6. Silvrettarun 3000

Wenn Frau morgens aus der Zeitung läuft …

2017 Silvrettarun 3000 - Tiroler Tageszeitung

Tiroler Tageszeitung, 16.07.2017

SILVRETTARUN 3000 – das Sommerhighlight für mich als Tiroler Bergläuferin: eine Veranstaltung, die ihres gleichen sucht: bis ins Detail organisierte Veranstaltung, heißer Tee auch auf 3000m, die Bergrettung, unzählige freiwillige Helfer mit Engagement im Einsatz, super Moderation durch Othmar Peer, Schwimmbad zum sofortigen Aquajogging danach …

 

Das Rennen führt mich heuer in der Vorbereitung auf die Berglauf up&down bzw. Langdistanz Weltmeisterschaft über das Rietzenjoch, die Medium Distanz mit 30 km und 1500 hm. Die Bedingungen gut, ein klein wenig flockiger Niederschlag, abwärts hätte ich gerne mehr Schnee gesehen. Ich freue mich über lockere 2:51:30 als letzte Formprobe.
Schön, so viele bekannte Gesichter zu sehen –
Vereinskollegen und Freunde

Hier ein Video als Vorgeschmack für eine eventuelle Teilnahme 2018

 

 

Advertisements

TAGESSIEG MIT STRECKENREKORD beim Silvrettarun 3000

Silvrettarun 3000 219.07.2014
Gestern fand im Paznaun die dritte Auflage des Silvrettarun 3000 statt.
Ich konnte das dritte Mal in Folge den Tagessieg erlangen und bin nach der großen Enttäuschung letzte Woche (Bericht dazu morgen) wieder guter Dinge und superhappy. … und in Blogschreibstimmung *smile*

Schon Donnerstag Mittag reise ich an und genieße zweieinhalb Tage im wunderschönen Paznaun. Es ist einfach herrlich. Schon im Bus hinauf nach Galtür spüre ich in mir diese Freiheit, eine unglaubliche Zufriedenheit und Vorfreude. Ich war im Hotel Fluchthorn untergebracht – ein wirklich traumhaft schönes Hotel mit Blick auf die Berge.

Freitag spaziere ich ein bisschen durch den Ort, schnuppere über die Wiesen – es duftet – und gehe abends zur Pastaparty.

Silvrettarun 3000. Pastaparty & Streckenbriefing am Vorabend. Am Bild Heinz Hörhager, Martin Mattle & DJ Thomas Dox

Silvrettarun 3000. Pastaparty & Streckenbriefing am Vorabend mit Heinz Hörhager, Martin Mattle und mir. Thomas Bosnjak stellt die ATRA (Austrian Trail Running Association) vor. Auch am Bild DJ Thomas Dox

Dort machen Heinz Hörhager, Martin Mattle und ich das Streckenbriefing; für musikalische Unterhaltung inklusive „Oh Katharina“ ist gesorgt, die Nudeln sind al dente und es ist genug für alle da.

Samstag, 6 Uhr: Der Wecker klingelt, die Sonne lacht und es zieht mich auf den Berg. Es trifft sich gut, dass heute der 19. Juli ist. 3. Auflage des Silvrettarun 3000. Ich tape mein Knie, fühle mich fit. Am Telefon sage ich zu Reinhard, dass ich mir eine Zeit von 4:20 h zutraue. Es werden 4:20:00 – ja, bin ich Hellseher?

Start: Strecke Medium & Hard. Foto: Markus Mattle

Start: Strecke Medium & Hard. Foto: Markus Mattle

Der Shuttle bringt uns pünktlich um 7 Uhr von Galtür zum Start nach Ischgl. Viele liebe Lauffreunde und Bekannte sind da. Ich freu mich, gebe noch ein Interview und quatsche ein bisschen.

8 Uhr: Schon geht es los. Ich laufe vorne mit den ersten Männern weg, höre auf meinen Körper und gehe mein Tempo. Heute läuft es … Ich spüre das und freue mich. Gemeinsam mit den Läufern der Medium-Strecke laufen wir vorbei an der Fimba Mittelstation. (Die Läufer der Small-Strecke starten 2h nach uns.) Die ersten 2 km haben schon einige Hm. Dann geht es über die Bodenalpe und die Gampenbahn Talstation taleinwärts Richtung Heidelberger Hütte. Dort feuern uns viele Zuschauer und viele freiwillige Helfer lautstark an. – Grandiose Stimmung. Heute ist Bilderbuchwetter in einer Bilderbuchgegend!

Silvrettarun 3000 4
Es geht über Wiesen, Bäche, Geröll und ein paar Schneefelder hinauf zum Kronenjoch. Sogar ganz oben am Kronenjoch (2974 m) werden wir noch verpflegt: Wasser, Gatorade, Westberggels, Bananen – Es fehlt an nichts. Das Kronenjoch überquere ich gemeinsam mit dem 6. und 7. Mann. Dann geht es abwärts. Ich versuche auf den Trails und über die Schneefelder abwärts etwas Gas zu geben. Hannes Hittenberger und ich duellieren uns über ein großes Schneefeld > Rutschpartie für uns beide.

Tagessiegerin und Tagessieger Robert Gruber

Tagessiegerin und Tagessieger Robert Gruber

Mein Allerwertester ist jetzt gekühlt. Wir rennen weiter. Bis zur Jamtalhütte gelingt es mir beide abzuschütteln. Ab der Jamtalhütte wird wieder auf Forststraße bzw. Asphalt gelaufen. Meine Uhr piepst: Die Kilometerzeiten – hmm, fast ein bisschen schnell für mich … Ich gehe etwas runter vom Gas, denn ich weiß, dass ab Galtür-Winkl noch 8 anspruchsvolle flache Kilometer mit ein paar kleinen, aber gegen Ende des Rennens doch zähwirkenden Anstiegen warten. Es geht vorbei an der Scheibenalpe und bei Galtür-Winkl auf die andere Talseite. Über die Felder wird bis Wirl gelaufen, dann 180˚ Wende und etwas oberhalb des Talbodens talauswärts bis Galtür-Tschaffein.

Letztes Jahr wurde ich ab hier von einem Bike „1. Dame“ begleiten. Ich wünsche mir ein solches Bike herbei – zur Motivation -, denn langsam wird es zäh.

2 km vor dem Ziel dann ein Motorrad: Der Fahrer lächelt mir zu, verneigt sich und begleitet mich ins Ziel. Ein schönes Gefühl. Ich blicke noch einmal auf die Uhr. Ich liege auf Kurs. Schon werde ich angekündigt: Ich freue mich riesig! 4.20:00 meine Zeit. Damit unterbiete ich meine Siegerzeit von 2013 um 17 min und habe 11:27 min Vorsprung auf den 6. Mann gesamt.

RUNNING HAPPY

RUNNING HAPPY. Foto: Harald Rotter


Dieser Sieg bedeutet mir viel. Dieses wunderschöne Rennen zu gewinnen, ist genial. Ich strahle und laufe über die Ziellinie.
Tolle Stimmung im Ziel, tolles Publikum, tolle Sportler! Ich bin überglücklich. Trinke Pepsi *lol*, hol mir was zu futtern, ratsche mit Freunden und Bekannte und genieße den Nachmittag im Kreise Gleichgesinnter im sonnigen Galtür. Ein Traumtag!

Gratulation an Robert Gruber zum Tagessieg, herzliche Gratulation an Kathrin Schichtl und Martin Mattle zum Sieg auf der Medium-Strecke sowie Eva Noval und Johannes Lechner zum Sieg auf der Small-Strecke.

Danke an den Tourismusverband Paznaun-Ischgl für ein großartiges Event, danke an Seppi Kurz, Peter Reiner und die vielen, vielen Helfer am Start, im Ziel, an der Strecke …, die dieses tolle Event ermöglicht haben. Nächstes Jahr komm ich wieder!

Hier die vollständigen Ergebnisse

Und hier findet ihr auch ein Video zur 3. Auflage des Silvrettarun 3000.

UND: Pro Teilnehmer gingen € 5,- der Nenngebühr (32 € für Lauf, Streckenverpflegung, Pastaparty, Zielverpflegung, Finishershirt …) an Wings for Life, der Stiftung für Rückenmarksforschung

Vormerken: Silvrettarun 3000 am 18./19. Juli

Vormerken: Silvrettarun 3000 am 18./19. Juli

WP_20140622_silvrettarun300 2
Zum Abschluss eines bewegten Wochenendes ging’s am Sonntag ins Paznaun. Danke an die Mattles für die Gastfreundlichkeit. Wir waren auf den Spuren des Silvrettarun 3000 unterwegs, haben ein paar Fotos geknipst und – wie man unschwer sehen kann – viel gelacht.

Am 19. Juli findet dort der 3. Silvrettarun 3000 statt. Ich war schon zweimal dabei und freu mich schon sehr auf die dritte Auflage.

silvretta 4

Auf den Spuren des Silvrettarun 3000 mit Alois und Martin Mattle

Der Silvrettarun 3000 ist eine Laufveranstaltung der besonderen Art, führt auf der Strecke Hard über das Kronenjoch (2974 m), auf der Strecke Medium über das Ritzenjoch (2866 m) und bietet ein atemberaubendes landschaftliches Erlebnis.  Auch eine kurze Strecke wird heuer wieder angeboten; nun aber mit neuer Streckenführung und fast flach: Sie führt über die Wildererhütte, die „urigste Hütte in den Alpen“. Alle weiteren Infos findet ihr hier. Meinen Bericht zum Vorjahr hier.

WP_20140620_chillenDer Tag im Paznaun war ein würdiger Abschluss eines feinen Wochenendes. Von Trampolinhüpfen – ja, ihr hört richtig *grins*. Trampolinhüpfen abends im Freien. Das war fein – über Laufen in Mieming mit meinen neuen Komperdell Carbon Ultralite Vario 4 Compact auf den Gachen Blick (1909 m), eine kleine Bikerunde zum Lehnberghaus (1554 m) mit Einkehr und großem Kuchengenuss im Gasthaus Arzkasten und Hiken im Rofan: via Dalfazer Alm auf den Streichkopf (2243 m), Naturgenuss, Regendusche, Chillen am Lansersee, Spass und viel Lachmuskeltraining war alles dabei.

RUN HAPPY

Sieg beim Silvrettarun 3000 (43,4km, +1821HM | -1603 HM)

Sieg beim Silvrettarun 3000 (43,4km, +1821HM | -1603 HM)

WP_001344Am 20. Juli 2013 fiel zum zweiten Mal der Startschuss zum Silvrettarun 3000. Zum zweiten Mal war ich dabei und diesmal spielte auch das Wetter mit.

Zwar war der Veitscher Grenzstaffellauf über 54 km und 2065 HM erst drei Wochen her, aber weil ich an den ersten Silvrettarun durchwegs positive Erinnerungen hatte, wollte ich hier gerne meinen zweiten Bergmarathon laufen. Meine Anmeldung erfolgte relativ spät, da ich den Wunsch, hier an den Start zu gehen, bis kurz vor dem Rennen für mich behalten hatte.

WP_001329

Danke an Hannes, Angelika und Sportskanone Karli fürs Mitnehmen. Karli hatte eine große Freude, mich wiederzusehen. 😉 Abends gab’s noch einen Teller Nudeln und um 21 Uhr lagen wir in den Federn.

Renntag, 7:30 Uhr: Es war trocken und langsam kam auch die Sonne zum Vorschein. Wir fanden uns im Startareal ein. Start um 8 Uhr. Die Startunterlagen hatten wir schon am Vorabend abgeholt und insofern hatten wir keinerlei Hektik. Aufgewärmt habe ich mich nicht allzu viel. Um nicht zu sagen: Gar nicht. Stattdessen freute ich mich, den ein oder anderen Läufer wieder zu sehen. Es wurde ein bisschen geratscht und ehe ich mich versah, war es auch schon 8 Uhr.

Silvrettarun 3000, Hard-Route

Silvrettarun 3000, Hard-Route

Vom Start weg konnte ich gleich die Führung im Damenfeld übernehmen. Gelaufen wurde gemeinsam mit den Startern der Medium-Route (28,6 km, +1412 HM | -1192 HM) vom Silvrettaplatz in Ischgl via Mittelstation Fimbabahn, Fimbatal und Bodenalpe zur Heidelbergerhütte. Bis dahin kannte ich die Strecke. Ab hier war ich gespannt, auf das Unbekannte. (Im vergangenen Jahr wurde die Hard-Route aufgrund schlechter Wetterbedingungen kurzfristig gestrichen und so liefen wir alle bei Regen und Kälte über das Ritzenjoch.)

kronenjoch

Heute sollte es bei Sonnenschein über das Kronenjoch (2974 m) gehen. Ich wusste, dass einige Schneefelder auf uns warteten. Dass ich aber ab knapp hinter der Heidelbergerhütte nasse Füße haben würde, das wusste ich nicht. Es war ja herrliches Wetter. Da machte das nichts. Fakt ist aber, dass meine Schuhe lange vor dem ersten Schneefeld trieften: Der Boden war stellenweise sehr sumpfig, Bäche galt es zu durchqueren bzw. hatte das Schmelzwasser wohl beschlossen, uns zu begrüßen. 🙂

Am Kronenjoch fragte ich mich kurz, wo ich meine Fiegl gelassen hatte. Keine dabei. Der Schnee war sehr weich und so lief ich die Schneefelder runter, als wären es Schotterreisen. Das war witzig. Bruchlandung gab es die ein oder andere. Aufstehen und weiter.

Bei der Jamtalhütte sorgte ein Fotograf für Verwirrung und ich stürmte irrtümlicher Weise auf den gegenüberliegenden Hügel. Was tut man nicht alles für ein gutes Foto! 🙂 Ich finde im Übrigen, dass Sportograf großartige Fotos macht.

Großteils auf Forststraßen ging es von dort Richtung Tal. Heraus kam ich in Galtür, aber ehe es ins Ziel ging, galt es noch eine Ehrenrunde via Wirl und Tschaffein zu laufen. Die letzten Kilometer wurde ich von einem Mountainbiker (1. Dame) begleitet. Ein schönes Gefühl. Als erste Dame erreichte ich schließlich das Ziel (Sport- und Kulturzentrum Galtür).

Ich gewinne mit einer Zeit von 4:37:32.6 vor Ildikó Wermescher und unserer lieben Angelika Winkler.

Bei den Herren siegt der Skibergsteiger Philipp Schädler (3:43:11.5) und setzt sich gegenüber Csaba Németh und Philipp Quack durch.

Eine Videozusammenfassung von ischgltv findet ihr hier, den Bericht von Ischgl/Galtür hier.

Auch die TT hat berichtet, vgl.:

Tiroler Tageszeitung (21.07.2013)

Tiroler Tageszeitung (21.07.2013)

Ein super Rennen! Nächstes Jahr komme  ich wieder!