4. Tagessieg beim 4. Silvrettarun 3000 (43,4 km & 1821 Hm)

18.07.2015
Silvrettarun 3000 again

Volksbank Maskottchen, Kids Race

Volksbank Maskottchen, Kids Race

Seit 2011 laufe ich und bei keinem anderen Rennen war ich öfter am Start.
Neuerlich war der Trip ins Paznaun, das dort verbrachte Wochenende, das Rennen, … die beste vorstellbare Investition meiner Zeit. Ich habe Energie auf die Rennstrecke gebracht, v.a. aber hat mir dieses Rennen und das Wochenende Energie gegeben.

Vierter Tagessieg in Folge
Nach der verregneten, aber nicht weniger spaßigen und spannenden Premiere 2012, den Rennen bei Top-Wetterbedingungen 2013 und 2014 war dies mein 4. Tagessieg beim Silvrettarun 3000.
Selbstredend freue ich mich, dass ich wieder ein gutes Rennen hier zeigen konnte.

Zur Vorbereitung
… fällt es mir schwer, das Richtige zu sagen.
Der Silvrettarun 3000 war der DRITTE Bergmarathon innerhalb von FÜNF Wochen. Viele, die etwas von Laufsport verstehen, greifen sich hier wohl an den Kopf. Und viele mit weniger bis null Verständnis für diese Leidenschaft, werden dies erst recht tun.
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Jedenfalls bin ich sozusagen in diese Situation „hineingepurzelt“. Der Start beim Silvrettarun 3000 stand seit mindestens einem Jahr fest; daran gab es nichts zu rütteln! Dass ich zwei Wochen zuvor bei der WM in Zermatt starten durfte, war hingegen kurzfristig beschlossen worden und für mich eine große Ehre.
Für alle, die sich jetzt fragen: „Wo läuft sie nächstes Wochenende Bergmarathon?“ sei hiermit festgehalten: Bergmarathon 2015 – das war’s, … und geil war’s! Mein nächstes Rennen, auf das ich mich fokussiert vorbereiten werde, ist der Berlin-Marathon am 27. September 2015.


DSC_0251Im Paznaun von Donnerstag, 16. Juli bis Samstag, 18. Juli

Gerade bei so einem ,Bergmarathon-Marathon‘ lohnt es, ein paar Urlaubstage für einen rundum schönen und stressfreien Aufenthalt zu investieren.

Donnerstag Vormittag packe ich gemütlich zusammen und fahre nach Galtür. Dort bin ich im Hotel Die Post untergebracht. Mich erwartet ein schönes Zimmer, ein herrlicher Wellnessbereich und v.a. eine sehr bemühte Familie Türtscher und freundliches Personal. Die kleine Hotelierstochter checkt mich ein.

Am Nachmittag laufe ich von Galtür eine kleine Runde über die Wiesen nach Tschaffein und pflücke ein paar Blumen für mein Zimmerchen. Dann gönne ich mir – trotz warmen Außentemperaturen – etwas Tiefenwärme in der Infrarotkabine. Ich mag das. Und abends bringt mich das leckere 6-gängige Menu nahezu zum Platzen.

Einmal um den Silvrettasee laufen ...

Einmal um den Silvrettasee laufen …

Freitag Vormittag spaziere ich zum Zielareal, treffe Seppi Kurz und Co, die umsichtig die letzten Vorbereitungen für das Rennen treffen.
Am Silvrettasee war ich noch nie und da ich mit meiner Silvretta Card all inclusive auch die Hochalpenstraße hinauffahren kann, beschließe ich eine Runde um den See zu drehen. Herrlich! Etwas kühler und wunderschön.

1. Silvretta Kids Run powered by Volksbank Landeck
Gegen Abend findet der erste Silvretta Kids Run statt. Immerhin 50 Kids gehen an den Start. Doch als der Startschuss fallen soll, beginnt es plötzlich zu gewittern. Der TVB Paznaun reagiert schnell und so wird kurzerhand ein Hindernisparcours in der Tennishalle aufgebaut. Vom Volksbank Landeck Maskottchen und einigen Zuschauern angefeuert fetzen die kleinen Helden über die Hindernisse und haben sichtlich Spaß.

Im Rahmen der anschließenden Pastaparty findet die Siegerehrung für die Kleinen statt.

Kids Race

Kids Race

Streckenbriefing und Talkrunde mit Martin und mir runden den Abend ab.

Start. Copyright: Franz Vogt

Start. Copyright: Franz Vogt

Raceday
Start um 8 Uhr bedeutet Frühstück um 6 Uhr.
Dieses wird mir am Vorabend ins Zimmer gebracht. Es fehlt an nichts. Ich richte mich in aller Ruhe her und nehme mit vielen anderen Rennhungrigen pünktlich um 7 Uhr den Shuttlebus von Galtür zum Start nach Ischgl. Dort treffe ich auf weitere bekannte Gesichter, tape mein rechtes Bein, positioniere die fünf Gels in meinem Outfit und gebe noch das ein oder andere Interview.

Schon fällt der Startschuss. 4:20:00 war ich punktgenau und auf die Sekunde planmäßig 2014 gelaufen. Schon im Interview erkläre ich, dass ich meine Endzeit diesmal aufgrund der zwei vorhergehenden Bergmarathons nicht so genau vorhersagen wolle bzw. das Rennen ruhiger anzugehen plane. Und tatsächlich reiße ich mich am Riemen und laufe etwas gedrosselt, sicher auch nicht langsam, aber eben bedacht, los.

On my way ;-) Copyright: www.sportograf.com

On my way 😉 Copyright: http://www.sportograf.com

Die ersten Kilometer fühlen sich gut an und ich finde einen angenehmen Schritt. Meine eigenen Zwischenzeiten von 2014 habe ich im Kopf (Heidelbergerhütte, Kronenjoch, Jamtalhütte, Galtür [bevor es auf die Runde nach Wirl und Tschaffein geht). Bei der Heidelbergerhütte gehe ich bei 1:21:22 durch, knapp 2 min langsamer als 2014, aber das passt und ich fühle mich fit. So soll es bleiben!

Nach der Heidelbergerhütte folgt für mich der schönste Part: Es geht über einen schmalen, manchmal kaum sichtbaren Pfad, über Stock und Stein, mehrfach über und durch den Bach bzw. Wasser bis zum Talschluss und dann steil bergauf in Richtung Kronenjoch.

Trotz dieser ,Affenhitze‘ gilt es einige Schneefelder zu queren. Ich liebe ja Schnee. Der nächste Winter kann kommen *lol*. Im Steilen gelingt es mir den vierten Mann zu überholen und zu distanzieren. Von nun an laufe ich auf Position 4 overall.

Copyright: Franz Vogt

Copyright: Franz Vogt

Kurz vor dem Joch stürze ich zwischen zwei Schneefeldern. Mit den Händen gelingt es mir, den Sturz abzufangen, schlage mich aber am Unterarm direkt an den Venen blutig. Blut spritzt, aber die Beine haben nichts und ich renne weiter. Hinter dem Joch hätte ich mir ,Downhillschneefelder‘ gewünscht. Mit diesem Terminus meine ich solche, die es mir erlauben, tutto gas hinunterzufiegeln/-rennen. Leider ist der Schnee nur in den schattigen Mulden liegen geblieben.
Die Fotografen von Sportograf erwarten mich kurz oberhalb der Jamtalhütte, dann geht es auf die Forststraße. Ich fühle mich immer noch sehr wohl, setze ein Bein vor das andere und genieße den Lauf ins Tal. Susi und Toni Zangerl von der Tiroler Tageszeitung stehen etwa bei km 32. Sie feuern mich an, das gibt Motivation für die finalen 11,4 km.

Durch Galtür geht es auf die Schlussschleife über Wirl und Tschaffein. Viele jammern hier, denn man läuft ja schon durch den Zielort, aber Fakt ist nun mal: Hier haben wir noch keinen Marathon in den Beinen und die Strecke über die Wiesen und Felder ist wunderschön, wenngleich eben nicht ganz flach und so kostet sie noch entsprechend Energie.

ZwischenWirl und Tschaffein. Copyright: Franz Vogt

Zwischen Wirl und Tschaffein. Copyright: Franz Vogt

Franz Vogt, den ich mit seiner Kamera mindestens 4 Mal an der Strecke gesehen hatte, lauert auch hier noch einmal auf und macht tolle Bilder von uns Läufern. Als ich bei Tschaffein über die Straße und dann auf dem Pfad zwischen den Häusern hinunterlaufe, träume ich schon von meinem finalen Pepsi. Ich kenne ja die Strecke und weiß, 2 km vor dem Ziel gibt es davon genug und ich freu mich drauf.
Ein wunderschönes Gefühl ist es dann auch, als mich das bemannte Motorrad ,Erste Frau‘ abholt. Der Fahrer nimmt den Helm ab, verbeugt sich. – Eine sehr schöne Geste! Auch etwas das dieses Rennen ausmacht. Es ist ,ein Rennen mit Herz‘. Und mit viel Herz und Freude und gefühlter Dankbarkeit laufe ich nach 4:26:21 h (6 min langsamer als 2014) nach einem gleichmäßigen, gut eingeteilten Rennen fröhlich über die Ziellinie.

Zielverpflegung, Dusche und Abkühlung im Schwimmbad, Ratschen mit Läufern und Zuschauern sowie Moderator Heinz Hörhager, Chillen in der Sonne und Siegerehrung – alles super!

DANKE an alle, die zum Gelingen dieses tollen Tages beigetragen haben und Dankeschön TVB Paznaun für den tollen Aufenthalt und wer nächstes Jahr einen Bergmarathon zu laufen plant: den Silvrettarun 3000 (mit drei Streckenvarianten und Kids Race) kann ich nur aufs Wärmste empfehlen.
Merci an den TVB Paznaun, an die Bergrettung und alle Helfer, für die Top-Moderation an Heinz Hörhager, für die tollen Fotos an Heinz Vogt und Sportograf.com und und und

Tagessieger: Martin Mattle & Katharina Zipser. Copyright: Franz Vogt

Tagessieger: Martin Mattle & Katharina Zipser. Copyright: Franz Vogt

Sieger Silvrettarun 3000 Hard Männer: (43,4 km, 1821 Hm)
1. Martin Mattle (AUT), Salomon Österreich, 4:19:32
2. Valentin Klausburg (AUT), 4:22:11
3. Dominik Memmer (GER), DAV Sektion Pirmasens, 4:23:49

Copyright: Franz Vogt

Copyright: Franz Vogt

Sieger Silvrettarun 3000 Hard Frauen: (43,4 km, 1821 Hm)
1. Katharina Zipser (AUT), SK Rueckenwind, 4:26:21
2. Emöke Paál (HUN), 4:58:53
3. Annette Frings (GER), Selbstläufer SV Altenahr, 5:09:01

Sieger Silvrettarun 3000 Medium Männer: (28,6 km, 1530 Hm)
1. Josef Dißlbacher (AUT), LCAV Jodl Packaging, 2:39:12.2
2. Ville Miettunen (FIN), 2:45:02.0
3. Rupert Hörmann (GER), Adeleggrunner, 2:47:39.8

Sieger Silvrettarun 3000 Medium Frauen: (28,6 km, 1530 Hm)
1. Teresa Weisz (AUT), sportunion perchtoldsdorf, 3:27:07.1
2. Rianne Gwichelaar (NED), 3:34:22.9
3. Veronika Heidrich (GER), silvretta-spa-running-team, 3:34:37.8

Sieger Silvrettarun 3000 Small Männer: (11 km, 224 Hm)
1. Christian Pflügl (AUT), Hotel Sonne, 40:04.2
2. Daniel Fritz (AUT), BLT Sparkasse Bludenz, 46:08.0
3. Christoph Nöbl (AUT), Volksbank, 50:26.9

Sieger Silvrettarun 3000 Small Frauen: (11 km, 224 Hm)
1. Susanna Saapunki (FIN), 48:36.1
2. Daniela Männel-Holzer ( AUT), Volksbank, 55:44.4 7
3. Romana Hochmüller (AUT), Volksbank, 59:34.1

Ältester Teilnehmer war Hans Eisinger (GER, geb. 1941) vom VfA Neunkirchen. Er absolvierte die Mediumstrecke in 4:39:01.5. Herzliche Gratulation von mir dazu!

Tiroler Tageszeitung,. Sonntag 19.07.2015

Tiroler Tageszeitung, Sonntag 19.07.2015

Weitere Berichte:
maxfunsports.com
Marathon4You
Ischgl.com
Tiroler Tageszeitung
Mein Bezirk

und ein >Video<

Die vollständigen Ergebnisse findet ihr >hier<.

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Österreichische Vizemeisterin im Bergmarathon – Mit einem Lächeln über die Ziellinie

1min to go - Foto: Andreas Wiesinger

1min to go – Foto: Andreas Wiesinger

Gestern, 10.08.2014, fanden in Kainach, in der Steiermark, die Österreichischen Meisterschaften im Bergmarathon (44 km & 1800 Hm) statt.

Zu dritt reisen wir SK Rueckenwind-ler (Andreas Wiesinger, Christian Bair und ich) am Samstag von Tirol an: 6:45 h Fahrzeit – Kainach ist nicht gerade ums Eck. Aber wir haben es fein. – Wir sind eben ein cooler Verein. Danke, Andreas, fürs Mitnehmen: „Voi nett!“.
Wir nächtigen in einem etwas schrägen Hotel 20 min vom Start entfernt: Niemand an der Rezeption; die Schlüssel für die Zimmer liegen auf. Hier hat man noch Gottvertrauen. Am Vorabend das übliche Carboloading: Andreas verdrückt zwei Teller Spätzle, Christian und ich bleiben der Pasta treu; dazu einen Salat mit Kürbiskernöl. So kommt auch das Eichhörnchen in mir auf seine Rechnung.

ca- km 30. Foto: Josef Feller

ca- km 30, kurzer Gegenanstieg. Foto: Josef Feller

Start um 9 Uhr. Das ist human und fein: So können wir bis fast 7 Uhr schlafen.
Im Startareal treffen wir auf viele bekannte Gesichter. Ich fühle mich wohl und fiebere dem Start entgegen.

Der Startschuss fällt etwas abrupt. Karin und ich sind irritiert, waren wir doch gerade noch beim Ratschen. Das Feld setzt sich in Bewegung. Es geht los. Ich laufe bewusst ruhig an: 44 km und 1800 Hm, zwar keine ungewohnte Distanz für mich – bin ich doch in den letzten 30 Tagen viermal eine derartige Distanz im Renntempo gelaufen – der Respekt aber bleibt; auf 44 km kann viel passieren …

Heute ist es für meinen Geschmack ziemlich heiß, das Tape an meinem linken Knie löst sich bereits nach ca. 3 km. Ich bin zugegebenermaßen für einen Moment besorgt, sollte dieses doch mein Knie etwas entlasten. Es muss auch so gehen. – Das ist Kopfsache und es geht auch so.
Bis km 6 laufen wir auf Asphalt, dann wechseln sich Wald- und Wiesenwege mit einigen steilen Zwischenanstiegen ab. Bei km 14 laufen wir durch die erste Zeitnehmung; für die Staffelläufer erfolgt hier der erste Wechsel.
Wäre ich nicht Tirolerin würde ich sagen, es folgte ein steiler ,Steig‘ bis zur Roßbachalpe. – Naja, jedenfalls gelingt es mir hier in der Steigung ein paar Männer stehen zu lassen und mich von ,meiner Gruppe‘ zu lösen. Das hat Vor- und Nachteile, denn nun muss ich vermehrt nach der Wegmarkierung Ausschau halten. Bei km 17 erreichen wir bereits den höchsten Punkt (1790 m).

Zieleinlauf - RUNNING HAPPY; Foto: Josef Feller

Zieleinlauf – RUNNING HAPPY; Foto: Josef Feller

Nun ein kurzer, steiler Abstieg, wie ich es mag. Konzentrieren ist angesagt; kaum wird es technisch wieder einfach, verfalle ich in einen Tagtraum. Das Ergebnis: Ich stolpere über einen Stein, eine Wurzel oder was weiß ich was, und liege da – wie ein Käfer. Der rechte Oberschenkel ist ramponiert. Ich wische die Erde ab – Der Boden ist feucht, hatte es doch am Vortag, wenn auch nur kurz, aber doch stark geregnet – und laufe weiter.

Zweite Staffelübergabe bei km 27, 5 – Zuschauer und wartende Staffelläufer feuern mich an. Das motiviert. Es geht auf unterschiedlichem Untergrund abwärts: auf Forststraßen, kurzen, teils rutschigen Steigerl, über (teilweise steil abfallende) Wiesen und zwischendurch erwarten uns herzhafte Gegenanstiege.
Etwa bei km 30 stehen Helmut Schmuck und Josef Feller. Danke vielmals an dieser Stelle für die tollen Fotos und dafür, dass wir mit dir und dem erfolgreichen LG Decker Itter Team am Abend heimfahren durften. Das war super, kurzweilig und fein!

Zwar bin ich insgesamt mit meinem Rennen zufrieden, auf den letzten Kilometern hätte ich aber etwas mehr Gas geben können. Hier habe ich leider etwas Zeit liegen gelassen. Die finalen 2 km tragen zu Recht den Kosenamen ,Sadistenschleife‘. Hießen sie nicht bereits so, ich hätte sie nicht anders bezeichnet.

Österreichische Meisterin und Österreichische Vizemeisterin. Foto: Josef Feller

Österreichische Meisterin und Österreichische Vizemeisterin. Foto: Josef Feller

In der letzten Kurve erwartet mich eine Schar fröhlicher Kinder, setzt sich in Bewegung und begleitet mich mit der Österreichischen Fahne ins Ziel.

44 km, 1800 Hm: 4:16:24 meine Zeit, damit werde ich Österreichische Vizemeisterin. Ich bin RUNNING HAPPY, gratuliere von Herzen Karin Freitag zu ihrem verdienten Sieg und ihrer grandiosen Zeit und gönne mir eine Cola. Veronika Limberger wird Dritte und wir bekommen einen wunderschönen Strauß Blumen.

Herzliche Gratulation zum Österreichischen Meistertitel an Karin Freitag (LG Decker Itter) und Thomas Unger (Team Vegan.at).

Zur Siegerehrung der Österreichischen Meisterschaft im Bergmarathon 2014 dürfen damit:
1. Karin Freitag, LG Decker Itter, 4:00:48.46
2. Katharina Zipser, SK Rueckenwind, 4:16:24.60
3. Veronika Limberger, LC Waldviertel, 4:25:11.34
4. Maria Frei, X-Trim ASKÖ Zeltweg, 4:39:22.10
5. Michaela Schwarzenbach, Aufi und Owi Sport Wieland, 4:43:23.26
6. Karin Augustin, MSC Rogner Bad Blumau, 4:49:27.95

1. Thomas Unger, Team Vegan.at, 3:42:14.76
2. Robert Gruber, Kolland Topsports Gaal, 3:44:09.43
3. Martin Pogelschek, Kelag Energy, 3:49:42.05
4. Jesse Muray, LG Wien, 3:51:20.15
5. Stefan Schriebl, LTV BAWAG PSK Köflach, 3:53:13.86
6. Hubert Pfeifenberger, Kolland Topsports Gaal, 3:53:26.65

Siegerehrung. Foto: Josef Feller

Siegerehrung. Foto: Josef Feller

Ganz herzliche Gratulation an die Tiroler Mädels der LG Decker Itter (Karin Freitag, Andrea Knapp & Stephanie Schatz) zum Österreichischen Mannschaftsmeistertitel!
Gratulation auch an meine Vereinskollegen Andreas Wiesinger (4:31:57.56) und Christian Bair (5:13:47.37) – Es war mir eine Ehre und Freude, mit euch unterwegs sein zu dürfen – und allen Lauffreunden und Finishern zu ihren tollen Leistungen!

Die ersten drei Plätze der im Rahmen der Österreichischen ebenfalls ausgetragen Tiroler Meisterschaft gehen an:
1. Karin Freitag, LG Decker Itter, 4:00:48.46
2. Katharina Zipser, SK Rueckenwind, 4:16:24.60
3. Andrea Knapp, LG Decker Itter, 5:39:41.63
bzw.
1. Eddy Raul de Leon Solano, LG Decker Itter, 4:15:05.53
2. Andreas Wiesinger,SK Rueckenwind, 4:31:57.56
3. Christian Bair, SK Rueckenwind, 5:13:47.37

Ich freu mich schon auf die Österreichischen Meisterschaften im Bergmarathon 2015!
RUNNING HAPPY

Die vollständigen Ergebnisse findet ihr hier.

Komperdell Carbon Ultralite Vario 4 Compact – ein Stock nach meinem Geschmack

unterwegs im Kühtai26.07.2014
Im Frühjahr entscheide ich mich, bei den Salomon 4 Trails an den Start zu gehen.
Ich weiß, dass die meisten Läufer dort Stöcke benutzen. Sie benutzen Stöcke, weil diese die Gelenke abwärts entlasten und beim Aufstieg nützlich sind. Ich selbst bin bis vor ein paar Monaten nie mit Stöcken gelaufen.
Da ich aber Erfahrung im Umgang mit Stöcken vom Skifahren, Skibergsteigen und Langlaufen habe und auch, weil mir die Vorteile des Laufens mit Stöcken einleuchten, möchte ich es mit Stöcken versuchen. Ich recherchiere im Internet, frage in meinem Bekanntenkreis … und entscheide mich schließlich für Komperdell-Stöcke, ein österreichisches Produkt. Komperdell stellt mir dankenswerterweise ein Paar zu Verfügung: Ich wähle den Komperdell Carbon Ultralite Vario 4 Compact.
Wie es mir mit diesem Stock ergangen ist und warum dieser bei mir zu Hause nicht Staub fangen wird, lest ihr hier:

komperdell carbon ultralite vario 4_1Zu den Maßen (laut Komperdell):
Abmessungen: Packmaß: 39 cm, max. Länge: 125 cm
verstellbar von: 105 – 125 cm

Mit 39 cm hat der Stock ein sehr kleines, angenehmes Packmaß, kann am Rucksack fixiert und herumgetragen werden und stört nicht.
Ausziehbar ist der Stock bis 125 cm. Damit ist er ideal für kleine bis mittelgroße Läufer. komperdell carbon ultralite vario 4_2Ich selbst bin 1,68 m groß und laufe den Stock mit 110 cm.komperdell carbon ultralite vario 4_3 Mit welcher exakten Länge man den Stock am besten läuft, ist aber wohl eine schwierige Frage, die jeder für sich selbst individuell entscheiden muss. Die ideale Länge hängt möglicherweise auch vom Gelände, der Steigung etc. ab. Meine ,Wohlfühleinstellung‘ entspricht jedenfalls der Formel Körpergröße mal 0,65, von der ich mal wo gelesen habe. Das ist aber Zufall. Zwischen 105 und 125 cm kann der Stock jedenfalls individuell nach Belieben verstellt werden.

Gewicht: 165 Gramm/Stock
Mit 165 Gramm zählt der Stock zu den absoluten ,Fliegengewichten‘.

Der Stock im Einsatz
unterwegs zum AchselkopfAls ich den Stock das erste Mal im Training einsetze, bin ich superüberrascht, wie schnell ich mich an die Stöcke gewöhne. Ein paar Minuten ,eiere‘ ich damit eher herum, sobald es steil und geländegängig wird, ist aber alles klar. Nach ein paar Laufminuten habe ich die 110 cm Stocklänge für mich als ideal erkannt und fixiere diese mit ,Powerlock‘ (Einmal zudrücken und schon ist die Länge fixiert). Die Handschlaufen stelle ich eng – aber doch mit Spiel – ein. In extremen Steilpassagen hänge ich mich manchmal ein bisschen rein; dafür braucht es das ,Spiel‘ und auch um rasch aus den Schlaufen zu kommen, wenn ich die Stöcke z.B. auf Forststraßen nicht aktiv verwende, mich umziehen möchte o.ä. Die Schlaufen sind einfach zu verstellen und geben, hat man sie einmal fixiert, nicht von alleine nach. Der Griff ist angenehm und zwar auch dann, wenn die Hände nass sind.

Noch was zum Packmaß aus der Praxis: Wegpacken?
Ursprünglich hatte ich gedacht, ich würde die Stöcke wegpacken, wenn ich sie im Rennen nicht benötige. Das habe ich bei den 4-Trails nicht getan. Ich hatte die Stöcke in den fixierten 110 cm jeweils vom Start bis zum Ziel in den Händen. Entweder waren die Stöcke im Einsatz und wenn nicht, habe ich die Stöcke in einer oder beiden Händen getragen – sie dabei etwa 30/40 cm unter dem Griff gehalten. Das ging problemlos und war beim Laufen überhaupt nicht störend. Ob ich bei längeren Rennen die Stöcke wegpacken würde, kann ich so nicht sagen. Ich werde es sehen und euch im Fall berichten.
Grundsätzlich werden die Stockteile zusammengesteckt und festgeschraubt. Letzteres sollte man nicht zu schlampig machen, sonst muss man nachschrauben. Umgekehrt muss man die Stöcke erst aufschrauben und kann sie erst dann zusammenklappen. Das geht einfach. Die Stöcke lassen sich aber wohl nicht ganz so rasch umbauen wie Stöcke mit Faltsystemen. Das ist sicher ein kleiner Nachteil. Allerdings habe ich keine Praxiserfahrung mit solchen Stöcken und kann dazu nichts sagen.
komperdell carbon ultralite vario 4_4Der Komperdell Carbon Ultralite Vario 4 Compact jedenfalls macht einen sehr robusten Eindruck; das ist mir neben geringem Gewicht wichtig – Ich würde nur ungern in einer Downhillpassage einen Stockbruch erleben – und hat mich überzeugt. Ich freu mich, damit laufen zu dürfen. Es macht Spass, die Stöcke einzusetzen, aufwärts kann ich so auch die Kraft meiner Arme einsetzen, abwärts gibt der Stock Sicherheit, Stabilität, entlastet die Oberschenkel und lässt mich v.a. in schwierigen Downhillpassagen flotter laufen.

Für die etwas größeren unter uns gibt es den CARBON ULTRALITE VARIO 4. Das ist grundsätzlich der gleiche Stock. Allerdings ist er von 120 – 145 cm verstellbar. Er wiegt entsprechend ein bisschen mehr: 172 Gramm/Stock. Aber wer größer ist, kann auch 7 Gramm mehr tragen *gg*

Running Happy

Vormerken: Silvrettarun 3000 am 18./19. Juli

Vormerken: Silvrettarun 3000 am 18./19. Juli

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Zum Abschluss eines bewegten Wochenendes ging’s am Sonntag ins Paznaun. Danke an die Mattles für die Gastfreundlichkeit. Wir waren auf den Spuren des Silvrettarun 3000 unterwegs, haben ein paar Fotos geknipst und – wie man unschwer sehen kann – viel gelacht.

Am 19. Juli findet dort der 3. Silvrettarun 3000 statt. Ich war schon zweimal dabei und freu mich schon sehr auf die dritte Auflage.

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Auf den Spuren des Silvrettarun 3000 mit Alois und Martin Mattle

Der Silvrettarun 3000 ist eine Laufveranstaltung der besonderen Art, führt auf der Strecke Hard über das Kronenjoch (2974 m), auf der Strecke Medium über das Ritzenjoch (2866 m) und bietet ein atemberaubendes landschaftliches Erlebnis.  Auch eine kurze Strecke wird heuer wieder angeboten; nun aber mit neuer Streckenführung und fast flach: Sie führt über die Wildererhütte, die „urigste Hütte in den Alpen“. Alle weiteren Infos findet ihr hier. Meinen Bericht zum Vorjahr hier.

WP_20140620_chillenDer Tag im Paznaun war ein würdiger Abschluss eines feinen Wochenendes. Von Trampolinhüpfen – ja, ihr hört richtig *grins*. Trampolinhüpfen abends im Freien. Das war fein – über Laufen in Mieming mit meinen neuen Komperdell Carbon Ultralite Vario 4 Compact auf den Gachen Blick (1909 m), eine kleine Bikerunde zum Lehnberghaus (1554 m) mit Einkehr und großem Kuchengenuss im Gasthaus Arzkasten und Hiken im Rofan: via Dalfazer Alm auf den Streichkopf (2243 m), Naturgenuss, Regendusche, Chillen am Lansersee, Spass und viel Lachmuskeltraining war alles dabei.

RUN HAPPY

Zum Glungezer über die Viggarspitze – Running Happy

Zum Glungezer über die Viggarspitze – Running Happy

unterwegs mit Hendrik3. August 2013

Hendrik hatte angekündigt, ein paar Tage nach Mittenwald zum Training zu kommen. Da bot es sich an, eine gemeinsame Runde zu drehen. Gern wäre ich auch von Mittenwald losgelaufen, aber er meinte, ich solle ihm mal meinen „Hausberg“ zeigen. Nun als Innsbruckerin hat man es da nicht leicht, aber eines stand fest: Wir drehen eine coole Runde! Ich überlegte also: Karwendel oder Mittelgebirge, oder doch Zillertal, Stubaital, Ötztal, Wilder Kaiser …? Wir haben es echt gut hier. 🙂
Wir entschieden uns für die Option mit anschließendem Sprung ins kalte Nass. Start um 9 Uhr, Treffpunkt Endstation 3er. Und los ging es! Wir liefen über Schloss Ambras, Tummelplatz, Vogelhütte, Lans, Igls, Heilgwasser zur Aldranseralm. Von dort ging es auf die Viggarspitze.

knapp unter der Vigarspitze

knapp unter der Viggarspitze

Es war traumhaft! Strahlender Sonnenschein außen und innen. Wir verdrückten etwas unterhalb des Gipfels, fern vom Getümmel, jeder einen Riegel und dann ging es weiter, rüber zum Glungezer. Heute (Sonntag) ist da ja der Glungezer Berglauf: eine wirklich tolle Veranstaltung, ein Traumrennen, aber man kann nicht auf allen Hochzeiten zugleich tanzen. Der Trainingslauf gestern hatte seinen Charme. Oben ein bisschen den Ausblick genießen, chillen und ein paar Fotos machen. Am Rückweg kehrten wir in der Glungezerhütte ein, dann liefen wir über den Zirbenweg rüber zum Patscherkofelhaus und vor dort dann die Piste runter. 🙂 Von Igls noch über die Felder zum See und hopp: Schon waren wir im kühlen Nass! Herrlich, so eine Abfrischung! Chillen, ausspannen, Eis essen, Espresso trinken (und verschütten) …
Gegen Abend liefen wir über den Seerosenweiher und den Tummelplatz wieder runter in die Stadt.
Ein schöner Trainingslauf! Und ich habe hier in Tirol noch viel zu zeigen, selbst zu sehen und zu erlaufen!

WP_001416Schnee am Glungezer

abwärts ...am See ...

RUN HAPPY EVERYBODY