Jipiiiiii!!! 7. Platz WM Berglauf Langdistanz

7. Platz WM Berglauf Langdistanz
Ich bin zurück aus Slowenien und freu mich riesig über dieses Ergebnis!

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Copyright: Tad Davis

Die WM Berglauf Langdistanz fand heuer in Podbrdo/Slowenien statt.

 

Seit dem Winter war dieses Rennen und eine gute Performance dort mein Ziel. 42 km und 2800 Hm im Aufstieg, ebenso viele Höhenmeter abwärts auf teilweise sehr schwierigem, technischen Downhill galt es zu bezwingen.

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Team AUSTRIA

 

Erst eine Woche vor dem Rennen war es offiziell: Für Österreich gehen drei Frauen und vier Männer an den Start.

Ich bin gut vorbereitet und so gibt es während des Rennens keine großen Überraschungen, ich finde schnell in mein Tempo und kann das Rennen genießen.

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Copyright: Tad Davis. Bei km 28, nach dem ersten langen Downhill und vor dem zweiten langen, steilen Anstieg – nutsaboutrunning!!!

 

Knapp unter Porezen, als ich 2800 Hm im Aufstieg in den Beinen hatte, entstand folgendes Foto:

 

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Copyright: Karmen Klancnik. Nach knapp 2800 Hm im Aufstieg freue ich mich von Karmen Klancnik angefeuert zu werden. Herzlichen Dank für das Bild!

Ich denke, das Foto sagt mehr als tausend Worte. Freilich war es anstrengend, aber ich war tief im Herzen so glücklich, mich in MEINEM NATIONALDRESS für ÖSTERREICH auf dem WM-Kurs zu befinden und dieses Rennen absolvieren zu dürfen.

Zu diesem Zeitpunkt liege ich sogar vor der später 4.platzierten Italienerin Francesca Iachemet (links mit blauen Shirt im Bild). Im zweiten Anstieg geht es mir richtig gut. Ich merke, das ausdauerorientierte Training der letzten Zeit hat sich ausgezahlt. Das stimmt mich positiv für meine weiteren Unternehmungen.

In diesem Sinne: Ein HERZLICHES DANKESCHÖN an den FÜR MICH BESTEN Trainer der Welt Reinhard Kessler. Ich freue mich schon auf die Straßenmarathonvorbereitung und hoffe, heuer auch eine schöne Zeit auf den Asphalt zu bringen.

Im zweiten Downhill überknöchle ich leider. Ich stürze zwar nicht, aber verletze mich doch am Sprunggelenk – Bändereinriss.

Irgendwie schalte ich das aber aus und laufe noch knappe 1000 Hm abwärts Richtung Ziel.

Generell sind die 2800 Hm (nach meiner Uhr sogar 2900 hm) im Downhill stellenweise sehr anspruchsvoll und bei entsprechendem Tempo und unter Anstrengung einfach auch risikoreich. Im ersten Downhill z.B. hat man im oberen Bereich auf 3 km ein Gefälle von ca. 30 %.

Insbesondere die Italiener sind offenbar Downhill-Spezialisten. Hier (wie anderswo) habe ich noch Luft nach oben *lol*.

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Copyright: Tad Davis. Zieleinlauf 😉

Als 7. der Weltmeisterschaft überquere ich jedenfalls einfach nur überglücklich nach 4:40:09 die Ziellinie.

 

 

Ich bin überglücklich, dass ich dabei sein durfte und auch ein wenig stolz. Ich denke, das darf ich auch sein. Es ist gut so und es gibt mir Kraft und Zuversicht.

 

Ich danke dem OELV, allen voran Helmut Schmuck, für diese Chance und das Vertrauen in mich, meinen Freunden und Bekannten, insbesondere Laufkollegen fürs Daumendrücken, meinen treuen Sponsoren für die immerwährende Unterstützung und wie gesagt, allen voran meinem Trainer, für den es selbstverständlich ist, mir am Vorabend noch Mut zuzusprechen und mir zu sagen, dass er an mich glaubt. DANKE

 

Weltmeister Berglauf Langdistanz werden mit gewaltigen Leistungen Alessandro RAMBALDINI (ITA) in 3:44:52 und Annie CONWAY (GBR) in 4:29:01.

1. Annie CONWAY Annie (GBR) 4:29:01
2. Antonella CONFORTOLA (ITA) 4:29:58
3. Lucija KRKOČ Lucija (SLO) 4:30:43
4. Francesca IACHEMET (ITA) 4:37:37
5. Nicolette GRIFFIONEN (RSA) 4:39:16
6. Karin FREITAG (AUT) 4:39:54
7. Katharina ZIPSER (AUT) 4:40:09
8. Megan KIMMEL (USA) 4:40:28
9. Debora CARDONE (ITA) 4:40:43
10. Jana BRATINA (SLO) 4:40:47

1. Alessandro RAMBALDINI (ITA) 3:44:52
2. Marco DE GASPERI (ITA) 3:46:12
3. Mitja KOSOVELJ (SLO) 3:46:33
4. Tom OWENS (GBR) 3:49:34
5. Benedikt HOFFMANN (GER) 3:50:42
6. Ricky LIGHTFOOT (GBR) 3:53:30
7. Marcin SWIERC (POL) 3:53:32
8. Lukas NAEGELE (GER) 3:53:48
9. Andrew DAVIES (GBR) 3:54:39
10. Milan JANATA (CZE) 3:54:43

 

Das Abschneiden der Österreicherinnen:
6. Karin FREITAG 4:39:54
7. Katharina ZIPSER 4:40:09
33. Anita WEISS 5:29:55

17. Robert GRUBER 4:05:12
23. Andreas TOCKNER 4:13:04
50. Andreas ROIS 4:38:53
52. Daniel JOCHUM 4:42:29

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Österreichische Vizemeisterin im Bergmarathon – Mit einem Lächeln über die Ziellinie

1min to go - Foto: Andreas Wiesinger

1min to go – Foto: Andreas Wiesinger

Gestern, 10.08.2014, fanden in Kainach, in der Steiermark, die Österreichischen Meisterschaften im Bergmarathon (44 km & 1800 Hm) statt.

Zu dritt reisen wir SK Rueckenwind-ler (Andreas Wiesinger, Christian Bair und ich) am Samstag von Tirol an: 6:45 h Fahrzeit – Kainach ist nicht gerade ums Eck. Aber wir haben es fein. – Wir sind eben ein cooler Verein. Danke, Andreas, fürs Mitnehmen: „Voi nett!“.
Wir nächtigen in einem etwas schrägen Hotel 20 min vom Start entfernt: Niemand an der Rezeption; die Schlüssel für die Zimmer liegen auf. Hier hat man noch Gottvertrauen. Am Vorabend das übliche Carboloading: Andreas verdrückt zwei Teller Spätzle, Christian und ich bleiben der Pasta treu; dazu einen Salat mit Kürbiskernöl. So kommt auch das Eichhörnchen in mir auf seine Rechnung.

ca- km 30. Foto: Josef Feller

ca- km 30, kurzer Gegenanstieg. Foto: Josef Feller

Start um 9 Uhr. Das ist human und fein: So können wir bis fast 7 Uhr schlafen.
Im Startareal treffen wir auf viele bekannte Gesichter. Ich fühle mich wohl und fiebere dem Start entgegen.

Der Startschuss fällt etwas abrupt. Karin und ich sind irritiert, waren wir doch gerade noch beim Ratschen. Das Feld setzt sich in Bewegung. Es geht los. Ich laufe bewusst ruhig an: 44 km und 1800 Hm, zwar keine ungewohnte Distanz für mich – bin ich doch in den letzten 30 Tagen viermal eine derartige Distanz im Renntempo gelaufen – der Respekt aber bleibt; auf 44 km kann viel passieren …

Heute ist es für meinen Geschmack ziemlich heiß, das Tape an meinem linken Knie löst sich bereits nach ca. 3 km. Ich bin zugegebenermaßen für einen Moment besorgt, sollte dieses doch mein Knie etwas entlasten. Es muss auch so gehen. – Das ist Kopfsache und es geht auch so.
Bis km 6 laufen wir auf Asphalt, dann wechseln sich Wald- und Wiesenwege mit einigen steilen Zwischenanstiegen ab. Bei km 14 laufen wir durch die erste Zeitnehmung; für die Staffelläufer erfolgt hier der erste Wechsel.
Wäre ich nicht Tirolerin würde ich sagen, es folgte ein steiler ,Steig‘ bis zur Roßbachalpe. – Naja, jedenfalls gelingt es mir hier in der Steigung ein paar Männer stehen zu lassen und mich von ,meiner Gruppe‘ zu lösen. Das hat Vor- und Nachteile, denn nun muss ich vermehrt nach der Wegmarkierung Ausschau halten. Bei km 17 erreichen wir bereits den höchsten Punkt (1790 m).

Zieleinlauf - RUNNING HAPPY; Foto: Josef Feller

Zieleinlauf – RUNNING HAPPY; Foto: Josef Feller

Nun ein kurzer, steiler Abstieg, wie ich es mag. Konzentrieren ist angesagt; kaum wird es technisch wieder einfach, verfalle ich in einen Tagtraum. Das Ergebnis: Ich stolpere über einen Stein, eine Wurzel oder was weiß ich was, und liege da – wie ein Käfer. Der rechte Oberschenkel ist ramponiert. Ich wische die Erde ab – Der Boden ist feucht, hatte es doch am Vortag, wenn auch nur kurz, aber doch stark geregnet – und laufe weiter.

Zweite Staffelübergabe bei km 27, 5 – Zuschauer und wartende Staffelläufer feuern mich an. Das motiviert. Es geht auf unterschiedlichem Untergrund abwärts: auf Forststraßen, kurzen, teils rutschigen Steigerl, über (teilweise steil abfallende) Wiesen und zwischendurch erwarten uns herzhafte Gegenanstiege.
Etwa bei km 30 stehen Helmut Schmuck und Josef Feller. Danke vielmals an dieser Stelle für die tollen Fotos und dafür, dass wir mit dir und dem erfolgreichen LG Decker Itter Team am Abend heimfahren durften. Das war super, kurzweilig und fein!

Zwar bin ich insgesamt mit meinem Rennen zufrieden, auf den letzten Kilometern hätte ich aber etwas mehr Gas geben können. Hier habe ich leider etwas Zeit liegen gelassen. Die finalen 2 km tragen zu Recht den Kosenamen ,Sadistenschleife‘. Hießen sie nicht bereits so, ich hätte sie nicht anders bezeichnet.

Österreichische Meisterin und Österreichische Vizemeisterin. Foto: Josef Feller

Österreichische Meisterin und Österreichische Vizemeisterin. Foto: Josef Feller

In der letzten Kurve erwartet mich eine Schar fröhlicher Kinder, setzt sich in Bewegung und begleitet mich mit der Österreichischen Fahne ins Ziel.

44 km, 1800 Hm: 4:16:24 meine Zeit, damit werde ich Österreichische Vizemeisterin. Ich bin RUNNING HAPPY, gratuliere von Herzen Karin Freitag zu ihrem verdienten Sieg und ihrer grandiosen Zeit und gönne mir eine Cola. Veronika Limberger wird Dritte und wir bekommen einen wunderschönen Strauß Blumen.

Herzliche Gratulation zum Österreichischen Meistertitel an Karin Freitag (LG Decker Itter) und Thomas Unger (Team Vegan.at).

Zur Siegerehrung der Österreichischen Meisterschaft im Bergmarathon 2014 dürfen damit:
1. Karin Freitag, LG Decker Itter, 4:00:48.46
2. Katharina Zipser, SK Rueckenwind, 4:16:24.60
3. Veronika Limberger, LC Waldviertel, 4:25:11.34
4. Maria Frei, X-Trim ASKÖ Zeltweg, 4:39:22.10
5. Michaela Schwarzenbach, Aufi und Owi Sport Wieland, 4:43:23.26
6. Karin Augustin, MSC Rogner Bad Blumau, 4:49:27.95

1. Thomas Unger, Team Vegan.at, 3:42:14.76
2. Robert Gruber, Kolland Topsports Gaal, 3:44:09.43
3. Martin Pogelschek, Kelag Energy, 3:49:42.05
4. Jesse Muray, LG Wien, 3:51:20.15
5. Stefan Schriebl, LTV BAWAG PSK Köflach, 3:53:13.86
6. Hubert Pfeifenberger, Kolland Topsports Gaal, 3:53:26.65

Siegerehrung. Foto: Josef Feller

Siegerehrung. Foto: Josef Feller

Ganz herzliche Gratulation an die Tiroler Mädels der LG Decker Itter (Karin Freitag, Andrea Knapp & Stephanie Schatz) zum Österreichischen Mannschaftsmeistertitel!
Gratulation auch an meine Vereinskollegen Andreas Wiesinger (4:31:57.56) und Christian Bair (5:13:47.37) – Es war mir eine Ehre und Freude, mit euch unterwegs sein zu dürfen – und allen Lauffreunden und Finishern zu ihren tollen Leistungen!

Die ersten drei Plätze der im Rahmen der Österreichischen ebenfalls ausgetragen Tiroler Meisterschaft gehen an:
1. Karin Freitag, LG Decker Itter, 4:00:48.46
2. Katharina Zipser, SK Rueckenwind, 4:16:24.60
3. Andrea Knapp, LG Decker Itter, 5:39:41.63
bzw.
1. Eddy Raul de Leon Solano, LG Decker Itter, 4:15:05.53
2. Andreas Wiesinger,SK Rueckenwind, 4:31:57.56
3. Christian Bair, SK Rueckenwind, 5:13:47.37

Ich freu mich schon auf die Österreichischen Meisterschaften im Bergmarathon 2015!
RUNNING HAPPY

Die vollständigen Ergebnisse findet ihr hier.

TAGESSIEG MIT STRECKENREKORD beim Silvrettarun 3000

Silvrettarun 3000 219.07.2014
Gestern fand im Paznaun die dritte Auflage des Silvrettarun 3000 statt.
Ich konnte das dritte Mal in Folge den Tagessieg erlangen und bin nach der großen Enttäuschung letzte Woche (Bericht dazu morgen) wieder guter Dinge und superhappy. … und in Blogschreibstimmung *smile*

Schon Donnerstag Mittag reise ich an und genieße zweieinhalb Tage im wunderschönen Paznaun. Es ist einfach herrlich. Schon im Bus hinauf nach Galtür spüre ich in mir diese Freiheit, eine unglaubliche Zufriedenheit und Vorfreude. Ich war im Hotel Fluchthorn untergebracht – ein wirklich traumhaft schönes Hotel mit Blick auf die Berge.

Freitag spaziere ich ein bisschen durch den Ort, schnuppere über die Wiesen – es duftet – und gehe abends zur Pastaparty.

Silvrettarun 3000. Pastaparty & Streckenbriefing am Vorabend. Am Bild Heinz Hörhager, Martin Mattle & DJ Thomas Dox

Silvrettarun 3000. Pastaparty & Streckenbriefing am Vorabend mit Heinz Hörhager, Martin Mattle und mir. Thomas Bosnjak stellt die ATRA (Austrian Trail Running Association) vor. Auch am Bild DJ Thomas Dox

Dort machen Heinz Hörhager, Martin Mattle und ich das Streckenbriefing; für musikalische Unterhaltung inklusive „Oh Katharina“ ist gesorgt, die Nudeln sind al dente und es ist genug für alle da.

Samstag, 6 Uhr: Der Wecker klingelt, die Sonne lacht und es zieht mich auf den Berg. Es trifft sich gut, dass heute der 19. Juli ist. 3. Auflage des Silvrettarun 3000. Ich tape mein Knie, fühle mich fit. Am Telefon sage ich zu Reinhard, dass ich mir eine Zeit von 4:20 h zutraue. Es werden 4:20:00 – ja, bin ich Hellseher?

Start: Strecke Medium & Hard. Foto: Markus Mattle

Start: Strecke Medium & Hard. Foto: Markus Mattle

Der Shuttle bringt uns pünktlich um 7 Uhr von Galtür zum Start nach Ischgl. Viele liebe Lauffreunde und Bekannte sind da. Ich freu mich, gebe noch ein Interview und quatsche ein bisschen.

8 Uhr: Schon geht es los. Ich laufe vorne mit den ersten Männern weg, höre auf meinen Körper und gehe mein Tempo. Heute läuft es … Ich spüre das und freue mich. Gemeinsam mit den Läufern der Medium-Strecke laufen wir vorbei an der Fimba Mittelstation. (Die Läufer der Small-Strecke starten 2h nach uns.) Die ersten 2 km haben schon einige Hm. Dann geht es über die Bodenalpe und die Gampenbahn Talstation taleinwärts Richtung Heidelberger Hütte. Dort feuern uns viele Zuschauer und viele freiwillige Helfer lautstark an. – Grandiose Stimmung. Heute ist Bilderbuchwetter in einer Bilderbuchgegend!

Silvrettarun 3000 4
Es geht über Wiesen, Bäche, Geröll und ein paar Schneefelder hinauf zum Kronenjoch. Sogar ganz oben am Kronenjoch (2974 m) werden wir noch verpflegt: Wasser, Gatorade, Westberggels, Bananen – Es fehlt an nichts. Das Kronenjoch überquere ich gemeinsam mit dem 6. und 7. Mann. Dann geht es abwärts. Ich versuche auf den Trails und über die Schneefelder abwärts etwas Gas zu geben. Hannes Hittenberger und ich duellieren uns über ein großes Schneefeld > Rutschpartie für uns beide.

Tagessiegerin und Tagessieger Robert Gruber

Tagessiegerin und Tagessieger Robert Gruber

Mein Allerwertester ist jetzt gekühlt. Wir rennen weiter. Bis zur Jamtalhütte gelingt es mir beide abzuschütteln. Ab der Jamtalhütte wird wieder auf Forststraße bzw. Asphalt gelaufen. Meine Uhr piepst: Die Kilometerzeiten – hmm, fast ein bisschen schnell für mich … Ich gehe etwas runter vom Gas, denn ich weiß, dass ab Galtür-Winkl noch 8 anspruchsvolle flache Kilometer mit ein paar kleinen, aber gegen Ende des Rennens doch zähwirkenden Anstiegen warten. Es geht vorbei an der Scheibenalpe und bei Galtür-Winkl auf die andere Talseite. Über die Felder wird bis Wirl gelaufen, dann 180˚ Wende und etwas oberhalb des Talbodens talauswärts bis Galtür-Tschaffein.

Letztes Jahr wurde ich ab hier von einem Bike „1. Dame“ begleiten. Ich wünsche mir ein solches Bike herbei – zur Motivation -, denn langsam wird es zäh.

2 km vor dem Ziel dann ein Motorrad: Der Fahrer lächelt mir zu, verneigt sich und begleitet mich ins Ziel. Ein schönes Gefühl. Ich blicke noch einmal auf die Uhr. Ich liege auf Kurs. Schon werde ich angekündigt: Ich freue mich riesig! 4.20:00 meine Zeit. Damit unterbiete ich meine Siegerzeit von 2013 um 17 min und habe 11:27 min Vorsprung auf den 6. Mann gesamt.

RUNNING HAPPY

RUNNING HAPPY. Foto: Harald Rotter


Dieser Sieg bedeutet mir viel. Dieses wunderschöne Rennen zu gewinnen, ist genial. Ich strahle und laufe über die Ziellinie.
Tolle Stimmung im Ziel, tolles Publikum, tolle Sportler! Ich bin überglücklich. Trinke Pepsi *lol*, hol mir was zu futtern, ratsche mit Freunden und Bekannte und genieße den Nachmittag im Kreise Gleichgesinnter im sonnigen Galtür. Ein Traumtag!

Gratulation an Robert Gruber zum Tagessieg, herzliche Gratulation an Kathrin Schichtl und Martin Mattle zum Sieg auf der Medium-Strecke sowie Eva Noval und Johannes Lechner zum Sieg auf der Small-Strecke.

Danke an den Tourismusverband Paznaun-Ischgl für ein großartiges Event, danke an Seppi Kurz, Peter Reiner und die vielen, vielen Helfer am Start, im Ziel, an der Strecke …, die dieses tolle Event ermöglicht haben. Nächstes Jahr komm ich wieder!

Hier die vollständigen Ergebnisse

Und hier findet ihr auch ein Video zur 3. Auflage des Silvrettarun 3000.

UND: Pro Teilnehmer gingen € 5,- der Nenngebühr (32 € für Lauf, Streckenverpflegung, Pastaparty, Zielverpflegung, Finishershirt …) an Wings for Life, der Stiftung für Rückenmarksforschung

Salzburg Marathon, 04.05.2014: „Vizestaatsmeisterin“ – Wie das klingt …

Salzburg Marathon, 04.05.2014: „Vizestaatsmeisterin“ – Wie das klingt …

04.05.2014
Nach Graz 2013 laufe ich in Salzburg meinen zweiten Straßenmarathon.

Salzburg Marathon Podium

Salzburg Marathon Podium

Insbesondere dass im Rahmen des Salzburg Marathon heuer die Staatsmeisterschaften stattfanden, war für meine Entscheidung, dort an den Start zu gehen, ausschlaggebend. Daneben weiß jeder, der mich ein bisschen kennt, wie sehr ich die Natur liebe, wie gern ich über die Berge „hopse“ und meine Füße baumeln lasse. Insofern kam mir ein Frühjahrsmarathon heuer sehr entgegen. Ob ich im Herbst noch einen weiteren Marathon laufe, werde ich in den nächsten Wochen entscheiden. Jedenfalls geht es jetzt erst einmal (wettkampfmäßig) in die Berge und darauf freu ich mich schon sehr. Überhaupt freu ich mich aufs Berglaufen, aufs Radln, aufs Höhenluftschnuppern etc. und auf das damit für mich in Verbindung stehende Gefühl der Freiheit.

Ruhe vor dem Sturm - Zielareal beim vor- abendlichen Spaziergang

Ruhe vor dem Sturm – Zielareal beim vor- abendlichen Spaziergang

Aber zurück zum Marathon: Wir reisen am Samstag an. Übernachten im Hotel Amadeus, das ich aufs Wärmste weiterempfehlen kann und gehen abends – wie vor Rennen üblich – zum Italiener. Sechs Mann, eine Dame – Danke, Günter, fürs Organsieren und Reservieren! Lieb von dir, dass deine Wahl auf den Italiener bei uns ums Eck fiel *grins*.
Die Vorbereitungen verliefen heuer wirklich sehr gut und ich freute mich auf das Rennen. Eine Endzeit von 2:52 schien realistisch und genau auf diese legte ich mein Rennen aus. Auch quirlige Menschen wie ich lernen dazu und ich bemühte mich ein konstantes Rennen zu laufen. Ich ging es langsam an, bei km 10 rief mir Reinhard wohl nicht ohne Grund zu: „Sieht gut aus. Weiterjoggen“. Ich fühlte mich super, freute mich, ihn an der Strecke zu sehen, und winkte ihm zu. Aber was bei km 10 „Joggen“ ist, kann bei km 35 unmöglich gleich bezeichnet werden. Gefühlt ist es dort einfach etwas anderes und insofern tat ich vorerst gut daran „weiterzujoggen“. Bei km 21 überholte ich Andrea und zwischen km 21 und 30 überhaupt eine ganze Reihe von Läufern, das gefühlte „Jogging“ hielt etwa bis km 32/33 an, dann musste ich ein paar Federn lassen. Mit einer ersten Hälfte von 1:25:47 (netto) und einer zweiten von 1:27:15 bin ich allerdings sehr zufrieden.

Zieleinlauf 2:53:02 (Nettozeit). Ich DANKE DIR für das tolle Foto

Zieleinlauf 2:53:02 (Nettozeit). DANKE für das tolle Foto

So lief ich mit 2:53:02 (netto) über die Ziellinie und darf mich hinter Karin Freitag, die das dritte Mal in Folge Staatsmeisterin über die Marathondistanz wurde, und vor Andrea Weber über den Vizestaatsmeistertitel freuen. Ein großes Dankeschön geht an den für mich besten Trainer der Welt Reinhard Kessler – Ohne dich hätte ich das nicht geschafft – und an den Fotografen im Ziel. Danke für die tolle Unterstützung und dafür, dass 5 min Verspätung am Start manchmal eine Selbstverständlichkeit zu sein scheinen – was sie nicht sind.

Siegerehrung Österreichische Staatsmeisterschaft

Siegerehrung Österreichische Staatsmeisterschaft

Der Marathonsieg ging an Joan Rotich (KEN) in 2:48:30 bzw. an den für den LAC Klagenfurt startenden Edwin-Kipchirchir Kemboi (KEN) in 2:22:00, der damit auch Österreichischer Staatsmeister wurde. Staatsmeisterin wurde, wie eben erwähnt, das dritte Mal in Folge Karin Freitag (LG Decker Itter) in 2:49:45. Meine herzliche Gratulation!

Die ersten sechs der Österreichischen Staatsmeisterschaft: (Bruttozeiten)
1. Kemboi Edwin-Kipchirchir (LAC Klagenfurt), 2:22:00
2. Aumayr Karl (Club LaufImPuls), 2:24:38
3. Gruber Robert (Kolland Topsport), 2:24:51
4. Kumpusch Vinzenz (Running Team Lannach), 2:31:29
5. Strasser Herbert (Lauftreff Nußdorf), 2:35:09
6. Pogelschek Martin (Kelag Energy) 2:35:13

1. Freitag Karin (LG Decker Itter), 2:49:45
2. Zipser Katharina (SK Rueckenwind), 2:53:06
3. Weber Andrea (SV Reutte LA), 2:53:18
4. Schuster Bernadette (SK VÖEST), 2:59:04
5. Krapfenbauer Cornelia (LC Waldviertel), 3:04:07
6. Limberger Veronika (LC Waldviertel), 3:05:30

Nicht zuletzt das Abschneiden der SK Rueckenwind-lerInnen: (Brutto- und Nettozeiten)
Schneider Günter, der schnellste Rueckenwindler, M-45, 2:38:19, 2:38:17
Zipser Katharina, W30 2:53:06, 2:53:02
Stelzer Robert, M40 2:59:01, 2:58:55
Wiesinger Andreas, M-40, 29 3:04:22, 3:04:07
Koprivnik Robert, M40, 3:12:43, 3:12:39
Barbach Maria, W-50, 3:36:46, 3:36:34
Bair Christian, M-40, leider DNF

Die vollständigen Ergebnisse findet ihr hier
Und hier ein paar Link: oelv.at, Salzburger Nachrichten, hdsports.at, topsportsaustria, kleinezeitung.at, derstandard.at, laufreport.de, marathon4you.de