2017 Rückblick Teil 1: bisher und weiter Verrückt nach Laufen

2017 bis jetzt

Es ist Zeit, ein bisschen zu schreiben. Für euch, aber v.a. für mich. Erinnerungen verblassen und beim Lesen alter Posts erlebe ich Erinnerungen wieder. Kennt ihr das?

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Quelle (Spruch): unknown

Ich schreibe eigentlich sehr gerne. Leider aber lässt die Zeit es selten zu. Ich gehe einem Vollzeitberuf nach, der mich sehr fordert, trainiere mit Spaß und Engagement; ja und dann möchte ich auch noch etwas entspannen, soziale Kontakte pflegen, essen und schlafen. Kann mir mal wer sagen, warum dieser Tag nicht 36 Stunden hat??? 

Meine Wintersaison beende ich heuer sehr früh. Ich verzichte auf einen Start bei der Sellaronda zugunsten eines frühen Straßenmarathons und bereue es nicht 🙂

 

Vorbereitung Vienna City Marathon (VCM)

2016/17 glaube ich, den Winter durchlaufen zu können. Bis Jänner sieht es gut aus. Ich laufe also auch im November und Dezember. Der Winter ist mild und etwas Schnee stört mich beim Laufen nicht.

Etwa 3 Mal pro Woche  laufe ich und peppe mein Training mit Skibergsteigen und etwas Langlaufen auf. Die Abwechslung ist schön. Ich genieße das. Aufgrund einer Achillessehnenentzündung muss ich im Jänner dann aber doch eine kleine Laufpause einlegen. Auf Ski starte ich bei der Mountain Attack Marathon 2017 (3100 Hm) und werde in 3:14:07 beste Österreicherin. Das Stockerl verpasse ich bei sehr starker Skibergsteigerkonkurrenz als vierte knapp.

Als harte Einheiten dienen bis in den Frühling ein paar weitere Rennen auf Ski. Ich starte beim Marmot Evolution Race (930 Hm, 3,5 km) und hole mit einem dritten Tagessieg den Wanderpokal zu mir nach Hause. Hecher Speed Up (850 Hm: erst 300 Hm rauf, dann 300 Hm Abfahrt, dann 550 Hm rauf) macht mir aufgrund der kurzen Zwischenabfahrt auch recht viel Spaß und so bin ich auch heuer dabei.

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Hecher Speed Up, Foto: Veranstalter

Ab Februar trainiere ich allerdings praktisch nicht mehr auf Ski. Die ein oder andere coole Tour mit meinem Bergbuddy Wolfi mach ich, aber das Training findet wieder fokussiert in Laufschuhen statt. Das letzte Rennen auf Ski und auch mein letzter Ausflug in den Schnee ist dann das Harschbichl-Rennen (950 Hm, 4,2 km) am 3. März. Bei einem geplanten Marathon am 23. April wird es jetzt Zeit, die Ski zu verstauen.

 

Im März laufe ich 630 km. In diesem Monat absolviere ich auch das erste Trainingslage meines Lebens: eine Woche Zypern, vgl. Bericht Trainingslager Zypern 2017.

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Foto: Hubert Morawetz

Insbesondere der März und der April sind auf Marathonvorbereitung ausgelegt.

Konkret sieht mein Marathontraining für den VCM mehrere längere Einheiten die Woche zwischen 90 min und 2:15/2:30 h vor. Schnelle Einheiten reduzieren sich weitgehend auf x-mal 1 km oder 2 km Marathontempo mit Ein- und Auslaufen. Mit diesem Grundkonzept fahre ich gut. Von entsprechenden Einheiten erhole ich mich schnell. Lange Tempoläufe kommen in meinem Training hingegen praktisch nicht vor. Vor dem Frankfurt-Marathon 2016 habe ich zudem noch einige morgendliche „Koalaläufe“ die Woche absolviert: Ich bezeichne mit diesem Terminus Joggingrunden, die der reinen Bewegung dienen und nicht länger als 30 min dauern. „Tempo“: maximal langsam. Für diese Einheiten habe ich in der VCM-Vorbereitung, die beruflich einfach auch sehr stressig ist, praktisch keine Zeit. Für meinen Herbstmarathon möchte ich diese Einheiten wieder einbauen, denn sie haben mir bisher sehr gut getan und waren eine ideale Vorbereitung auf das eigentliche Training nach der Arbeit.

 

Vienna City Marathon (VCM) oder Marathon, schöner geht nicht

Die letzten Kilometer des Vienna City Marathon waren emotional die bewegendsten meines Läuferlebens. Dieses Strahlen im Gesicht – das eigene – auf meinen letzten Metern Richtung Ziel: Ich selbst werde es nicht vergessen.

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Kronenzeitung, 24.04.2017

Ich entscheide mich recht kurzfristig für einen Marathonstart in Wien und sollte es nicht bereuen. Übernachtet habe unmittelbar in der Nähe des Starts. Vorab bin ich recht nervös. Der Vortag ist mit Technicalmeeting und Co dann doch auch ziemlich hektisch und so entscheide ich mich, am Vorabend allein in Ruhe eine Kleinigkeit zu essen. Sicherlich hätte ich gerne Freunde und Bekannte gesehen, aber ich halte es für klüger, mir Ruhe zu gönnen und mich zu fokussieren.

Sonntag, Renntag: Ich jogge mit meinem Kleiderbeutel einen km bis zum Startareal. Es ist frisch, v.a. bläst – wie vorhergesagt – ein starker Wind, der uns auch im Rennen zu schaffen machen würde. Die BetreuerInnen der kenianischen TopläuferInnen versorgen ihre Athletinnen mit einer extrem fetten Creme. Damit sollen sie sich diese Bauch und Beine, insbesondere Oberschenkel eincremen. Sie bieten mir etwas davon an. – Muss ich mir merken. Ich glaube, die Creme hilft tatsächlich etwas gegen Kälte und Wind . Ich laufe kaum ein, lediglich ein bisschen hin und her, auf und ab.

Dann geht es an den Start. Meine anvisierte Zeit ist 2:43 hoch bis 2:44:59; das bedeutet eine Pace von 3:52-54 min/km. Auch Karin Freitag ist am Start und hat mit Alexander Weiß einen Tempomacher dabei. Sie erklärt, 3:50 min/km oder knapp darunter anlaufen zu wollen. Zu schnell für mich: Ich plane alleine zu laufen.

Kurz vor dem Start meint Karin, sie würden den ersten km locker angehen. Der Wind erscheint mir stark – Windschatten ein absoluter Vorteil. Ich laufe also mit der entstehenden Gruppe mit. Mit 18:59 gehen wir bei 5000 m durch. Reinhard Kessler, mein Trainer, erstarrt vor seinem PC. Das entspricht einer Pace von 3:48 min/km und ist für einen Marathon etwas schnell für das „Fräulein Zipser“. Auch das „Fräulein Zipser“ erkennt das und lässt die Gruppe laufen.

Allerdings merke ich bald, dass der Gegenwind insbesondere in diesem Abschnitt recht stark ist und laufe das Loch wieder zu. Sicher eine Risikoentscheidung. Irgendwann ca. bei km 8 kommt Karin zu Sturz. Ich bin damit führende Österreicherin, der BMW fährt neben mir … Es ist ein grausiges Gefühl, denn ich weiß zu diesem Zeitpunkt nicht, ob Karin sich ernster verletzt hat. Hinter mir die Marathonmeute, ich seh nichts … Ich laufe weiter: Von da an aber gegen den Wind und nicht so flott. Bei km 10 höre ich Alexanders Stimme von hinten, der Karin die Zwischenzeiten durchsagt. Ich bin erleichtert und erkundige mich bei Karin nach ihrem Befinden. Soweit scheint alles ok. Die beiden laufen an mir vorbei. Ich habe zwischenzeitlich meine eigene Pace gefunden und lasse sie ziehen. Die beiden fortan immer in Sichtweite.

Insbesondere zwischen km 15 und 20 verliere ich etwas Zeit (5 km: 19:51 min). Es ist windig; damit muss ich mich abfinden und mein Tempo meine Ressourcen anpassen. Bei der Halbmarathonmarke gehe ich mit 1:22:02 durch. Insbesondere in Hinblick auf die Verhältnisse – der Wind ist im Alleingang kein angenehmer Zeitgenosse – bin ich zufrieden und versuche das Tempo konstant zu halten. Meine 5km-Zeiten entwickeln sich wie folgt: 00:18:59, 00:19:13, 00:19:19, 00:20:12, 00:19:51, 00:20:03, 00:20:26, 00:20:22 und die 2,195km 00:09:03. Die Verpflegung an den Laben funktioniert 1a. Für jede Labestelle habe ich eine Flasche angerührt mit Power Plex Energy Transmitter und etwas Iso Fit Sport Mango für den Geschmack vorbereitet. Zwischen km 32 und 35 komme ich Karin merklich näher und ich überhole sie etwa an der 35km-Marke. BMW, Motorrad, ORF, Rad etc. der VCM-Organisation begleiten mich. Für mich ein unglaubliches Gefühl.

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Foto: Wilhelm Lilge

Ich merke, dass ich gefilmt werde und genieße es. Die Leute am Straßenrand feuern mich an.

Auf der langen Zielgeraden aber schon vorher kann ich meine Freude nicht mehr unterdrücken. Muss ich auch nicht – Ich DARF genießen! Ich reiße die Arme in die Höhe, winke, freue mich!

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Eine Bestzeit geht sich heute nicht aus. Aber ich weiß, ich zeige ein für mein Vermögen gutes Rennen. Diese letzten Meter werde ich sicherlich nie vergessen.

Danke, VCM 🙂

VCM Ziel.pngIm Ziel genieße ich und bleibe bis auch die letzte Läuferin die Ziellinie überquert. Die große Sushiplatte abends habe ich mir redlich verdient.

 

Erholung und Landes- und Staatsmeisterschaft Berglauf

Die nächsten anstehenden Wettkämpfe sind vier Wochen bzw. sechs Wochen später die Landesmeisterschaften Berglauf, auf die Hohe Salve/Rigi (21. Mai) sowie die Staatsmeisterschaften Berglauf am 4. Juni im Zuge des 33. Internationalen Muttersberglaufes (8,46 km, 1180 hm).

Auf alles kann man sich – oder zumindest ich mich nicht – mit gleich viel Fokus vorbereiten. Mein nächstes großes Ziel ist die Weltmeisterschaft im Ultra-Trail am 10. Juni über 49 km und 2900 Hm up & 2900 Hm down. Ich regeneriere also nach dem Marathon und bereite mich dann darauf vor.

Ein spezifisches Training für reinen Berglauf und eine entsprechend kurze Distanz ist nicht möglich. Mit meinen Ergebnissen bei der Landes- und Staatsmeisterschaft bin ich zufrieden.

Bei der Landesmeisterschaft werde ich hinter einen starken Karin Freitag (54:10.0) und Susanne Mair (55:39.5) in 56:07.7 dritte Dame. Gemeinsam mit meiner Vereinskollegin Elisabeth Harrie freue ich mich über den Landesmeistertitel Mannschaft.

Für die Staatsmeisterschaft über 8,46 km mit 1180 hm zeige ich als 5. Dame aus dem Training heraus eine solide Leistung und bin im Hinblick auf die WM eine Woche später zuversichtlich. Gerade gegen Ende des Rennens merke ich, dass ich noch Körner habe und kann meinen Abstand verringern. Die Ausdauer scheint zu passen.

  1. Mayr Andrea, SVS-Leichtathletik 54:07,1
  2. Hauser Alexandra Kolland Topsport Gaal 1:00:11,1
  3. Freitag Karin LG-Decker Itter 1:00:29,4
  4. Mair Susanne Union Raika Lienz 1:00:54,0
  5. Zipser Katharina SK Rueckenwind 1:01:32.2

Für Elisabeth Harrie und mich gibt’s den Vizestaatsmeistertitel in der Mannschaft.

Vereinskollege Thomas Roach wird Vize-Staatsmeister. Grande!

  1. Innerhofer Manuel, LC Oberpinzgau 47:38,3
  2. Roach Thomas, SK Rueckenwind 49:24,6
  3. Seibald Manuel, LTV Köflach 49:29,3
  4. Schumi Bruno, LAC Klagenfurt 50:01,1
  5. Lechleitner Simon, LLZ Tirol 50:18,6

 

WM Ultra-Trail – Trail World Championships, Badia Prataglia, Italien

49 km, 2900 Hm up & 2900 Hm down heißt die Devise bei der Weltmeisterschaft im Ultra-Trail.
 5:41:06 nach dem Start erreiche ich das Ziel und werde 27. Dame bei dieser WM. In der Mannschaft erreichen wir Platz 5 (mit Sandra Koblmüller Platz 9 und Sibylle Schild Platz 46)

AsicsCyprusFun&Sun – 226 km zwischen Sonne und Meer

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Foto: Hubert Morawetz

20 Tage trennen mich von meinem vierten Straßenmarathon.

Nach einer Top-Woche mit Asics auf Zypern geht es langsam in den Feinschliff, damit meine Füße am 23. April flotte 42,195 km glücklich zurücklegen.

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Eine Woche war ich auf Zypern. Seit Ewigkeiten wieder einmal eine Woche frei – eine Woche Trainingslager – das erste meines Lebens. …

Ungewohnt für mich, für das Training wirklich Zeit zu haben. Kein Stress, keine Hektik! – Da passieren 226 km deine Fußsohlen und du merkst es gar nicht 😉 

Eine bunte Gruppe an Asics Frontrunnern und Squads verbringt eine Woche zusammen im Coral Beach Resort. Schwimmen, Fitness, Yoga, Trailrunning, RR waren im Angebot …

Verführerisch, ich radle ja z.B. auch sehr gerne! – Da ich mich momentan in der finalen Marathonvorbereitung befinde, versuche ich mich auf das für mich im Moment Wesentliche zu konzentrieren: Laufen, Regenerieren und dabei Freude haben. Yoga mache ich selbstverständlich, das tut mir immer sehr gut. Und ich liebe es einfach: das Meditative, das Erleben, das Spüren, das Fühlen, das bewusste Bewegen … Auch fürs Dehnen habe ich auf Zypern ungewohnt viel Zeit. Meine Relaxroll kommt zum Einsatz. Aber während in einem Monat bei nutsaboutrunning Trail wieder groß geschrieben wird – wenn ich mich dann spezifisch auf die WM in Italien vorbereite – habe ich in Zypern v.a. km gespult: schnelle, lockere und langsame. Wirklich flach waren sie eh nicht. Ich hoffe, sie waren qualitativ. Es waren schon zugegebenermaßen etwas viele im Vergleich zu dem, was ich während einer Arbeitswoche eben laufe, aber ich fühlte mich gut beim

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Foto: Hubert Morawetz

Training.

Besonders genossen habe ich die Einheiten mit Bernadette und Hubert, mit Thomas, Silvia und Bernard. Danke für diese schönen Kilometer, das gemeinsame Lachen und Freudehaben!

DANKE auch an all die anderen, die Orga Tobias & Judith Heinze, Jan Erik & Andrea und dem ganzen bunten Asics-Haufen, der diese Woche unvergesslich gemacht hat.

Der finale Morgenlauf am Samstag vor dem Abflug war ein toller Abschluss einer Superwoche!

Ich bin sehr dankbar, diese Woche auf Zypern mit so vielen lieben Menschen erlebt haben zu dürfen. Yeah!

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Saisonabschluss 2016: Marathon Frankfurt 2:45:56 und erste Rennen auf Schnee

2016 war ein sehr erfolgreiches Sportjahr für mich und ich hatte viel Freude und bin sehr dankbar für alles, was ich erleben durfte.

 

Mainova Frankfurt Marathon

Mit dem Marathon in Frankfurt am 30. Oktober konnte ich mir einen kleinen, großen Traum erfüllen.

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Nach 2:45:56 überquere ich glücklich, gesund und mit einem ehrlichen Strahlen, das aus meinem tiefen Herzen kommt, die Ziellinie im Festsaal.
Der Marathon an sich – das Rennen – war aber quasi nur das Tupferchen auf dem i, das ein tolles Marathonerlebnis abrundete. Dem eigentlichen großen Tag ging eine tolle, sicher anstrengende Vorbereitung voran, an die ich mich gerne erinnere. Es bereitet mir Freude, Ziele zu verfolgen, für diese zu arbeiten, mich auch manchmal zu quälen; dies ist vor allem deshalb schön, weil das Herz immer an Bord ist und ich immer weiß, warum ich es tue. Einem Nicht-Läufer dies zu erklären, ist manchmal nicht einfach, aber jeder der für etwas brennt, egal was es ist, kann es auf seine Weise verstehen.

Besonders schön war die Marathonvorbereitung auch, weil ich einen tollen Trainer habe, der mich – so glaube ich – mittlerweile sehr gut kennt, der mein Training gewissenhaft begleitet und unzählige halbe Hühner im Vorfeld des Marathon mit mir verspeiste. Mein großer Dank gilt in diesem Sinne Reinhard Kessler, der im Übrigen mit Erich Rettenegger das beste Laufsportgeschäft betreibt. Die Herren wissen einfach, welcher Schuh auf welchen Fuß passt, ein nicht von diesen Herren approbierter Schuh kommt mir nicht an meine Füße.

Mein Dank gilt auch meinen Freunden, die wesentlich dazu beigetragen haben, dass das Training kunterbunt war, mir oft um vieles leichter fiel, als es dies im Alleingang gewesen wäre und mit denen ich so viel lachen durfte. Danke Peter, Martin, Gerhard, Mirko, Günther, Fredi!!! Danke auch an Wolfgang, der du zum Rennen kamst.

Nach dem Rennen genoss ich es, Laufschuhe nur spartanisch zu tragen, zu hiken, zu biken, Zeit für Freude zu haben.

Der Start in die Wintersaison war dann eine große Freude. Es ist schön wieder auf Ski zu stehen, diesmal verbinde ich das Wintertraining aber auch mit Laufen. Heute z.B. werde ich erst einlaufen und dann ein paar Sprints machen. Auch Yoga mach ich gern und viel: Es gibt mir Ruhe, ich übe mich im Sein, Atmung, mehr Körperstabi, Flexibilität und Beweglichkeit sind schön zu erleben.

Schöneben, Vinschgau Cup (3,7 km & 600 Hm)

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Am 16. Dezember stehe beim zweiten Rennen des Dynafit Vinschgau Cups, Schöneben (IT), am Start. Die Strecke mit 600 Hm und einer Länge von 3,7 km ist eine tolle Herausforderung, das Rennen toporganisiert. Es gelingt mir den für mich nicht leichten – weil flachen Kurs – mit neuem Streckenrekord von 33:32 min zu absolvieren. Der riesige ,Fresskorb‘ ist eine tolle Belohnung, v.a. aber das Erleben und das schöne Miteinander in toller Atmosphäre.

Die schnellsten Herren und Damen sind:
1. Sepp Rottmoser, GER, Rosenheim, 28:10
2. Ossi Weisenhorn, IT, Martini Speed Team, 28:16
3. Andreas Reiterer, IT, Hafling, 28:45

1. Katharina Zipser, AUT, KohlaCrazy NRG Team, 33:32
2. Anna Pircher, IT, Martini Speed Team, 35:15
3. Martina Senn, CH, Berneck, 35:32

 

Skiuphill Vals (3,2 km & 632 Hm)

Der nächste Streich erfolgt noch knapp vor dem Jahreswechsel. Einmal will ich es 2016 noch wissen und starte am 30. Dezember beim Skiuphill in Vals (IT) über 3,2 km und 632 Hm, das für die Österreichische Nationalmannschaft als eines der Qualifikationsrennen für den Weltcup gilt. Ich kann ein tolles Rennen zeigen, sogar bis 300 m vor dem Ziel das Damenfeld anführen, dann hat die italienische Nationalteamläuferin Alba de Silvestro das stärkere Ende. Sie überholt mich und legt ein tolles Finish hin. Dazu gratuliere ich herzlich und bin mit meiner Leistung sehr glücklich.

Es gewinnen:
1. Philipp Götsch, IT, Bogn da Nia, 23:26.83
2. Martin Stofner, IT, 23:33.77
3. Christian Hoffmann, AUT, Fischer Sports, 24.20.96

1. Alba de Silvestro, IT, C.S. Esercito, 29:46.51
2. Katharina Zipser, AUT, KohlaCrazy NRG Team, 29:57.56
3. Elena Nicolini, IT, Brenta Team, 30:49.22

Ich bin gespannt auf 2017 und wünsche euch allen viel Freude, viele Momente, die euch richtig strahlen lassen, Freude am Sein und Tun.

Abschließend möchte ich mich bei meinen Unterstützern und Sponsoren bedanken: Danke ASICS, es war ein tolles Jahr als AsicsFrontrunner. Frankfurt war für mich DAS auch frontrunner’sche Highlight. Ich freue mich auf 2017, ganz besonders auf die Trainingswoche auf Zypern.

Danke NaturalPower: Eure Energieriegel, Getränke und Co begleiten mich auf Schritt und Tritt und geben mir Power. Danke für eine tolle Zusammenarbeit.

Danke Verivalbio: Nüsse geben dem Eichhörnchen Kraft, Speicher gilt es immer wieder zu füllen. Backen macht mir Spaß und mit Topprodukten ist es noch viel schöner. Er seid super!!!

Danke Fischer für meine schnellen Ski, Kohla für die schnellen Felle.

Danke Uvex für die gute Sicht und eine tolle Kooperation.

Danke an den TVB Paznaun/Ischgl. Ich bin stolz, Spokeswoman der Region und insbesondere des Silvrettarun 3000 zu sein. … und ich freue mich auf die nächste Auflage am 14./15. Juli 2017.

Yeah! 3. Dame MOUNTAIN ATTACK MARATHON und fastest Austrian

15.01.2016 Mountain Attack – Start über die MARATHONDISTANZ

I ❤ MARATHON

Dass mein Herz für Marathon und Berge schlägt, ist längst kein Geheimnis

… und so war nach der in meiner Erinnerung nur positiv besetzten Sellaronda 2015 die Mountain Attack ein schönes Ziel.

 

Präambel oder so
Da ich am ersten Mai in Salzburg die Staatsmeisterschaft Marathon laufen möchte, versuche ich das Lauftraining mit dem Training auf den Skiern zu kombinieren; neben der Arbeit keine leichte Herausforderung, aber mit guter Organisation und viel Willen geht einiges. Danke an dieser Stelle an meinen immer engagierten, flexiblen Trainer Reinhard Kessler!

Mein erster Test auf Schnee in Vals hatte mich positiv gestimmt; dass ich mich dort in der Zugluft auf der Hütte von Viren umtänzeln ließ und es mich über Silvester ins Bett katapultierte, freute mich weniger. Naja, ich bin kein großer Fan von Silvester und Schießerei, mir macht das eher Angst und so war es zumindest aus diesem Blickwinkel keine Tragödie.

Österreichischen Meisterschaft im Vertical, Muttereralm / Innsbruck
Ich erhole mich recht schnell, will ich doch am 9. Jänner bei der Österreichischen Meisterschaft im Vertical auf der Muttereralm, meinem Heimrennen quasi, zeigen, was ich kann. Als vierte Dame über die Ziellinie zu laufen mit 1min 6sec Rückstand auf die mehrfache Welt- und Europameisterin Andrea Mayr und um 17sec am Podest vorbeizuschrammen, ist sicher kein schlechter Auftritt, aber gab Blech.

 

MOUNTAIN ATTACK
Hektische Tage vor dem Rennen
In der Woche vor der Mountain Attack fahre ich etwas mit dem Training herunter.
Ich will ausgeruht am Start stehen, außerdem ist noch eine ganze Reihe an materiellen Fragen zu klären.

  • Ein paar schlaflose Nächte hatte es mich gekostet und einen Berg Euronen, aber ich habe aufgerüstet … und besitze nun auch einen Carbonschuh. Entgegen den im Internet ausgeforschten Angaben zur Sohlenlänge ist mein neuer Schuh nur wenige mm kürzer als der alte, Umbohren unmöglich, Basteln für ein Uphillrennen denkbar (Danke an Peter Ledermaier – PELE Sport – für deine Überlegungen und deine Zeit, die du dir in diesem Zusammenhang für mich genommen hast), für ein Rennen mit rasanten Abfahren wohl riskant.
  • Ich brauche einen neuen Ski und in letzter Sekunde montiert mir Sport Wolf darauf die Bindung von meinem Trainingsski. Danke, Sport Wolf, für euer Engagement!
  • Wilfried kauft zwei Tage vor dem Rennen – als ich schon ein wenig nervös bin – eine neue Brille, um mir diese für das Rennen zu leihen. Emmm, ich habe auch diese im dritten Anstieg verloren … aber alles der Reihe nach!

Raceday
Um 9:30 Uhr treffen wir uns mit Armin Neurauter, der auch heuer wieder bei der Sellaronda mit mir im Mixed Team am Start stehen wird, beim Gefängnis. Keine Angst: Er parkt dort nur sein Auto und wir fahren gemeinsam nach Saalbach. Startnummern werden abgeholt, ein Teller Spaghetti verdrückt …
… und während Armin sich auf seine Weise vorbereitet, stehe ich um 13 Uhr mit den Skiern am Fuße des Schattbergs um mir eine Schattberg-Strategie zu überlegen: Kurze Harscheisen? Lange Harscheisen? Keine Harscheisen? Ski am Buckel? Nach einem Gespräch mit Thomas Koller – Danke für deine offene und hilfsbereite Art! – entscheide ich mich wie er für die Variante ‚Tragen‘. Zwar hätten die langen Harscheisen gut gegriffen, aber was, wenn über mir jemand rutscht, dann segle ich rücklings 400Hm mit ins Tal. „Mit den Skiern am Buckel“, so Thomas, „bist du wendiger und du bist doch Läuferin!“

Start, 16:00 Uhr
Ich hatte mich im Startblock recht weit vorne ganz außen rechts eingefunden.
Pünktlich setzen sich knappe 1000 Ausdauersportler, in vieler Augen verrückte, mit Skiern und Stöcken in der Hand in Bewegung. Es gilt aus dem Ort hinaus zu laufen und nach etwa 500 Laufmetern die Ski auf den Schnee zu werfen, in die Bindung einzusteigen und anzugasen.

Genau das mache ich: Ich komme am Start sehr gut weg, werfe meine Ski vor dem Bogen auf den Schnee und will los.
Da rufen mir zahlreiche Zuschauer etwas zu, ich höre irgendwas mit „Fell“ blicke auf meine Ski und kann es nicht glauben. Mein Fell hatte sich bereits zur Hälfte gelöst und war voll mit Schnee. Wie das passieren konnte? Ich weiß es wirklich nicht! Ich muss sehen, dass mir nicht die Tränen in die Augen steigen, denn nun muss ich abfellen, Rucksack öffnen, ein anderes Fell herausholen, auffellen und ich weiß, hier sind alle Starter noch knapp beisammen, auch der Großteil der Hobbysportler wird die ersten 600 Meter schnell bewältigt haben und an mir vorbeimarschieren. Ich versuche ruhig zu bleiben, mich zu konzentrieren und begebe mich in die Aufholphase. Ich muss mich damit abfinden, dass es etwas dauern wird, bis ich an die Position vorgelange, an der ich glaube, richtig zu sein. Einen Sprint einzulegen, wäre äußerst unklug. Die Überholmanöver kosten viel Kraft, aber ich fühle mich fit und gehe meinen Schritt.

Schattberg
Den Schattberg bewältige ich gemäß geplanter Strategie. Ich erlebe den Schattberg als steil, aber finde ihn nicht so schlimm, wie mir in zahlreichen Horrorgeschichten (nicht selten mit dem Zusatz: „Der Zwölfer ist noch schlimmer“) erzählt wurde.
Ps.: Ich wähle praktisch immer die steile Variante.

Schlimmer für mich ist, dass ich zwar einen Liter Flüssigkeit am Buckel im Rucksack trage, dass mir der Schlauch aber, obwohl ich mich bemühe, ihn direkt am Körper zu führen, eineist. Ich habe also zu Trinken am Buckel, aber nichts zu trinken.

Dies passiert – wie ich später erfahre – auch anderen. Da ich aber außer zweimal im Tal nichts zu trinken bekomme, ist es im dritten Anstieg hart. Maltodextrin und damit flüssige Energie stünde im Rucksack bereit … stattdessen hebe ich eine Dose vom Boden im Aufstieg auf, in der Hoffnung, darin noch Flüssigkeit zu finden. Ich hätte davongetrunken, „wurscht, wer reingesabbert hat“!!!

Der dritte Anstieg auf den Reiterkogel zieht sich, dann die letzte Abfahrt ohne Brille (denn diese hatte ich am Checkpoint 4 verloren) und schon rausche ich Richtung Ziel, auf den letzten Metern skate ich und überhole noch einen Mann. Reinhard sagt, ich muss Schlusssprint üben 🙂

Im Ziel werde ich von Moderation und ORF empfangen, es folgt das Zielfoto mit den zwei megastarken Italienerinnen: Raffaella Rossi, die Zweitplatzierte aus den Jahren 2013 und 2014 siegt vor Corinna Ghirardi, die 2015 mit Francesca Martinelli die Damenwertung der Sellaronda dominiert hatte. Ich bin überglücklich neben diesen megastarken Damen am Podium stehen zu dürfen und ja, ich freue mich!

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Es war steil, aber vorallem megaGEIL! I will be back!!!

… und danach:
… eine lange Heimfahrt bei Schnee nach Innsbruck. Um 3 Uhr im Bett … So sind wir am Samstag gemütlich 650 Hm mit Skiern spaziert, ich habe gut gegessen und gestern konnte ich gesellige 2400 Hm mit Stefan Keim gehen, wobei wir auch Susanne Mair getroffen haben, Mario Herburger und Wolfi Meister … Immer wieder die selben Verdächtigen!
Fein ist es bei uns in Tirol!

Herzlichen Glückwunsch allen Sportlern, Freunden und Kollegen zu ihren tollen Leistungen! Ganz besonders natürlich meinem ‪#‎kohlatirolproteam Kollegen Armin Neurauter zum 2. Gesamtrang auf der Tour!

Sieg beim Pölventrail – Österreichische Meisterin im Speedtrail

05.10.2014

Da guckst du ...

Da guckst du … Copyright: Sportograf

Vergangenen Sonntag fand in Söll die erste Österreichische Meisterschaft im Speedtrail, ausgetragen im Rahmen des Pölventrails, der dritten Etappe der Tour de Tirol, statt. – An dieser Stelle sei vorab Hannes Wille vom Veranstaltungssponsor Scott aufs Herzlichste gedankt, der mir eine so kurzfristige Teilnahme noch ermöglichte.

Am Vortag reiste ich gemeinsam mit Daniel Ressmann von der Firma Triout an, wir genossen einen feinen Abend organisiert von Scott mit vielen anderen Läufern bei herrlicher Pasta im AufdaMühle und nächtigten im Hotel Alpenschlössl.

Copyright: Winfried Stinn, http://www.laufreport.de (s.u.)

Dass in dieser Nacht ebendort auch eine Hochzeit gefeiert wurde, tat dem Wochenende keinen Abbruch: Ohrstöpsel rein und Stirnband (ohne das man mich eh kaum kennt …) auf und schon schlief ich tief und fest.

Der Startschuss fiel um 9:30 h. Wieder einmal traf ich so viele bekannte Gesichter, dass für vernünftiges Einlaufen keine Zeit blieb. Die Temperaturen waren ideal. Ich konnte vom Start weg die Führung im Damenfeld übernehmen und fand gut ins Rennen. Nach wenigen Metern Asphalt führte uns die 23 km lange Strecke auf Terrain, wie es des Trailrunners Herz höher schlagen lässt. Rund um den Pölven galt es 1250 Hm bergauf und 1250 Hm bergab auf schmalen Pfaden und Wegerl zu laufen. 2 km Asphalt, der Rest ,Natur pur‘! – Den Organisatoren sei ein großes Lob ausgesprochen, die mit einer großartigen neuen Streckenführung heuer ein tolles Trailrennen (bzw. eine tolle dritte Etappe der Tour de Tirol) ins Leben gerufen haben.

Beim Bad Häringer Steinbruch über die Zeitmessung. Copyright: Sportograf

Beim Bad Häringer Steinbruch über die Zeitmessung. Copyright: Sportograf

Eine anspruchsvolle, aber an allen Stellen laufbare Strecke, führte uns auf schmalen Wegerl vorbei am Bad Häringer Wasserfall und dem Steinbruch. Zwar zog sich das Starterfeld rasch in die Länge, einsam war man aber nie und zahlreiche Zuschauer und viele, viele Helfer trugen das ihre dazu bei, dass dieses Rennen zu einem schönen Erlebnis wurde.

Um den Pölven ...

Um den Pölven …

Trailrunningschuhe, deren Profiltiefe am Start kontrolliert wurde, waren nicht ohne Grund Pflicht. Blätter, Wurzeln, steile Downhills … forderten Trittsicherheit und Konzentration.

Dass ich von diesem Lauf auch ein schönes Erinnerungsfoto haben wollte, wurde mir da beinahe zum Verhängnis.

Nicht gerade im Schneckentempo lief ich auf Andreas Auer vom Laufteam Breitenbach zu, der das Rennen in einer schönen Abwärtspassage fotografisch festhielt. Ja, beim Laufen gibt es keine Haltungsnoten und dennoch …  Ich richtete meinen Blick auf ihn, wollte freundlich in die Kamera grinsen (danach fühlte ich mich ja auch) und schon merkte ich, wie sich eine Wurzel mir vor die Füße warf. Ich stürzte nicht, ein Kuss blieb dem Baumstumpf aber nur knapp verwehrt. Ich stieß mich von ebendiesem ab, um rasch weiter zu laufen. Die Fotos sind Zeugnis dieser Rennepisode.

2014 Poelventrail 11 2014 Poelventrail 5 2014 Poelventrail 2
2014 Poelventrail 1
Copyright: Andreas Auer

Immer wieder wiesen einen Zuschauer auf bevorstehende besonders rutschige oder steile Passagen hin bzw. erklärten einem in den Bergaufpassagen, dass es gleich wieder flacher und leichter zu laufen wäre.

Copyright: Bernie Manhard

Copyright: Bernie Manhard

Eine rundum positive Rennkulisse. Anstiege und Downhills wechselten sich in einem angenehmen Rhythmus ab. 3 km vor dem Ziel ging es über ein Feld und vorbei an dem Hotel, in dem wir genächtigt hatten. „Leider nur noch 3 km“ hieß es dort auf einem Schild. Ich glaubte, von nun an auf der Straße Richtung Ziel laufen zu müssen, auch das wäre ok gewesen und ich vernahm schon die Musik aus dem Zielareal, doch es kam besser: Die Streckenplaner hatten sich wirklich Mühe gegeben und es ging noch einmal vorbei an ein, zwei Höfen, dann auf Asphalt. Ab hier war die Straße dann gesäumt mit Zuschauern, die mich ins Ziel fliegen ließen. Nach 2:06:53,9 h überquerte ich die Ziellinie und das innere Lächeln war gewiss nicht geringer als die Freude, die mir ins Gesicht geschrieben stand. Cola im Ziel, dazu Lebkuchen; und damit steht fest: Weihnachten wird heuer nicht entfallen.

Ergebnisse Pölventrail Herren & Damen

Copyright: Sportgraf

Copyright: Sportgraf

1. Stefan Paternoster, AUT, Team Scott Österreich, 1:42:18,2
2. Robbie Simpson, GBR, Salomon Trail Team GB, 1:47:31,3
3. Gerd Frick, ITA, Team Scott International, 1:47:45,6
1. Katharina Zipser, AUT, SK Rueckenwind, 2:06:53,9
2. Tímea Merényi, HUN, Salomon Hungary, 2:12:38,0
3. Kathrin Götz, SUI, Scott, 2:14:15,5

Stefan Paternoster und ich kürten uns somit zu Österreichs ersten Speedtrail Meistern.

Gratulation allen Finishern, insbesondere den Finishern der 3-tägigen Tour de Tirol, und selbstverständlich den großen Toursiegern
Simpson, Robbie (GBR) vom Salomon Trail Team Great Britain in 5:33:15,3 vor Gerd Frick (ITA, Team Scott International) und Ralf Birchmeier (SUI, LAC TV Unterstrass) sowie
Merényi, Tímea (HUN) von Salomon Hungary in 6:39:18,0 vor Simona Staicu (HUN, Team Scott International) und Tanja Amiet (SUI, TV-Längasse Bern).

Ich bin *Running happy* – und freu mich auf viele weitere tolle Trails (mit und ohne Start- und Ziellinie) und ja, ich komme wieder 🙂

Die vollständigen Ergebnisse findet ihr >hier<

Weitere Berichte findet ihr hier:
Runnersworld.de
Laufreport.de
WilderKaiser.Info
Trailrunning.de