Bei diesem Wetter MUSS man rauf – Zischgeles und Oberstkogel

Bei diesem Wetter MUSS man rauf – Zischgeles und Oberstkogel

15. August 2013:
Bei diesem Wetter muss Frau raus! Zwar war ich am Vorabend aus dem Training heraus einen 3000er auf der Bahn gelaufen (Bahnmeeting, Alpencup) und kam erst recht spät ins Bett, doch die Sonnenstrahlen weckten mich. Die SMS mit der Frage, was ich vorhätte, ließ nicht lange auf sich warten. Ich schnipselte ein paar Erdbeeren klein und rührte sie mit etwas Eiweiß in mein Joghurt. Dazu ein Espresso. Es kann losgehen! WP_001622
Meister holt mich ab und schon ging es nach Praxmar (1687 m). Heute wollten wir eine kleine Runde übern Zischgeles und den Oberstkogel drehen.

Als wir starten, kommen uns von oben schon die ersten „Wandersleut'“ entgegen. (Wir hatte uns entscheiden, über die Marleralm, auf den Zischgeles zu gehen und dann auf den Oberstkogel. Viele machen das wohl umgekehrt.) Ein paar sind mit viel Marschgepäck unterwegs. Jetzt einmal ehrlich: Ich habe eine lange Hose, eine Jacke, Wechselshirt (lang & kurz), ja sogar Handschuhe dabei, aber auf 40l komm ich da nicht. 🙂

am Zischgeles (3004m)

am Zischgeles (3004m)

WP_001606

Ausblicke …

Am Zischgeles (3004 m) ist es fein, aber schon recht kühl. Wir suchen uns ein ruhiges Plätzchen. Am Gipfel ist doch ein bissl was los … Etwas hinter dem Gipfel setzen wir uns kurz in die Sonne und genießen. Ein bisschen Höhenluft tut immer gut. 🙂
Dann geht es ein Stück abwärts und schließlich auf einem meister‘schen Spezialweg sehr steil den Hang hinauf Richtung Oberstkogel (2728 m). Die letzten „Gipfeldohlen“ packen gerade zusammen. Der Gipfel gehört uns. 🙂

Oberstkogel

Oberstkogel

Auf dem Weg runter nach Praxmar genießen wir den herrlichen Blick auf den Lüsener Ferner.

Lüsener Ferner

Lüsener Ferner

So langsam freu ich mich schon wieder auf den Winter. Wenn’s da dann nur nicht immer so kalt wäre …
Zuhause wird erst einmal wieder Nahrung aufgenommen. Ein bisschen Hausarbeit und dann mach ich mich wieder los: 90min laufen (flach!). Ich hab es nicht vergessen. Und ich freu mich …

Herrlich :-) Hochreichkogel-Finstertalscharte-n-Kühtairunde

Herrlich :-) Hochreichkogel-Finstertalscharte-n-Kühtairunde

Ab ins Längental

Ab ins Längental

Den langen Lauf absolvierte ich letztes Wochenende schon am Samstag, sodass der Sonntag den Bergen und mir gehörte. 🙂
Diesmal ging es mit dem Herrn Meister ins Kühtai.

...tai

…tai

Er hatte sich eine coole Runde überlegt und ich freute mich schon sehr darauf. Eigentlich dachte ich, wir würden recht früh starten. Ich scharrte schon in den Startlöchern, ein Schokocroissant vom Bäcker Ruetz versüßte mir dann aber das Warten. Endlich ging es los. Dieser Sommer meint es wirklich gut mit uns. Ein Traumwetterle! 🙂
Wir parkten also das Auto oben im Kühtai und da vernahmen wir Herrn Hochreiters Stimme und, dass die ersten des Bergkaiser Kühtai bald erwartet würden. Nun gut, das wollten wir sehen. 🙂
Dann aber ging es los: Das Längental hinein. Schon nach wenigen Kilometern hatten wir das Tal praktisch für uns allein. Nur wenige Wanderer waren hier unterwegs. Zügigen Schrittes steuerten wir auf den Hochreichkogel zu.

blau 🙂

Dann ging es abwärts Richtung Schweinfurter Hütte.
Im Umkreis der Schweinfurter Hütte tummelte es sich natürlich. Etwa 300-400 Hm oberhalb legten wir dann aber doch ein kurzes Päuschen ein. Ein paar Nüsse und ein Riegel mussten dran glauben.

WP_001531

nut-gathering

so friedlich :-)

so friedlich 🙂

Weiter ging es in Richtung Finstertalscharte. Eine Herde Schafe hielten mich unterwegs auf. Ohne ein paar Fotos zu machen, konnte ich wieder mal nicht an ihnen vorbei. Ich liebe Schafe. Meister wartete oben und da war es dann auch mittlerweile schon ganz schön frisch. Jacke drüber und schon ging es abwärts Richtung Stausee. Dem See entlang gaben wir noch einmal Gas; dann die letzten Meter abwärts und noch mal 30 Hm aufwärts.
Ein schöner Tag und eine wunderschöne Gegend 🙂

Zum Glungezer über die Viggarspitze – Running Happy

Zum Glungezer über die Viggarspitze – Running Happy

unterwegs mit Hendrik3. August 2013

Hendrik hatte angekündigt, ein paar Tage nach Mittenwald zum Training zu kommen. Da bot es sich an, eine gemeinsame Runde zu drehen. Gern wäre ich auch von Mittenwald losgelaufen, aber er meinte, ich solle ihm mal meinen „Hausberg“ zeigen. Nun als Innsbruckerin hat man es da nicht leicht, aber eines stand fest: Wir drehen eine coole Runde! Ich überlegte also: Karwendel oder Mittelgebirge, oder doch Zillertal, Stubaital, Ötztal, Wilder Kaiser …? Wir haben es echt gut hier. 🙂
Wir entschieden uns für die Option mit anschließendem Sprung ins kalte Nass. Start um 9 Uhr, Treffpunkt Endstation 3er. Und los ging es! Wir liefen über Schloss Ambras, Tummelplatz, Vogelhütte, Lans, Igls, Heilgwasser zur Aldranseralm. Von dort ging es auf die Viggarspitze.

knapp unter der Vigarspitze

knapp unter der Viggarspitze

Es war traumhaft! Strahlender Sonnenschein außen und innen. Wir verdrückten etwas unterhalb des Gipfels, fern vom Getümmel, jeder einen Riegel und dann ging es weiter, rüber zum Glungezer. Heute (Sonntag) ist da ja der Glungezer Berglauf: eine wirklich tolle Veranstaltung, ein Traumrennen, aber man kann nicht auf allen Hochzeiten zugleich tanzen. Der Trainingslauf gestern hatte seinen Charme. Oben ein bisschen den Ausblick genießen, chillen und ein paar Fotos machen. Am Rückweg kehrten wir in der Glungezerhütte ein, dann liefen wir über den Zirbenweg rüber zum Patscherkofelhaus und vor dort dann die Piste runter. 🙂 Von Igls noch über die Felder zum See und hopp: Schon waren wir im kühlen Nass! Herrlich, so eine Abfrischung! Chillen, ausspannen, Eis essen, Espresso trinken (und verschütten) …
Gegen Abend liefen wir über den Seerosenweiher und den Tummelplatz wieder runter in die Stadt.
Ein schöner Trainingslauf! Und ich habe hier in Tirol noch viel zu zeigen, selbst zu sehen und zu erlaufen!

WP_001416Schnee am Glungezer

abwärts ...am See ...

RUN HAPPY EVERYBODY

Smoothie – Ich *freu* mich :-)

Smoooothie

Smoooothie

Nach der Arbeit eine schöne Auswahl an Früchtchen gekauft: Bananen, Kiwis, kernlose Trauben. Eigentlich wollte ich noch Wassermelone, gab es aber leider keine. Die Erdbeeren taten mir zwar leid, aber mit nach Hause nahm ich sie doch nicht, stattdessen halt eine Mischung tiefgekühlte Waldbeeren, eine Zitrone für die Frische und: Hopp in den Mixer!

Gerade bin ich vom Training heimgekommen. So ein großes Glas (oder zwei) von diesem Smoothie … mmmh… einfach herrlich! Prost und liebe Grüße!

Sieg beim Silvrettarun 3000 (43,4km, +1821HM | -1603 HM)

Sieg beim Silvrettarun 3000 (43,4km, +1821HM | -1603 HM)

WP_001344Am 20. Juli 2013 fiel zum zweiten Mal der Startschuss zum Silvrettarun 3000. Zum zweiten Mal war ich dabei und diesmal spielte auch das Wetter mit.

Zwar war der Veitscher Grenzstaffellauf über 54 km und 2065 HM erst drei Wochen her, aber weil ich an den ersten Silvrettarun durchwegs positive Erinnerungen hatte, wollte ich hier gerne meinen zweiten Bergmarathon laufen. Meine Anmeldung erfolgte relativ spät, da ich den Wunsch, hier an den Start zu gehen, bis kurz vor dem Rennen für mich behalten hatte.

WP_001329

Danke an Hannes, Angelika und Sportskanone Karli fürs Mitnehmen. Karli hatte eine große Freude, mich wiederzusehen. 😉 Abends gab’s noch einen Teller Nudeln und um 21 Uhr lagen wir in den Federn.

Renntag, 7:30 Uhr: Es war trocken und langsam kam auch die Sonne zum Vorschein. Wir fanden uns im Startareal ein. Start um 8 Uhr. Die Startunterlagen hatten wir schon am Vorabend abgeholt und insofern hatten wir keinerlei Hektik. Aufgewärmt habe ich mich nicht allzu viel. Um nicht zu sagen: Gar nicht. Stattdessen freute ich mich, den ein oder anderen Läufer wieder zu sehen. Es wurde ein bisschen geratscht und ehe ich mich versah, war es auch schon 8 Uhr.

Silvrettarun 3000, Hard-Route

Silvrettarun 3000, Hard-Route

Vom Start weg konnte ich gleich die Führung im Damenfeld übernehmen. Gelaufen wurde gemeinsam mit den Startern der Medium-Route (28,6 km, +1412 HM | -1192 HM) vom Silvrettaplatz in Ischgl via Mittelstation Fimbabahn, Fimbatal und Bodenalpe zur Heidelbergerhütte. Bis dahin kannte ich die Strecke. Ab hier war ich gespannt, auf das Unbekannte. (Im vergangenen Jahr wurde die Hard-Route aufgrund schlechter Wetterbedingungen kurzfristig gestrichen und so liefen wir alle bei Regen und Kälte über das Ritzenjoch.)

kronenjoch

Heute sollte es bei Sonnenschein über das Kronenjoch (2974 m) gehen. Ich wusste, dass einige Schneefelder auf uns warteten. Dass ich aber ab knapp hinter der Heidelbergerhütte nasse Füße haben würde, das wusste ich nicht. Es war ja herrliches Wetter. Da machte das nichts. Fakt ist aber, dass meine Schuhe lange vor dem ersten Schneefeld trieften: Der Boden war stellenweise sehr sumpfig, Bäche galt es zu durchqueren bzw. hatte das Schmelzwasser wohl beschlossen, uns zu begrüßen. 🙂

Am Kronenjoch fragte ich mich kurz, wo ich meine Fiegl gelassen hatte. Keine dabei. Der Schnee war sehr weich und so lief ich die Schneefelder runter, als wären es Schotterreisen. Das war witzig. Bruchlandung gab es die ein oder andere. Aufstehen und weiter.

Bei der Jamtalhütte sorgte ein Fotograf für Verwirrung und ich stürmte irrtümlicher Weise auf den gegenüberliegenden Hügel. Was tut man nicht alles für ein gutes Foto! 🙂 Ich finde im Übrigen, dass Sportograf großartige Fotos macht.

Großteils auf Forststraßen ging es von dort Richtung Tal. Heraus kam ich in Galtür, aber ehe es ins Ziel ging, galt es noch eine Ehrenrunde via Wirl und Tschaffein zu laufen. Die letzten Kilometer wurde ich von einem Mountainbiker (1. Dame) begleitet. Ein schönes Gefühl. Als erste Dame erreichte ich schließlich das Ziel (Sport- und Kulturzentrum Galtür).

Ich gewinne mit einer Zeit von 4:37:32.6 vor Ildikó Wermescher und unserer lieben Angelika Winkler.

Bei den Herren siegt der Skibergsteiger Philipp Schädler (3:43:11.5) und setzt sich gegenüber Csaba Németh und Philipp Quack durch.

Eine Videozusammenfassung von ischgltv findet ihr hier, den Bericht von Ischgl/Galtür hier.

Auch die TT hat berichtet, vgl.:

Tiroler Tageszeitung (21.07.2013)

Tiroler Tageszeitung (21.07.2013)

Ein super Rennen! Nächstes Jahr komme  ich wieder!

Österreichische Meisterin im Bergmarathon (Veitsch, 29.06.2013; 54km, 2065HM)

Österreichische Meisterin im Bergmarathon (Veitsch, 29.06.2013; 54km, 2065HM)

992802_624340250910378_1691477392_nAm 29. Juni fanden in Veitsch in der Steiermark die Österreichischen Meisterschaften im Bergmarathon (inklusive Tiroler Meisterschaften) statt. 54km und 2065 Höhenmeter v.a. über Forststraßen, Wald- & Almwege sowie ein bisschen Straße galt es zu bewältigen. Eine ordentliche Herausforderung, wie ich fand, denn ich war zuvor im Rennen nie über 28km gelaufen und auch im Training nicht über 33km.

Aufgeregt war ich auch so schon genug, aber wie das Leben so spielt kam noch etwas dazu: Ich lief mit einem nagelneuen Schuh, dem Pure Grit 2. Um genau zu sein, hatte der Schuh gerade mal 10km Testlauf hinter sich gebracht. Aber dieser Schuh schien mir für das Streckenprofil am geeignetsten: Das Rennen führte nach dem Start und vor dem Ziel jeweils 1,5km über Asphalt. Das restliche Rennen liefen wir über Schotterstraßen, Wald- und Almwege.

Angereist sind wir am Vortag des Rennens: 2 Männer: Hannes Prem, Chef d’Equipe, Christian Bair, 3 Frauen: Angelika Winkler, Kathrin Sojer und ich, 2 Hunde: Sportskanone und Zwack, ein Kombi und ein Camper. Zwar hatte der Veranstalter eine Wiese direkt im Start- und Zielbereich für Camper zu Verfügung gestellt, aber weil wir uns für Wasser und Strom entschieden, übernachteten wir auf einem nahegelegenen Campingplatz. Das Wetter war herrlich und so erfreuten wir uns eines herrlichen Frühstücks in der Sonne 🙂

WP_001119 WP_001127

Der Startschuss fiel um 9Uhr. Ich reihte mich im zweiten Drittel des Startblocks ein und ging locker ins Rennen. Als äußerst angenehm empfand ich dann das Anfangstempo, das natürlich deutlich langsamer war, als ich es von kürzeren Rennen her gewohnt war. Ich achtete darauf meinen Puls „nieder“ zu halten, konnte aber dennoch schon vor der ersten Labe (km 5) die Führung im Damenfeld übernehmen und diese wurde mir dann auch nicht mehr streitig gemacht. Nach der ersten Labe und damit der ersten Steigung liefen wir gemächlich mal auf, mal ab. Ich hatte mein Tempo gefunden. Knackig wurde es dann bei km 23/24. Der Teufelssteig erwartete uns. Steil? – Ja, aber nicht so wie sein Ruf. Anstrengender, insbesondere für die Augen, empfand ich persönlich fast die schmalen Wegerl, die kilometerweise abwärts zu absolvieren waren. Und zuweilen freute ich mich, wenn es wieder mal auf die Forststraße ging. Nicht weil ich es schöner fände, dort zu laufen: Aber zwischendurch war das erholsam 🙂 Den 54. Kilometer galt es durch Veitsch zu laufen. Dort waren zu meiner Verwunderung praktisch keine Zuschauer. (An der Strecke standen deutlich mehr.) Und fast hätte ich mich am letzten Kilometer noch verlaufen. Der Zieleinlauf (Foto siehe oben) war herrlich.

Streckenprofil

In 4:54:15 konnte ich den Lauf für mich entscheiden: ÖSTERRREICHISCHE MEISTERIN IM BERGMARATHON 🙂 mit Streckenrekord.

Meine zwei Teamkolleginnen Angelika Winkler und Kathrin Sojer und ich wurden außerdem gemeinsam ÖSTERREICHISCHE VIZE-MEISTER IN DER MANNSCHAFT. Daneben wurden wir natürlich auch Tiroler Mannschaftsmeister, ich Tiroler Meisterin, Angelika Vizetiroler Meisterin und Kathrin 3. Christian hätte auch eine Sekunde flotter laufen können. Aber gut! Er wurde Tiroler Vize-Meister.

Der Lauf an sich war wunderschön und nun bin auch ich einen ULTRA, wenn auch vielleicht einen Bambini-Ultra, gelaufen.

… RUN HAPPY …

Staatsmeisterschaften und Tiroler Meisterschaften im Berglauf (Itter)

DSC_4223Am 09.06.2013 finden die Staatsmeisterschaften im Berglauf in Itter statt. Weil aufgrund des Hochwassers die Tiroler Meisterschaften vom 02.06.2013 verschoben werden mussten, finden auch diese an ebendiesem Tag statt. Für uns Frauen gilt es 7,9 km und 750 Höhenmeter zu bewältigen. Wir laufen bis zur Kraftalm. De Herren der Schöpfung laufen etwas weiter (10,9 km und 1200 Höhenmeter) bis zum Gipfelhaus Hohe Salve.

Das Wetter ist herrlich; geradezu ideal. Vom SK Rückenwind gehen zwei Herren – Heinz Steiner und Christian Bair – und drei Damen – Ludmilla Uzick, Elisabeth Harrie und ich – an den Start. Wir sind also auch mit einem Damenteam vertreten. 🙂

Die Strecke führt uns über Forststraßen und Wiesenwege und schließlich knapp vor dem Ziel über einen knackig steilen Wiesenhang. Für mich läuft das Rennen super. Ich kann mir die Kraft sehr gut einteilen und benötige 48:05min bis ins Ziel. Damit werde ich 5. Österreicherin und Tiroler Meisterin. Mit meinen Teamkolleginnen, die ebenfalls jeweils ein gutes Rennen laufen, werden wir Staatsmeister und damit auch Tiroler Meister in der Mannschaft.

Karwendelrunde mit dem MTB

Karwendelrunde_13062013 13.6.2013: Zwischendurch macht es riesigen Spaß mal was anderes zu machen; nicht immer „nur“ zu laufen. Bei herrlichem Wetter starten wir gegen 10Uhr in der Innsbrucker Innenstadt. Es geht Richtung Zirl, dann von Eigenhofen relativ steil auf einer Forststraße rauf nach Reith. Hier bleibt uns nichts anderes übrig als auf der Straße bis Scharnitz zu strampeln, aber dann gehts auch schon rein ins wunderschöne Karwendeltal. Vor dem Anstieg zum Karwendelhaus bleiben wir stehen und tanken unsere Energiespeicher: Wir haben herrliche Riegel dabei, die wie Linzertorte schmecken und eilig haben wir es nicht :-).

WP_000994

Weiter geht’s zum Karwendelhaus; oben am Hochalmsattel treffen wir einen Bekannten: Wir ratschen, ratschen, ratschen und ich hole mir am ersten Sonnentag des Jahres (an dem ich auch frei habe) den Sonnenbrand meines Lebens. Obwohl ich oben schon die Windjacke drüberzieh, weiß ich, es ist zu spät: Die nächsten drei Tage trage ich deutliche Erinnerungszeichen von diesem wunderschönen Biketag.

WP_000993

Wir fahren dann runter zum Kleinen Ahornboden und weiter durchs Johannestal, das mich aufgrund des hellblauen Wassers fasziniert.

WP_001013Durch das Engertal und vorbei an ein paar deutschen Freunden geht es dann noch aufs Plumsjoch. Gut, dass wir etwa 200HM vor dem Plumsjoch den schöneren schmaleren Weg einschlugen 🙂

WP_001016

Da blieb uns beiden nichts übrig, als ein bissl zu schieben … Der Wirt der Plumsjochhütte freute sich sehr über Gäste und versorgte uns mit kühlen Getränken und einer schönen nahrhaften Suppe. Über Pertisau, Jenbach … ging es schließlich nach Hause.

1:25:59 beim Halbmarathon in Salzburg am 05.05.2013

1:25:59 beim Halbmarathon in Salzburg am 05.05.2013

1:25:59 – das ist eine neue Personal Best. Darüber freue ich mich sehr, das ist 14sec schneller als vor 3 Wochen in Wien beim VCM.

Wenn ich nun aber sage, das Rennen lief mir gar nicht, mutet das etwas eigenartig an. Also es war so: Start war um 9Uhr am Residenzplatz. ich war rechtzeitig dort, wärmte mich ein bisschen auf, das Wetter war herrlich bis warm. Der Startschuss fiel pünktlich, aber irgendwie wollten meine Beine keinen Rhythmus finden …

Am liebsten wäre ich bei km 3 ausgestiegen, aber „Nein, dafür habe ich nicht trainiert“. Also lief ich. Es war wirklich Arbeit, Kilometer für Kilometer. Bei km 10 stand Reinhard: Das freute mich und spornte mich an. Bei km 13 fand sich ein Transparent. Da stand so was wie: „Aufgeben gibt es nicht. Für Momente wie diesen hast du trainiert“ drauf. Und erstmals fand ich so ein dummes Transparent gut. Was darauf stand, spornte mich an. Ich danke dem Spender :-). Etwa bei km 17 lief ich auf einen Bekannten auf; der hatte sichtlich aufgegeben; läuft normalerweise unter 1:20, aber nun schien er fast zu stehen. Ich lief an ihm vorbei, zupfte ihn am Ärmel und munterte ihn auf „Komm! Komm schon! Komm mit! Geht schon!“ Er reagierte etwas verdutzt, erkannte mich und meint erst, wenn ich das sagen würde, dann würde er noch einmal anstarten. Er lief also ein paar Meter neben mir, dann meinte er: „Soll ich dir etwas Tempo machen?“ Ich freute mich und so liefen wir die letzten 3,5 km gemeinsam, er immer etwa 1/2m vor mir.

Auf der Zielgeraden sah ich: 1:25:49… Das musste sich noch ausgehen… Unter 1:26 wollte ich laufen. Ja, vor dem Rennen hatte ich noch laut gesagt: „Mein Ziel: 1:25:59.“ Und genau diese Zeit wurde es schließlich: 1:25:59. Danke an dieser Stelle an Reinhard, den Verfasser des Spruches am Transparent und „meinem“ Tempomacher auf den letzten Kilometern. 🙂