mich fit und gehe meinen Schritt.

Schattberg
Den Schattberg bewältige ich gemäß geplanter Strategie. Ich erlebe den Schattberg als steil, aber finde ihn nicht so schlimm, wie mir in zahlreichen Horrorgeschichten (nicht selten mit dem Zusatz: „Der Zwölfer ist noch schlimmer“) erzählt wurde.
Ps.: Ich wähle praktisch immer die steile Variante.

Schlimmer für mich ist, dass ich zwar einen Liter Flüssigkeit am Buckel im Rucksack trage, dass mir der Schlauch aber, obwohl ich mich bemühe, ihn direkt am Körper zu führen, eineist. Ich habe also zu Trinken am Buckel, aber nichts zu trinken.

Dies passiert – wie ich später erfahre – auch anderen. Da ich aber außer zweimal im Tal nichts zu trinken bekomme, ist es im dritten Anstieg hart. Maltodextrin und damit flüssige Energie stünde im Rucksack bereit … stattdessen hebe ich eine Dose vom Boden im Aufstieg auf, in der Hoffnung, darin noch Flüssigkeit zu finden. Ich hätte davongetrunken, „wurscht, wer reingesabbert hat“!!!

Der dritte Anstieg auf den Reiterkogel zieht sich, dann die letzte Abfahrt ohne Brille (denn diese hatte ich am Checkpoint 4 verloren) und schon rausche ich Richtung Ziel, auf den letzten Metern skate ich und überhole noch einen Mann. Reinhard sagt, ich muss Schlusssprint üben 🙂

Im Ziel werde ich von Moderation und ORF empfangen, es folgt das Zielfoto mit den zwei megastarken Italienerinnen: Raffaella Rossi, die Zweitplatzierte aus den Jahren 2013 und 2014 siegt vor Corinna Ghirardi, die 2015 mit Francesca Martinelli die Damenwertung der Sellaronda dominiert hatte. Ich bin überglücklich neben diesen megastarken Damen am Podium stehen zu dürfen und ja, ich freue mich!

3. Dame MOUNTAIN ATTACK MARATHON 2016

Es war steil, aber vorallem megaGEIL! I will be back!!!

… und danach:
… eine lange Heimfahrt bei Schnee nach Innsbruck. Um 3 Uhr im Bett … So sind wir am Samstag gemütlich 650 Hm mit Skiern spaziert, ich habe gut gegessen und gestern konnte ich gesellige 2400 Hm mit Stefan Keim gehen, wobei wir auch Susanne Mair getroffen haben, Mario Herburger und Wolfi Meister … Immer wieder die selben Verdächtigen!
Fein ist es bei uns in Tirol!

Herzlichen Glückwunsch allen Sportlern, Freunden und Kollegen zu ihren tollen Leistungen! Ganz besonders natürlich meinem ‪#‎kohlatirolproteam Kollegen Armin Neurauter zum 2. Gesamtrang auf der Tour!

Schöner Auftakt in die Wintersaison 17. SKIUPHILL Vals/Jochtal 30.12.2015

Ein glückliches Neues Jahr euch allen!2016 einläuten

Silvester habe ich krank verschlafen, auf Raketen und Co lege ich allerdings sowieso keinen Wert. Das Jahr 2015 aber konnte ich sportlich erfreulich in Vals im Jochtal beenden und der Schlaf über die Jahre hat gut getan; so konnte ich gestern schon wieder ein leichtes Training absolvieren.

Höhendifferenz 632 mt – Länge 3200 mt – 30:31:00 min das die Fakten

Auf das Rennen aufmerksam macht mich Bernhard Haller, als wir am Stephanitag nach 3000Hm bei Espressi gemütlich am Hoadl in der Sonne sitzen. Coole Sache, wie ich finde, und wenn sich eine Fahrgemeinschaft findet, sprich ich nicht allein nachts dorthin muss (was ich nicht so mag), so würde ich dort gerne starten.

Gesagt getan: Raimund Vogelsberger, Bernhard Salcher, Jimmy Bodner und Bernhard Haller sind fix dabei und Vorort treffen wir viele bekannte Gesichter.

Im Startareal tummeln sich Rennhungrige. Einige Rennen mussten aufgrund des Schneemangels abgesagt werden, so war der Ansturm hier groß und v.a. der Rennhunger entsprechend.

Vom Start weg geht es im Grunde über drei Anstiege hinauf. Für mich ein ungewohnt kurzes Rennen, sicher aber ein gutes Tempotraining. In 30:31:00 erreiche ich hinter den italienischen Nationalteamathletinnen Alba De Silvestro (29:50.53 Streckenrekord!) und Elena Nicolini (30:18.34) als Dritte gesamt das Ziel. Bei den Herren geht der Sieg in 23:41.72 an Philipp Götsch.

2015 Skiuphill Vals.png

http://www.sportdimontagna.com/skialp/skiuphill-2015-rio-pusteria-bz-0

Damen:
1. Alba DE SILVESTRO, ASD DOLOMITI SKIALP 29:50.53
2. Elena NICOLINI, BRENTA TEAM 30:18.34
3. Katharina ZIPSER, KOHLA TIROL 30:31.00

Herren I 1996-2015:
1. Jakob SIEDLER, RENNTEAM ALPBACHTAL 27:31.64
2. Michael WOHLGEMUTH, ALPIN SPEED SARNTAL 29:25.68
3. Markus THALER, ALPIN SPEED SARNTAL 29:31.57

Herren II 1981-1995:
1. Philipp GÖTSCH PHILIPP, BOGN DA NIA 23:41.72
2. Martin STOFNER, LASPORTIVA MOUN.ATT. 23:57.38
3. Federico NICOLINI, BRENTA TEAM 24:10.89

Herren III 1963-1980:
1. Urban ZEMMER, BOGN DA NIA 23:47.66
2. Filippo BECCARI, BELA LADINIA 25:16.99
3. Dario STEINACHER, BOGN DA NIA 26:14.98

Herren IV 1900-1962:
1. Mario HERBURGER, RC OBERPERPUSS 30:29.21
2. Paul PICHLER, BOGN DA NIA 31:46.74
3. Peter WOBER, RC OBERPERFUSS 31:55.73

 

Die vollständigen Ergebnisse findet ihr >hier<.

Next stop SPECKJAGERN

SellaRonda Skimarathon – (m)ein Winterhighlight

1. Mixed Team SellaRonda mit Armin Neurauter

1. Mixed Team SellaRonda mit Armin Neurauter, Foto: http://www.sportograf.com

20. März 2015
18 Uhr – Start der SellaRonda: Dieses Rennen, dieser Tag: ein Ziel, ein Traum und im Ziel ein Traum …

4 Pässe, 2800 Hm, 42 km

Um technische Gebrechen möglichst zu vermeiden, bereite ich mich gewissenhaft vor. Ich bin froh, im Vorfeld an vier kleinen Rennen teilgenommen zu haben.

  • In Mutters habe ich gelernt: das Heelcover oder ,Cover of Hell‘ muss vor dem Start kontrolliert werden. Es darf nicht zu locker sein, sonst rastet mein Schuh im Aufstieg ein und ich etwas … emm… aus.
  • und bei meinem ersten Rennen mit Abfahrten an der Zugspitze habe ich gelernt, dass auch 100 Jahre Psychotherapie aus einem untherapierten (i.e. nie gewachselten) Schi mit 60000 Hm am Buckel keine Rennmaschine machen.

    … Nur so am Rande: Kennt ihr das? Das Pinguinprinzip? …
    Auch gesehen habe ich, wie viel Zeit ich beim Wechsel verlieren kann. In Ehrwald bin ich zwar sehr schnell die ersten 300 m mit Schiern in der Hand gerannt, kam dann aber nicht gleich in die Bindung. Das hat mich locker 30 sec gekostet. Auch beim Abfellen und Wieder-Auffellen erkannte ich meinen Lernbedarf, habe diesen ernst genommen und in den zwei Wochen bis zur SellaRonda ernsthaft daran gearbeitet. Nicht zuletzt meinen Schuh wie Jörg Randl mit Permanentmarker angemalt etc.


Armins Bericht ist gestern online gegangen.
(Zum Lesen einfach auf Armins Bericht klicken). Er schreibt, ich wäre seiner Meinung nach etwas nervös gewesen. Das ist wirklich lieb ausgedrückt. Ich war meganervös und dem Zufall wollte ich sowieso nichts überlassen. Am Vortag habe ich mit meiner durchsichtigen Billigbrille noch indoor kurze Intervalle geklopft, um zu testen, ob die Gläser, für die ich extra einen Anti-Fog-Spray gekauft hatte, anlaufen würden. Lacht nur! – Indoor taten die Gläser das nicht, bei der Sella im ersten Anstieg hingegen schon … Egal, ich lief und fuhr ohne Brille. Das war aber auch schon das einzige technische Gebrechen. Auch die Getränkeauswahl, die an der Labe ausgeschenkt würde, brachte ich vorab in Erfahrung, hatte aber auch eine Trinkblase am Rücken.

Kaffeegerl in der Sonne

Kaffeegerl in der Sonne

Ich hoffe, ich habe Peter Wobers, Mario Hörburgers und Armins Nerven mit meiner Nervelei nicht allzu strapaziert. Ich denke, mit meinem Racehandy war ich hart an der Grenze. *lol* Ich fand es großartig, mit euch dreien anzureisen und die Schlussvorbereitungen gemeinsam zu absolvieren. Und das Speisen in der Sonne Wolkensteins war sowieso ein Traum. Danke für die Geduld, die ihr mit mir hattet. Während Armin schreibt, für ihn wollte die letzte Stunde einfach nicht vergehen, begann ich mich um 16:50 Uhr zu fragen, warum die Leute schon mit Helm und Ski am Rucksack durch die Gegend und zum Start rannten. Wir standen mit Markus Testor und Co zusammen und haben gequatscht. Mir tat es gut, zu wissen, dass noch Zeit war, wir aber 100 % startklar waren.

SellaRonda Strecke 2015

SellaRonda Strecke 2015

Um 17:30/40 Uhr begeben wir uns langsam an den Start. Zweiter Startblock, zweite Reihe, rechts. Um 18 Uhr geht es pünktlich los. „Stöcke hoch“, die Devise und 1200 Rennhungrige machen sich auf die Reise.

Wir kommen sehr gut weg. Armin erst neben, dann schräg vor mir. Es ist gar nicht so einfach, hier zu zweit beisammen zu bleiben. Als wir so einigermaßen auf Spur sind und sich der erste Rennstress gelegt hat, nimmt mich Armin an die Leine. Eigentlich war das für etwas später geplant, aber es macht Sinn, hier ein etwas höheres Tempo zu gehen, um uns im Feld zu platzieren. Als Team wollen wir unsere gemeinsame Maximalleistung abrufen. Wir gehen ganz rechts. Gerade zu Beginn ist es gar nicht so einfach, vernünftig voranzukommen. Stöcke und Schi tummeln sich. Ich konzentriere mich. Wir ziehen vielfach den sichereren Weg dem direkten und schnelleren vor.

Wechselzone ... Foto: http://www.sportograf.com

Wechselzone … Foto: http://www.sportograf.com

Der erste Wechsel am Grödner Joch geht zack zack und wir stürzen uns in die erste Abfahrt. Knapp vor Corvara verfahre ich mich etwas. Im Glauben, es ginge links weiter, schieße ich in besagte Richtung, um dann festzustellen, dass wir nach rechts müssen. Wir verlieren etwas an Tempo für das folgende Flachstück, aber kriegen noch die Kurve. Auch das erste Auffellen klappt einwandfrei und so befinden wir uns wieder im Aufstieg. Das Feld hat sich mittlerweile etwas gezogen, dafür ist die Strecke schmäler. Stöcke und Schi zwischen Armin und mir gilt es zu handeln.

Über den Passo Campolongo geht es nach Arabba. Beim Auffellen dort klebt mein Fell nicht mehr. Ich werde etwas unruhig, aber Armin meint bestimmt: „Weg, weg, weg!“ und ich nehme das zweite Fell, das auch für den vierten Anstieg dann noch wunderbar klebt. Über das Pardoi Joch geht es nach Canazei. Die Kommunikation zwischen Armin und mir verläuft 1a. Wir sind ein super Team und ich bin glücklich, mit ihm auf dieser Reise zu sein.

In Canazei erleben wir eine gewaltige Stimmung; viele, viele Zuschauer, die uns weiterpushen. Wir machen uns in den letzten Anstieg, der sich ganz schön zieht. Irgendwann sagt Armin: „Noch 200 Hm“. Ganz schön lange Meter… Wir kämpfen uns hinauf und ich strahle innerlich, auch wenn wir beide keuchen. „Gleich gibt’s Pastaparty“, meint Armin und ich: „Erst Pasta, dann Party“. Ich glaube, wir schmunzeln beide und dann konzentrieren wir uns wieder.

In der Abfahrt vom Sellajoch ein zweiter kleiner Schnitzer – ähnliche Situation wie in der ersten Abfahrt. Faktisch im Tal gilt es noch ein paar Meter zu skaten, bevor wir nach 3:46:11 als erstes Mixed Team und gesamt 46. Team die Ziellinie überqueren. Ein großartiges Gefühl! Wie sehr hatte ich mich auf diesen Tag gefreut! … und ich wusste warum.

Danke, Armin, dass du dich mit mir auf diese Reise begeben hast. Es war mir eine Ehre, sportlich und menschlich!

Danke auch an alle, die mir in letzter Zeit Mut gemacht haben. Danke Jimmy, Jörg und Dieter für die gemeinsamen Trainings. Danke an Markus für die Labe auf der Mutterer Alm, danke Jakob für die Tipps.

Es gewinnen bei den Herren ex-aequo mit neuem Streckenrekord in 3:04.40 Anton Palzer/Demiano Lenzi und Michele Boscacci/Lorenzo Holzknecht sowie bei den Damen in 3:52.05 ebenfalls mit neuem Streckenrekord Francesca Martinelli/Corinne Ghirardi. Die Mixed-Wertung geht an uns, Katharina Zipser/Armin Neurauter in 3:46.11.

Die vollständigen Ergebnisse findet ihr hier:
Ergebnisse Overall
Ergebnisse Herren
Ergebnisse Damen
Ergebnisse Mixed Teams
Ergebnisse Uphill
Ergebnisse Downhill

Und hier noch ein tolles Erinnerungsvideo bzw. diese Version, die mir fast irgendwie besser gefällt

Ohne Wurst und ohne Speck hat das Leben auch ’nen Zweck – Harschbichl-Rennen, 6. Auflage

Foto: Markus Adelsberger

Foto: Markus Adelsberger

06.03.2015
Das Speckjagern am Donnerstag am Innsbrucker Hausberg, dem Patscherkofel, hätte seinen Reiz gehabt. Der Veranstaltungsname übte – sicher nicht nur auf mich – einen gewissen Reiz aus; ließ mich an
„Ohne Blumen, ohne Träume, ohne schöne Purzelbäume,
ohne Wurst und ohne Speck, hat das Leben keinen Zweck“ (Verfasser unbekannt)
denken.

Laktat-raus-spazieren *lol*, Foto: Marian Staller

Nächtliches Laktat-raus-spazieren *lol*, Foto: Marian Staller

Schlussendlich aber erschien es mir Donnerstag Abend nach der Arbeit inkl. Vorlesung am Nachmittag zu stressig. Mir zumindest war das zu viel Hektik und zudem wurde ich auf das Harschbichl-Rennen (950 Hm, 4,15 km) in St. Johann am Freitag aufmerksam. – Eine schöne Alternative.

Und auch wenn wir (Marian, Klaus und ich) uns nach der Siegerehrung und Tombola talwärts massiv verfahren haben, so habe ich doch einen großen Teil meiner Kindheit, insbesondere der Ferien, in St. Johann verbracht und bin wohl unzählige Male dort schifahren gewesen; zuletzt zu meiner Verteidigung aber wohl vor mind. 15 Jahren *lol*

Fabio, Maci und Sebastian, Foto: Kurt Rapira (musste ich klauen...)

Maci, Fabio und Sebastian, Foto: Kurt Rapira (musste ich klauen…)

Jedenfalls hat das Rennen und das ganze Drumherum sehr viel Spass gemacht. Auch meine Mum ist zum Start gekommen.
Danke an Marian fürs Mitnehmen nach St. Johann. Mit Marian und Klaus war die Fahrt per se schon quasi ein Sideevent. Gratulation zu euren Leistungen!

Ganz großes Kino war die Teilnahme der fünf Nachwuchs-Racer. Maci und Fabio Rapira, Sebastian und Andreas Mayer sowie Adrian Eckhart haben in ihren Racesuits nicht nur super ausgesehen, sondern sind auch gewaltig schnell den Harschbichl rauf gerannt (Maci 1:03:14,3, Fabio 1:03:59,4, Sebastian 1:09:48,3). Gratulation, Jungs!

Die Rennklasse gewinnen:
1. Georg Egger, Mountainshop Hörhager, 38:25,8
2. Stefan Fuchs, Itter, 39:23,6
3. Marian Staller, Rock’n Roll Mountain, 40:51,7

1. Katharina Zipser, SK Rueckenwind, 45:49,6
2. Verena Lechner, Bäckerei Hirzinger, 48:43,8
3. Bernadette Deisenberger, Cerro Torre, 54:24,6

Foto: Marian Staller

Foto: Marian Staller

Pastaparty, Siegerehrung, Tombola auf der Harschbichlhütte. – Eine Veranstaltung mit Herz – Danke

Die vollständigen Ergebnisse findet ihr hier: Ergebnisse Harschbichl-Rennen 2015

Tagessieg beim 2. Ehrwalder Zugspitzlauf *i gfrei mi*

28.02.2015 
Mein erstes Rennen mit Abfahrt

Hier der Streckenplan

Hier der Streckenplan

Zur Auswahl stehen drei Rennvarianten: Rennklasse mit 2 Abfahrten (Gesamtaufstieg ca. 950 Hm, Gesamtabfahrt ca. 670 Hm), Tourenklasse mit einer Abfahrt (Gesamtaufstieg ca. 520 Hm, Abfahrt ca. 240 Hm) und Hobbyklasse (Gesamtaufstieg ca. 340 Höhenmeter, Abfahrt ca. 60 Höhenmeter).

Harald lässt sich zu seinem ersten Schitourenrennen überreden, er holt mich ab und wir fahren gemeinsam hin. Wobei: War es ,überreden‘? Ich denke, er war überzeugt; v.a. im Nachhinein … Es wird nicht sein letztes Rennen sein und es hat Spaß gemacht.

Ich starte in der Rennklasse. – Schließlich möchte ich das Auf- und Abfellprozedere im Rennen erleben und Erfahrungen sammeln. Das tue ich und ich nehme einiges mit für weitere derartige Rennen:

Der Start erfolgt in Ehrwald auf 1000 m. Mit den Schiern in den Händen laufen wir ca. 250 m bis zum Sunracer (Talstation Sessellift). Als vierte des Gesamtfeldes werfe ich meine Schi in den Schnee. Ich habe große Schwierigkeiten beim Einsteigen in die Bindung und verliere Zeit … bleibe aber ruhig. Als so ziemlich Letzte laufe ich endlich los. Ein Zuschauer spricht mir Mut zu „Jetzt aber! Hop!“ Ich laufe los und mache einige Plätze rasch wieder gut. Erst flach und nur im mittleren Teil etwas steiler geht es hinauf zur Bergstation der Wettersteinbahn auf ca. 1500 m.

Final Skating

Final Skating *lol*

Ich reiße die Felle herunter und bin mit meiner Abfahrt zufrieden – bis es flach wird (Ziiiiiiiehweg): Kann mir jemand meine Schi wachseln??? *oooooooooo* Ein Mitstreiter überholt mich, hat schon fast Mitleid mit mir … und mit meinem Gewicht bringe ich es auch schwerlich auf ein hohes Tempo im Flachen. Endlich geht es wieder vernünftig abwärts – zur Wetterstein Talstation auf ca. 1070 m.

2. Ehrwalder Zugspitz Tourenlauf - Ziel Die Felle hätte ich auch etwas ordentlicher zusammenlegen können … Ich entwirre sie mühsam – die Uhr tickt – , dann felle ich wieder auf und weiß, jetzt muss ich nur noch Gas geben. Ich bin fast etwas erleichtert. *lol* Höchster Punkt ist neuerlich die Bergstation der Wettersteinbahn (auf ca. 1500 m). Abfellen, Felle in die Felltaschen und ab die Post. Für das Flachstück bemühe ich mich, ordentlich Schwung mitzunehmen. Diesmal geht es nach dem Ziehweg nicht mehr links weg ins Tal, sondern rüber zur Gamsalm. Die letzten 20 Hm zur Alm lege ich im Skatemodus zurück. Ziel!

Siegerehrung - 2. Ehrwalder Zugspitz Tourenlauf

Siegerehrung – 2. Ehrwalder Zugspitz Tourenlauf


Der Tagessieg geht an Markus Huber in 50:26,2 und mich in 54:01,3 min. Ich freu mich! Tolles Rennen, toporganisiert! – kann ich nur weiterempfehlen!

Zwei Tassen Tee und eine Suppe in der Hütte. Die Männer sind belustigt. Ja, das Biertrinken ist nicht meines. Ich steh dazu. Prost!

Schöne Siegerehrung, tolle Tombolapreise und Abfahrt ins Tal auf Irrwegen. Wir verfahren uns. – Oder drücken wir es anders aus: Wir beenden die Tour im wahrsten Sinne des Wortes als Rundtour. Über Felder und Zäune – hat Spaß gemacht!

I gfrai mi, dass i da war - DANKE

I gfrai mi, dass i da war – DANKE

Run Happy! Sweet dreams

Die Vollständigen Ergebnisse findet ihr hier: Ergebnisse 2. Ehrwalder Zugspitz Tourenlauf

„Sie lebt noch“ – Sieg in 44:34 (850 Hm) aufs Pfriemesköpfl (7. Schitourenaufstiegsrennen Mutterer Alm / Pfriemes Köpfl, Polizeisportverein Tirol)

30.01.2015
Zum dritten Mal starte ich gestern beim Rennen aufs Pfriemes Köpfl ausgetragen vom Polizeisportverein Tirol. Mein drittes Skitourenrennen – eigentlich schon witzig … Rueckenwind – Tirols erste Laufsportadresse sponsert für das Rennen alljährlich einen Preis und so hat mich Reinhard, der mich ja trainiert, vor zwei Jahren zum ersten Mal hingeschickt.
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Wirklich eine sehr schöne Veranstaltung: Das Rennen mit Start um 16:30 Uhr, das „Zsammsitzen“ und das leckere Essen bei Markus auf der Mutterer Alm, Gummibärchen und Co als Tombolapreise und eine zügige Siegerehrung, sodass wir anschließend um 20 Uhr schon im Dampfbadl weilen …

Schade nur, dass es heuer so einige Parallelveranstaltungen gibt und die Gästeklasse überschaubar ist …
Eine Zeit von 43 min hatte ich mir in den Kopf gesetzt. Da Laufen in meinem Leben momentan sagen wir in karolingischen Minuskeln geschrieben wird, habe ich unvergleichlich mehr Hm gemacht. Keine 100000 wie so manch anderer, aber doch einige, sodass ich mir sicher bin, dass 43 min eine realistische Zielzeit für mich ist. Mein einziges Bedenken vorab ist der harte und damit rutschige Schlusshang zum Pfriemes …
Dass sich eine 43er Zeit aber schon 150 m nach dem Start von mir verabschieden würde, damit hätte ich als allerletztes gerechnet.

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Start um 16:30, pünktlich: Die Rennklasse mit Ziel am Pfriemes Köpfl (850 Hm) gefolgt von der gut besetzten Hobbyklasse, die bis zur Muttereralm (650 Hm) läuft, setzt sich in Bewegung. Es geht um die erste Kurve. Danach wird es kurz flach und *patsch*, komisch … was war los?

Mein linker Schuh hatte in der Bindung eingerastet. Ich lasse einen lauten Schrei los, schimpfe wie ein Rohrspatz. Spätestens jetzt war allen Polizisten um mich herum klar: Sie lebt noch. – Aber gefragt war eigentlich mein Reaktionsvermögen … Ich bücke mich, erkenne das Problem, da läuft mir links einer (… den ich ganz klar unwissentlich behindert hatte) über den Stock. Diesbezüglich hatte ich Glück: Stockbruch wäre ja auch noch eine super Sache gewesen.

Ich muss also den Schi ausziehen, das Klapperl hinten runterlegen, Schi wieder anziehen und Meter machen. Raimund wundert sich schon über meinen Verbleib. Es dauert bis ich aufschließen kann. – Die 35 sec, die ich über meiner angestrebten 43er-Zeit am Konto stehen habe, wohl schon. Aber wie heißt es so schön: Start ist hier, Ziel ist dort. Wari, hatti, tati ist nicht.

Ich versuche mich zu konzentrieren und laufe immer rechts der Piste entlang bis zur Mutterer Alm. Unter der Mutterer Alm geht es rechts vorbei und dann in den abschließenden Steilhang. Wir haben ca. die Mitte des Hanges erreicht, da kommt uns Jörg Randl (36:37), der Tagesschnellste, schon entgegen. Auf geht’s: Die letzten Meter: 44:34. Mein Ziel – und da bin ich eben so – verfehlt, aber 1 min schneller als 2014 und gewonnen habe ich auch wieder. 🙂

Die ersten drei der Rennklasse:
1. Katharina Zipser, 44:34,5
2. Theresa Farbmacher, 52:35,2
3. Tamara Unterberger, 57:36,4

1. Jörg Randl, 36:37,4
2. Stefan Klotz, 38:41,1
3. Franz Waibl, 40:00,3

Ich werde mich jetzt ein bisschen um meine Technik kümmern und weiterhin Höhenmeter sammeln. Morgen geht’s von der Karlskirche auf den Glungezer.

Am 20. März ist SellaRonda. I gfrai mi!

Sieg beim Pölventrail – Österreichische Meisterin im Speedtrail

05.10.2014

Da guckst du ...

Da guckst du … Copyright: Sportograf

Vergangenen Sonntag fand in Söll die erste Österreichische Meisterschaft im Speedtrail, ausgetragen im Rahmen des Pölventrails, der dritten Etappe der Tour de Tirol, statt. – An dieser Stelle sei vorab Hannes Wille vom Veranstaltungssponsor Scott aufs Herzlichste gedankt, der mir eine so kurzfristige Teilnahme noch ermöglichte.

Am Vortag reiste ich gemeinsam mit Daniel Ressmann von der Firma Triout an, wir genossen einen feinen Abend organisiert von Scott mit vielen anderen Läufern bei herrlicher Pasta im AufdaMühle und nächtigten im Hotel Alpenschlössl.

Copyright: Winfried Stinn, http://www.laufreport.de (s.u.)

Dass in dieser Nacht ebendort auch eine Hochzeit gefeiert wurde, tat dem Wochenende keinen Abbruch: Ohrstöpsel rein und Stirnband (ohne das man mich eh kaum kennt …) auf und schon schlief ich tief und fest.

Der Startschuss fiel um 9:30 h. Wieder einmal traf ich so viele bekannte Gesichter, dass für vernünftiges Einlaufen keine Zeit blieb. Die Temperaturen waren ideal. Ich konnte vom Start weg die Führung im Damenfeld übernehmen und fand gut ins Rennen. Nach wenigen Metern Asphalt führte uns die 23 km lange Strecke auf Terrain, wie es des Trailrunners Herz höher schlagen lässt. Rund um den Pölven galt es 1250 Hm bergauf und 1250 Hm bergab auf schmalen Pfaden und Wegerl zu laufen. 2 km Asphalt, der Rest ,Natur pur‘! – Den Organisatoren sei ein großes Lob ausgesprochen, die mit einer großartigen neuen Streckenführung heuer ein tolles Trailrennen (bzw. eine tolle dritte Etappe der Tour de Tirol) ins Leben gerufen haben.

Beim Bad Häringer Steinbruch über die Zeitmessung. Copyright: Sportograf

Beim Bad Häringer Steinbruch über die Zeitmessung. Copyright: Sportograf

Eine anspruchsvolle, aber an allen Stellen laufbare Strecke, führte uns auf schmalen Wegerl vorbei am Bad Häringer Wasserfall und dem Steinbruch. Zwar zog sich das Starterfeld rasch in die Länge, einsam war man aber nie und zahlreiche Zuschauer und viele, viele Helfer trugen das ihre dazu bei, dass dieses Rennen zu einem schönen Erlebnis wurde.

Um den Pölven ...

Um den Pölven …

Trailrunningschuhe, deren Profiltiefe am Start kontrolliert wurde, waren nicht ohne Grund Pflicht. Blätter, Wurzeln, steile Downhills … forderten Trittsicherheit und Konzentration.

Dass ich von diesem Lauf auch ein schönes Erinnerungsfoto haben wollte, wurde mir da beinahe zum Verhängnis.

Nicht gerade im Schneckentempo lief ich auf Andreas Auer vom Laufteam Breitenbach zu, der das Rennen in einer schönen Abwärtspassage fotografisch festhielt. Ja, beim Laufen gibt es keine Haltungsnoten und dennoch …  Ich richtete meinen Blick auf ihn, wollte freundlich in die Kamera grinsen (danach fühlte ich mich ja auch) und schon merkte ich, wie sich eine Wurzel mir vor die Füße warf. Ich stürzte nicht, ein Kuss blieb dem Baumstumpf aber nur knapp verwehrt. Ich stieß mich von ebendiesem ab, um rasch weiter zu laufen. Die Fotos sind Zeugnis dieser Rennepisode.

2014 Poelventrail 11 2014 Poelventrail 5 2014 Poelventrail 2
2014 Poelventrail 1
Copyright: Andreas Auer

Immer wieder wiesen einen Zuschauer auf bevorstehende besonders rutschige oder steile Passagen hin bzw. erklärten einem in den Bergaufpassagen, dass es gleich wieder flacher und leichter zu laufen wäre.

Copyright: Bernie Manhard

Copyright: Bernie Manhard

Eine rundum positive Rennkulisse. Anstiege und Downhills wechselten sich in einem angenehmen Rhythmus ab. 3 km vor dem Ziel ging es über ein Feld und vorbei an dem Hotel, in dem wir genächtigt hatten. „Leider nur noch 3 km“ hieß es dort auf einem Schild. Ich glaubte, von nun an auf der Straße Richtung Ziel laufen zu müssen, auch das wäre ok gewesen und ich vernahm schon die Musik aus dem Zielareal, doch es kam besser: Die Streckenplaner hatten sich wirklich Mühe gegeben und es ging noch einmal vorbei an ein, zwei Höfen, dann auf Asphalt. Ab hier war die Straße dann gesäumt mit Zuschauern, die mich ins Ziel fliegen ließen. Nach 2:06:53,9 h überquerte ich die Ziellinie und das innere Lächeln war gewiss nicht geringer als die Freude, die mir ins Gesicht geschrieben stand. Cola im Ziel, dazu Lebkuchen; und damit steht fest: Weihnachten wird heuer nicht entfallen.

Ergebnisse Pölventrail Herren & Damen

Copyright: Sportgraf

Copyright: Sportgraf

1. Stefan Paternoster, AUT, Team Scott Österreich, 1:42:18,2
2. Robbie Simpson, GBR, Salomon Trail Team GB, 1:47:31,3
3. Gerd Frick, ITA, Team Scott International, 1:47:45,6
1. Katharina Zipser, AUT, SK Rueckenwind, 2:06:53,9
2. Tímea Merényi, HUN, Salomon Hungary, 2:12:38,0
3. Kathrin Götz, SUI, Scott, 2:14:15,5

Stefan Paternoster und ich kürten uns somit zu Österreichs ersten Speedtrail Meistern.

Gratulation allen Finishern, insbesondere den Finishern der 3-tägigen Tour de Tirol, und selbstverständlich den großen Toursiegern
Simpson, Robbie (GBR) vom Salomon Trail Team Great Britain in 5:33:15,3 vor Gerd Frick (ITA, Team Scott International) und Ralf Birchmeier (SUI, LAC TV Unterstrass) sowie
Merényi, Tímea (HUN) von Salomon Hungary in 6:39:18,0 vor Simona Staicu (HUN, Team Scott International) und Tanja Amiet (SUI, TV-Längasse Bern).

Ich bin *Running happy* – und freu mich auf viele weitere tolle Trails (mit und ohne Start- und Ziellinie) und ja, ich komme wieder 🙂

Die vollständigen Ergebnisse findet ihr >hier<

Weitere Berichte findet ihr hier:
Runnersworld.de
Laufreport.de
WilderKaiser.Info
Trailrunning.de

Racing again – oder so ähnlich: Eine verletzungsbedingte Laufpause hat ihren Preis

… aber was zählt, ist DIE FREUDE AM TUN

Seit knapp 2 Wochen laufe ich wieder; das zunehmend schmerzfrei und das ist schön!

Danke an Hannes Wimmer für Foto

Danke an Hannes Wimmer fürs Foto

… und wie Thomas auf Facebook schon festgestellt hat: „Da strahlt sie wieder!“ – Ja, so ist es. Ich bin NUTSABOUTRUNNING – das steht jetzt übrigens auch auf meinem Radtrikot *lol* – und freu mich, dass es wieder aufwärts geht. Auch, wenn es gestern mit der angepeilten Zielzeit bei weitem nicht geklappt hat, ich weiß, es kommen wieder flottere Tage und schön war es gestern allemal!

Ich hatte das erste Mal die Ehre, einem Edelhasen hinterher zu hoppeln. Ausgemacht war das schon lange. – Eigentlich kam uns die Idee schon Anfang Sommer, als Günter und ich erkannten, dass die Tiroler Meisterschaft im Rahmen des Innsbrucker Nightrun ausgetragen würde und er als vernünftiger Läufer wohl eine Woche vor seinem Saisonhöhepunkt auf der HM-Distanz keine persönliche Bestzeit mehr anpeilen sollte, wohl aber mir zu einer verhelfen könnte. Freilich hatte ich damals von einer anderen Endzeit geträumt; ja, die schien zu diesem Zeitpunkt auch nicht unrealistisch, aber es kann eben einiges passieren … und so zog ich mir einen hartnäckigen Erguss unter der Kniescheibe zu. Bei jedem potenziellen Laufschritt schlug bildlich gesprochen der Blitz in mein Knie ein. Ich bin hart im Nehmen – wer mich kennt, weiß das – und geh nicht selten über den Schmerz, aber da musste mir Reinhard keine Laufpause mehr verordnen.

Ich pausierte bzw. führte mein Cervelo aus und freundete mich – wenn auch nicht ganz freiwillig – mit dem Crossramp im Studio an. Bei der österreichischen Bergmarathonmeisterschaft ging ich dennoch an den Start. Schließlich war ich Titelverteidigerin. Das waren aber auch die einzigen Laufkilometer im August. Bergauf ging es noch, da bin ich ja eine Weinbergschnecke, aber im Flachen und abwärts war es mäßig lustig.

Gestern war es glücklicherweise anders, wenn auch nicht 100%. Ich hatte in den letzten Wochen nicht wenig trainiert, aber eben nicht in Laufschuhen; wusste nicht genau, was möglich sein würde und wir setzten uns eine 1:21h zum Ziel. Das laufspezifische Training fehlte, konditionell nicht auf Hochtouren, der Schritt verletzungsbedingt noch etwas unrund … Ich versuchte meinem Edelhasen hinterher zu hoppeln. – Die erste Runde waren wir zwar noch im Soll, aber uns beiden war klar, dass das Ziel für heute das Ziel sein würde. – Für Zeitziele wird es andere Rennen geben. Dass Günter aber weiterhin vor mir lief, Verständnis zeigte und mich motivierte, freute und freut mich sehr. Ich weiß das zu schätzen und habe innerlich gestrahlt. Da lief jemand für mich, vor mir und mit mir. Auch zu wissen, dass sich jemand ehrlich mit mir gefreut hätte, ist schön; An der Strecke standen ein paar Freunde: Christin, die uns jede Runde aufs Neue zu pushen versuchte, sogar meine Physiotherapeutin, die die letzten Wochen mit mir sprichwörtlich alle Hände voll zu tun hatte …

Copyright: Sportfoto Walter Andre

Copyright: Sportfoto Walter Andre

Es wurden 1:25:11h. Damit belegte ich hinter Susanne Mair und Karin Freitag den 3. Platz bei der Tiroler Meisterschaft. Günter wurde sogar noch Tiroler Meister in seiner Altersklasse (quasi im regenerativen Dauerlauf) und unsere Männermannschaft mit Wolfgang Wetscher (Vizemeister) (1:13:35), Robert Koprivnik (1:19:43) und Matthias Leitner (1:21:41) holte sich den Tiroler Mannschaftsmeistertitel über die HM-Distanz.

Die vollständigen Ergebnisse findet ihr hier

Österreichische Vizemeisterin im Bergmarathon – Mit einem Lächeln über die Ziellinie

1min to go - Foto: Andreas Wiesinger

1min to go – Foto: Andreas Wiesinger

Gestern, 10.08.2014, fanden in Kainach, in der Steiermark, die Österreichischen Meisterschaften im Bergmarathon (44 km & 1800 Hm) statt.

Zu dritt reisen wir SK Rueckenwind-ler (Andreas Wiesinger, Christian Bair und ich) am Samstag von Tirol an: 6:45 h Fahrzeit – Kainach ist nicht gerade ums Eck. Aber wir haben es fein. – Wir sind eben ein cooler Verein. Danke, Andreas, fürs Mitnehmen: „Voi nett!“.
Wir nächtigen in einem etwas schrägen Hotel 20 min vom Start entfernt: Niemand an der Rezeption; die Schlüssel für die Zimmer liegen auf. Hier hat man noch Gottvertrauen. Am Vorabend das übliche Carboloading: Andreas verdrückt zwei Teller Spätzle, Christian und ich bleiben der Pasta treu; dazu einen Salat mit Kürbiskernöl. So kommt auch das Eichhörnchen in mir auf seine Rechnung.

ca- km 30. Foto: Josef Feller

ca- km 30, kurzer Gegenanstieg. Foto: Josef Feller

Start um 9 Uhr. Das ist human und fein: So können wir bis fast 7 Uhr schlafen.
Im Startareal treffen wir auf viele bekannte Gesichter. Ich fühle mich wohl und fiebere dem Start entgegen.

Der Startschuss fällt etwas abrupt. Karin und ich sind irritiert, waren wir doch gerade noch beim Ratschen. Das Feld setzt sich in Bewegung. Es geht los. Ich laufe bewusst ruhig an: 44 km und 1800 Hm, zwar keine ungewohnte Distanz für mich – bin ich doch in den letzten 30 Tagen viermal eine derartige Distanz im Renntempo gelaufen – der Respekt aber bleibt; auf 44 km kann viel passieren …

Heute ist es für meinen Geschmack ziemlich heiß, das Tape an meinem linken Knie löst sich bereits nach ca. 3 km. Ich bin zugegebenermaßen für einen Moment besorgt, sollte dieses doch mein Knie etwas entlasten. Es muss auch so gehen. – Das ist Kopfsache und es geht auch so.
Bis km 6 laufen wir auf Asphalt, dann wechseln sich Wald- und Wiesenwege mit einigen steilen Zwischenanstiegen ab. Bei km 14 laufen wir durch die erste Zeitnehmung; für die Staffelläufer erfolgt hier der erste Wechsel.
Wäre ich nicht Tirolerin würde ich sagen, es folgte ein steiler ,Steig‘ bis zur Roßbachalpe. – Naja, jedenfalls gelingt es mir hier in der Steigung ein paar Männer stehen zu lassen und mich von ,meiner Gruppe‘ zu lösen. Das hat Vor- und Nachteile, denn nun muss ich vermehrt nach der Wegmarkierung Ausschau halten. Bei km 17 erreichen wir bereits den höchsten Punkt (1790 m).

Zieleinlauf - RUNNING HAPPY; Foto: Josef Feller

Zieleinlauf – RUNNING HAPPY; Foto: Josef Feller

Nun ein kurzer, steiler Abstieg, wie ich es mag. Konzentrieren ist angesagt; kaum wird es technisch wieder einfach, verfalle ich in einen Tagtraum. Das Ergebnis: Ich stolpere über einen Stein, eine Wurzel oder was weiß ich was, und liege da – wie ein Käfer. Der rechte Oberschenkel ist ramponiert. Ich wische die Erde ab – Der Boden ist feucht, hatte es doch am Vortag, wenn auch nur kurz, aber doch stark geregnet – und laufe weiter.

Zweite Staffelübergabe bei km 27, 5 – Zuschauer und wartende Staffelläufer feuern mich an. Das motiviert. Es geht auf unterschiedlichem Untergrund abwärts: auf Forststraßen, kurzen, teils rutschigen Steigerl, über (teilweise steil abfallende) Wiesen und zwischendurch erwarten uns herzhafte Gegenanstiege.
Etwa bei km 30 stehen Helmut Schmuck und Josef Feller. Danke vielmals an dieser Stelle für die tollen Fotos und dafür, dass wir mit dir und dem erfolgreichen LG Decker Itter Team am Abend heimfahren durften. Das war super, kurzweilig und fein!

Zwar bin ich insgesamt mit meinem Rennen zufrieden, auf den letzten Kilometern hätte ich aber etwas mehr Gas geben können. Hier habe ich leider etwas Zeit liegen gelassen. Die finalen 2 km tragen zu Recht den Kosenamen ,Sadistenschleife‘. Hießen sie nicht bereits so, ich hätte sie nicht anders bezeichnet.

Österreichische Meisterin und Österreichische Vizemeisterin. Foto: Josef Feller

Österreichische Meisterin und Österreichische Vizemeisterin. Foto: Josef Feller

In der letzten Kurve erwartet mich eine Schar fröhlicher Kinder, setzt sich in Bewegung und begleitet mich mit der Österreichischen Fahne ins Ziel.

44 km, 1800 Hm: 4:16:24 meine Zeit, damit werde ich Österreichische Vizemeisterin. Ich bin RUNNING HAPPY, gratuliere von Herzen Karin Freitag zu ihrem verdienten Sieg und ihrer grandiosen Zeit und gönne mir eine Cola. Veronika Limberger wird Dritte und wir bekommen einen wunderschönen Strauß Blumen.

Herzliche Gratulation zum Österreichischen Meistertitel an Karin Freitag (LG Decker Itter) und Thomas Unger (Team Vegan.at).

Zur Siegerehrung der Österreichischen Meisterschaft im Bergmarathon 2014 dürfen damit:
1. Karin Freitag, LG Decker Itter, 4:00:48.46
2. Katharina Zipser, SK Rueckenwind, 4:16:24.60
3. Veronika Limberger, LC Waldviertel, 4:25:11.34
4. Maria Frei, X-Trim ASKÖ Zeltweg, 4:39:22.10
5. Michaela Schwarzenbach, Aufi und Owi Sport Wieland, 4:43:23.26
6. Karin Augustin, MSC Rogner Bad Blumau, 4:49:27.95

1. Thomas Unger, Team Vegan.at, 3:42:14.76
2. Robert Gruber, Kolland Topsports Gaal, 3:44:09.43
3. Martin Pogelschek, Kelag Energy, 3:49:42.05
4. Jesse Muray, LG Wien, 3:51:20.15
5. Stefan Schriebl, LTV BAWAG PSK Köflach, 3:53:13.86
6. Hubert Pfeifenberger, Kolland Topsports Gaal, 3:53:26.65

Siegerehrung. Foto: Josef Feller

Siegerehrung. Foto: Josef Feller

Ganz herzliche Gratulation an die Tiroler Mädels der LG Decker Itter (Karin Freitag, Andrea Knapp & Stephanie Schatz) zum Österreichischen Mannschaftsmeistertitel!
Gratulation auch an meine Vereinskollegen Andreas Wiesinger (4:31:57.56) und Christian Bair (5:13:47.37) – Es war mir eine Ehre und Freude, mit euch unterwegs sein zu dürfen – und allen Lauffreunden und Finishern zu ihren tollen Leistungen!

Die ersten drei Plätze der im Rahmen der Österreichischen ebenfalls ausgetragen Tiroler Meisterschaft gehen an:
1. Karin Freitag, LG Decker Itter, 4:00:48.46
2. Katharina Zipser, SK Rueckenwind, 4:16:24.60
3. Andrea Knapp, LG Decker Itter, 5:39:41.63
bzw.
1. Eddy Raul de Leon Solano, LG Decker Itter, 4:15:05.53
2. Andreas Wiesinger,SK Rueckenwind, 4:31:57.56
3. Christian Bair, SK Rueckenwind, 5:13:47.37

Ich freu mich schon auf die Österreichischen Meisterschaften im Bergmarathon 2015!
RUNNING HAPPY

Die vollständigen Ergebnisse findet ihr hier.