Sieg beim Hecher Speed Up

05.02.2016

DSC_1391.JPGHecher Speed Up – Fast ist der Name Programm, denn tatsächlich machen sich Freitag Abend 115 Racer mit rasantem Tempo und teilweise – wenn auch nicht von Beginn an, wohl aber gegen Ende hin – hängender Zunge von Grafenast Richtung Hecher auf.

Während die Starter über die kurze Distanz Kurs halten, scheren die 70 Starter über die lange Distanz nach 300 Hm links aus, fellen ab und stürzen sich in die Abfahrt.

Für mich verläuft das Rennen bis dahin gut und Abfahren ist sowieso cool! Also: Tutto gas! Ich ärgere mich etwas über meinen Helm. Leider ist er mir ein bisschen groß; zwar habe ich mir behelfsmäßig schon vor der Mountain Attack Schaumstoff hineingeklebt, aber wenn ich beim Anziehen nicht wirklich achtgebe, was ich vor diesem Rennen – in Anbetracht der Tatsache, dass die Abfahrt recht kurz ist – nicht getan habe, geht er leider etwas auf oder von meinem Schädel spazieren … Egal. Schon sind wir in der Wechselzone. Ich halte ganz rechts, meine Vacuum Base Felle von Kohla Tirol sind schnell am Ski. Marco Mattlschweiger von bikearea.at feuert uns an.

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Nuts for the squirrel

In der Wechselzone steht er direkt neben mir und ich vernehme so etwas wie: “ Im Ziel gibt’s Nüsse!“

 

Leute, das war kein Scherz! 540 Hm später weiß ich das. Zwar wird mein Sachpreis, ein Flascherl Schnaps mit Beschriftung, das ich dem für mich besten Trainer der Welt Reinhard Kessler gebracht hätte (Ich selbst trinke ja keinen Alkohol), versehentlich, weil mich die Zeitnehmer nicht ins Ziel laufen gesehen hatten bzw. bei der Erstellung der Einlaufliste ein Fehler unterlaufen war, der Zweitplatzierten ausgehändigt; ein Sackerl peaNUTS gab es jedenfalls ganz speziell für mich. Made me smile! Danke, Marco!

 

Die schnellsten drei Damen und Herren über die lange Distanz (Aufstieg 300 Hm, Abfahrt 300 Hm, Aufstieg 540 Hm)

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Tagessieger Langstrecke, Copyright: http://www.bikearea.at

  1. Katharina ZIPSER, Kohla Tirol / ASICS Frontrunner, AUT, 0:44:12,10*IMG-20160210-WA0001
  2. Stefanie KOCH-KLINGER, SC Anger, GER, 0:46:58,41
  3. Biggi STUFFER, ASV Gossensass Skialp, ITA, 0:48:06,76
  1. Martin RENZLER, ASV Gossensass – Skialp, AUT, 0:36:33,66
  2. Armin NEURAUTER, Haglöfs-Friends / union-sporthuette.at, AUT, 0:37:38,81
  3. Jörg RANDL, Haglöfs-Friends / union-sporthuette.at, AUT, 0:38:22,82

 

Über die kurze Distanz (ein Aufstieg, 540 Hm) waren am schnellsten

  1. Vivien SENN, ASV Gossensass – Skialp, ITA, 0:28:37,62
  2. Tamara AIGNER, AUT, 0:28:42,66
  3. Stefanie DE SIMONE, ITA, 0:28:57,26
  1. Daniel WILDAUER, AUT, 0:23:01,68
  2. Reinhard HURTH, AUT, 0:23:03,32
  3. Manuel ZORN, AUT, 0:23:22,08

* Die Zeit wurde mir so zugewiesen. Tatsächlich hatte ich eine hohe 44er Zeit.

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Ausgehen nach dem Rennen mit die schnellen Mander

Gratulation allen, die dabei waren und danke an die Organisatoren und auch an jene, die uns angefeuert haben 🙂

 

Samstag war dann gemütliches Spazieren mit Ski aufs Axamer Kögele 12644953_1304791102880568_128668121771700625_nangesagt und heute entschied ich mich ob des Sturmes für Indoortraining. 3 h Crossramp. Das ist nicht nur körperliches Training, sondern stellt auch eine psychische Herausforderung an mich dar *lol* Bald ist Sellaronda und Wer keine Ziele hat, hat schon verloren.

Die vollständigen Ergebnisse findet ihr hier: Langdistanz-Ergebnisliste-Hecher-Speed-Up-2015 & Kurzdistanz-Ergebnisliste-Hecher-Speed-Up-2015.

 

 

Auf die Plose fertig los – Sieg über 1400 Hm in 1:09:32

skiuphill Plose 201629.01.2016

Facts (Rennklasse)
Start: St. Andrä
Ziel: Plosehütte
Höhenunterschied: 1400 m

„Auf die Plose fertig los!“, hieß es für 159 Skibergsteiger – darunter auch eine 8-köpfige Nordtiroler Delegation – letzten Freitag in Südtirol.

Start um 19:30 Uhr und ehrlich gesagt brach die Müdigkeit schon bei der Anreise über mich herein.

Aber Jimmy rettet mir mit einem Pocket Coffee quasi das Leben und ich freue mich auf den Bewerb.

Plose AusschreibungIch fühle mich sehr fit und auch, was ich von der Strecke vorab gehört habe, gefällt mir. Steil und für ein Skiuphill auch lang, hieß es. 1400 Hm gilt es zu bewältigen, wobei die ersten 1000 Hm diesmal mit ,flach‘ wirklich nicht viel gemein haben.

Beim Zenzenhof wird zusammengewartet und von dort fahre ich mit Jimmy nach St. Andrä oberhalb von Brixen.

Die Startnummern sind schnell abgeholt und überhaupt bin ich diesmal gut organisiert: Wissend, dass es im Dunkeln nicht fein ist vor einem Rennen im Auto nach dem richtigen Equipment zu suchen, habe ich systematisch eingepackt.

Auf der Hinfahrt trinke ich ausreichend. Zum Eingehen verwende ich ein Extrafell, das Rennfell habe ich vorab aber schon wie ein Beuteltier eingesteckt. Bis zum Rennstart wärmt mich zudem eine alte Jacke, die ich im Notfall auch hinter einen Baum legen und später holen hätte können …

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Foto: Eisacktal Cup (Facebook)

Der Start verzögert sich um 5 min. Die“Katz“ (i.e. Pistenraupe / Kleidertransport) muss noch zur Plosehütte losgeschickt werden. Dann aber geht es recht abrupt los. Ich hatte mich in der zweiten Reihe ganz links aufgestellt und komme gut weg. Es gelingt mir relativ lang im Laufschritt zu verweilen; die Position im Feld passt. Auch weil es gleich steil wird, nimmt die Hektik im Feld ein rasches Ende.

Ich konzentriere mich auf meinen Schritt und mein Rennen, orientiere mich aber auch an mir bekannten „Rennhaxen“. Ein Rundumblick bestätigt mich in meinem subjektiv guten Gefühl. Die Schneeverhältnisse sind gut. An ein paar steilen Stellen ist es rutschig; konzentriert und mit entsprechendem Krafteinsatz packe ich auch diese Passagen heute ohne Probleme.

An der Station Kreuztal, dem Ziel der Hobbyklasse, pushen uns die Zuschauer vorbei. Die ersten 1000 Hm sind geschafft. Der letzte Teil ist ziemlich flach. Nach 1:09:32 laufe ich ins Ziel. Ich freu mich sehr über die Zeit, unter 1:10 😉 für 1400 Hm. Das ist die schnellste Damenzeit, die hier gelaufen wurde.

DSC_1356Einen Tee auf der Plosehütte zur Stärkung, schnell umziehen und schon fahren wir zum Kreuztal Stübele ab. Feines Beisammensitzen am Nordtiroler Tisch und Siegerehrung, alles toporganisiert

Ein schöner Abend neigt sich dem Ende.

 

Die schnellsten drei Damen und Herren:
Damen:
1 Katharina ZIPSER, KOHLA TIROL, 1:09:32.87 (Streckenrekord)
2 Annemarie GROSS, BOGN DA NIA, 1:13:20.92
3 Barbara OBERHAUSER, ASC RASEN, 1:14:53.69

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Foto: Eisacktal Cup (Facebook)

Herren:
1 Martin STOFNER, LA SPORTIVA, 54:54.30 (Streckenrekord)
2 Toni LAUTENBACHER, ATOMIC SKIZUG 231, 55:53.58
3 Martin RENZLER, SKIALP GOSSENSASS, 57:11.95
David THÖNI, SKIALP GOSSENSASS, 57:11.95

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Foto: Eisacktal Cup (Facebook)

… und die Nordtiroler Delegation im Überblick:
Oliver Spinn 1:07:18
Reinhard Hurth 1:07:40
Bernhard Salchner 1:08:01
Jimmy Bodner 1:08:50
Katharina Zipser 1:09:32
Mario Herburger 1:10:42 – 3. Platz in der Altersklasse 1900-1962
Peter Wober 1:13:11
Marco Eder 1:15:22

Die Ergebnisse der Klasse Race findet ihr hier: Plose-2016-Results-Race
Neben 102 Startern über die Race-Distanz waren auch 57 Sportler in der Hobby-Klasse mit Ziel bei der Station Kreuztal am Start, vgl.: Plose-2016-Mittelzeit Hobby

Allen herzliche Gratulation!

Und nach dem Rennen: Schlafen, Frühstücken im Breakfast Club und wieder ab in den Schnee. Jimmy und ich machen lockere 2000 Hm in Seefeld und trinken Espresso in der Sonne.

 

ISPO 2016 – Ich hab mich umgesehen


Innovativ, schrill, verrückt …
So einiges hab ich gestern auf der ISPO auf mich wirken lassen

Den neuen Verticalp in Händen gehalten, die neue ATK R.C.A. World Cup mit 86 Gramm inspiziert, bei Kohla über Felle gefachsimpelt, ein Kaffeegerle getrunken, über mögliche gemeinsame Projekte gesprochen, mich wirklich megaprofessionell massieren lassen … und (nicht zuletzt) ein bisschen dem Runner’s World Laufschuhsymposium 2016 gelauscht …

Urlaubstag & Pausetag, mal was anderes

Yeah! 3. Dame MOUNTAIN ATTACK MARATHON und fastest Austrian

15.01.2016 Mountain Attack – Start über die MARATHONDISTANZ

I ❤ MARATHON

Dass mein Herz für Marathon und Berge schlägt, ist längst kein Geheimnis

… und so war nach der in meiner Erinnerung nur positiv besetzten Sellaronda 2015 die Mountain Attack ein schönes Ziel.

 

Präambel oder so
Da ich am ersten Mai in Salzburg die Staatsmeisterschaft Marathon laufen möchte, versuche ich das Lauftraining mit dem Training auf den Skiern zu kombinieren; neben der Arbeit keine leichte Herausforderung, aber mit guter Organisation und viel Willen geht einiges. Danke an dieser Stelle an meinen immer engagierten, flexiblen Trainer Reinhard Kessler!

Mein erster Test auf Schnee in Vals hatte mich positiv gestimmt; dass ich mich dort in der Zugluft auf der Hütte von Viren umtänzeln ließ und es mich über Silvester ins Bett katapultierte, freute mich weniger. Naja, ich bin kein großer Fan von Silvester und Schießerei, mir macht das eher Angst und so war es zumindest aus diesem Blickwinkel keine Tragödie.

Österreichischen Meisterschaft im Vertical, Muttereralm / Innsbruck
Ich erhole mich recht schnell, will ich doch am 9. Jänner bei der Österreichischen Meisterschaft im Vertical auf der Muttereralm, meinem Heimrennen quasi, zeigen, was ich kann. Als vierte Dame über die Ziellinie zu laufen mit 1min 6sec Rückstand auf die mehrfache Welt- und Europameisterin Andrea Mayr und um 17sec am Podest vorbeizuschrammen, ist sicher kein schlechter Auftritt, aber gab Blech.

 

MOUNTAIN ATTACK
Hektische Tage vor dem Rennen
In der Woche vor der Mountain Attack fahre ich etwas mit dem Training herunter.
Ich will ausgeruht am Start stehen, außerdem ist noch eine ganze Reihe an materiellen Fragen zu klären.

  • Ein paar schlaflose Nächte hatte es mich gekostet und einen Berg Euronen, aber ich habe aufgerüstet … und besitze nun auch einen Carbonschuh. Entgegen den im Internet ausgeforschten Angaben zur Sohlenlänge ist mein neuer Schuh nur wenige mm kürzer als der alte, Umbohren unmöglich, Basteln für ein Uphillrennen denkbar (Danke an Peter Ledermaier – PELE Sport – für deine Überlegungen und deine Zeit, die du dir in diesem Zusammenhang für mich genommen hast), für ein Rennen mit rasanten Abfahren wohl riskant.
  • Ich brauche einen neuen Ski und in letzter Sekunde montiert mir Sport Wolf darauf die Bindung von meinem Trainingsski. Danke, Sport Wolf, für euer Engagement!
  • Wilfried kauft zwei Tage vor dem Rennen – als ich schon ein wenig nervös bin – eine neue Brille, um mir diese für das Rennen zu leihen. Emmm, ich habe auch diese im dritten Anstieg verloren … aber alles der Reihe nach!

Raceday
Um 9:30 Uhr treffen wir uns mit Armin Neurauter, der auch heuer wieder bei der Sellaronda mit mir im Mixed Team am Start stehen wird, beim Gefängnis. Keine Angst: Er parkt dort nur sein Auto und wir fahren gemeinsam nach Saalbach. Startnummern werden abgeholt, ein Teller Spaghetti verdrückt …
… und während Armin sich auf seine Weise vorbereitet, stehe ich um 13 Uhr mit den Skiern am Fuße des Schattbergs um mir eine Schattberg-Strategie zu überlegen: Kurze Harscheisen? Lange Harscheisen? Keine Harscheisen? Ski am Buckel? Nach einem Gespräch mit Thomas Koller – Danke für deine offene und hilfsbereite Art! – entscheide ich mich wie er für die Variante ‚Tragen‘. Zwar hätten die langen Harscheisen gut gegriffen, aber was, wenn über mir jemand rutscht, dann segle ich rücklings 400Hm mit ins Tal. „Mit den Skiern am Buckel“, so Thomas, „bist du wendiger und du bist doch Läuferin!“

Start, 16:00 Uhr
Ich hatte mich im Startblock recht weit vorne ganz außen rechts eingefunden.
Pünktlich setzen sich knappe 1000 Ausdauersportler, in vieler Augen verrückte, mit Skiern und Stöcken in der Hand in Bewegung. Es gilt aus dem Ort hinaus zu laufen und nach etwa 500 Laufmetern die Ski auf den Schnee zu werfen, in die Bindung einzusteigen und anzugasen.

Genau das mache ich: Ich komme am Start sehr gut weg, werfe meine Ski vor dem Bogen auf den Schnee und will los.
Da rufen mir zahlreiche Zuschauer etwas zu, ich höre irgendwas mit „Fell“ blicke auf meine Ski und kann es nicht glauben. Mein Fell hatte sich bereits zur Hälfte gelöst und war voll mit Schnee. Wie das passieren konnte? Ich weiß es wirklich nicht! Ich muss sehen, dass mir nicht die Tränen in die Augen steigen, denn nun muss ich abfellen, Rucksack öffnen, ein anderes Fell herausholen, auffellen und ich weiß, hier sind alle Starter noch knapp beisammen, auch der Großteil der Hobbysportler wird die ersten 600 Meter schnell bewältigt haben und an mir vorbeimarschieren. Ich versuche ruhig zu bleiben, mich zu konzentrieren und begebe mich in die Aufholphase. Ich muss mich damit abfinden, dass es etwas dauern wird, bis ich an die Position vorgelange, an der ich glaube, richtig zu sein. Einen Sprint einzulegen, wäre äußerst unklug. Die Überholmanöver kosten viel Kraft, aber ich fühle mich fit und gehe meinen Schritt.

Schattberg
Den Schattberg bewältige ich gemäß geplanter Strategie. Ich erlebe den Schattberg als steil, aber finde ihn nicht so schlimm, wie mir in zahlreichen Horrorgeschichten (nicht selten mit dem Zusatz: „Der Zwölfer ist noch schlimmer“) erzählt wurde.
Ps.: Ich wähle praktisch immer die steile Variante.

Schlimmer für mich ist, dass ich zwar einen Liter Flüssigkeit am Buckel im Rucksack trage, dass mir der Schlauch aber, obwohl ich mich bemühe, ihn direkt am Körper zu führen, eineist. Ich habe also zu Trinken am Buckel, aber nichts zu trinken.

Dies passiert – wie ich später erfahre – auch anderen. Da ich aber außer zweimal im Tal nichts zu trinken bekomme, ist es im dritten Anstieg hart. Maltodextrin und damit flüssige Energie stünde im Rucksack bereit … stattdessen hebe ich eine Dose vom Boden im Aufstieg auf, in der Hoffnung, darin noch Flüssigkeit zu finden. Ich hätte davongetrunken, „wurscht, wer reingesabbert hat“!!!

Der dritte Anstieg auf den Reiterkogel zieht sich, dann die letzte Abfahrt ohne Brille (denn diese hatte ich am Checkpoint 4 verloren) und schon rausche ich Richtung Ziel, auf den letzten Metern skate ich und überhole noch einen Mann. Reinhard sagt, ich muss Schlusssprint üben 🙂

Im Ziel werde ich von Moderation und ORF empfangen, es folgt das Zielfoto mit den zwei megastarken Italienerinnen: Raffaella Rossi, die Zweitplatzierte aus den Jahren 2013 und 2014 siegt vor Corinna Ghirardi, die 2015 mit Francesca Martinelli die Damenwertung der Sellaronda dominiert hatte. Ich bin überglücklich neben diesen megastarken Damen am Podium stehen zu dürfen und ja, ich freue mich!

3. Dame MOUNTAIN ATTACK MARATHON 2016

Es war steil, aber vorallem megaGEIL! I will be back!!!

… und danach:
… eine lange Heimfahrt bei Schnee nach Innsbruck. Um 3 Uhr im Bett … So sind wir am Samstag gemütlich 650 Hm mit Skiern spaziert, ich habe gut gegessen und gestern konnte ich gesellige 2400 Hm mit Stefan Keim gehen, wobei wir auch Susanne Mair getroffen haben, Mario Herburger und Wolfi Meister … Immer wieder die selben Verdächtigen!
Fein ist es bei uns in Tirol!

Herzlichen Glückwunsch allen Sportlern, Freunden und Kollegen zu ihren tollen Leistungen! Ganz besonders natürlich meinem ‪#‎kohlatirolproteam Kollegen Armin Neurauter zum 2. Gesamtrang auf der Tour!

Schöner Auftakt in die Wintersaison 17. SKIUPHILL Vals/Jochtal 30.12.2015

Ein glückliches Neues Jahr euch allen!2016 einläuten

Silvester habe ich krank verschlafen, auf Raketen und Co lege ich allerdings sowieso keinen Wert. Das Jahr 2015 aber konnte ich sportlich erfreulich in Vals im Jochtal beenden und der Schlaf über die Jahre hat gut getan; so konnte ich gestern schon wieder ein leichtes Training absolvieren.

Höhendifferenz 632 mt – Länge 3200 mt – 30:31:00 min das die Fakten

Auf das Rennen aufmerksam macht mich Bernhard Haller, als wir am Stephanitag nach 3000Hm bei Espressi gemütlich am Hoadl in der Sonne sitzen. Coole Sache, wie ich finde, und wenn sich eine Fahrgemeinschaft findet, sprich ich nicht allein nachts dorthin muss (was ich nicht so mag), so würde ich dort gerne starten.

Gesagt getan: Raimund Vogelsberger, Bernhard Salcher, Jimmy Bodner und Bernhard Haller sind fix dabei und Vorort treffen wir viele bekannte Gesichter.

Im Startareal tummeln sich Rennhungrige. Einige Rennen mussten aufgrund des Schneemangels abgesagt werden, so war der Ansturm hier groß und v.a. der Rennhunger entsprechend.

Vom Start weg geht es im Grunde über drei Anstiege hinauf. Für mich ein ungewohnt kurzes Rennen, sicher aber ein gutes Tempotraining. In 30:31:00 erreiche ich hinter den italienischen Nationalteamathletinnen Alba De Silvestro (29:50.53 Streckenrekord!) und Elena Nicolini (30:18.34) als Dritte gesamt das Ziel. Bei den Herren geht der Sieg in 23:41.72 an Philipp Götsch.

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http://www.sportdimontagna.com/skialp/skiuphill-2015-rio-pusteria-bz-0

Damen:
1. Alba DE SILVESTRO, ASD DOLOMITI SKIALP 29:50.53
2. Elena NICOLINI, BRENTA TEAM 30:18.34
3. Katharina ZIPSER, KOHLA TIROL 30:31.00

Herren I 1996-2015:
1. Jakob SIEDLER, RENNTEAM ALPBACHTAL 27:31.64
2. Michael WOHLGEMUTH, ALPIN SPEED SARNTAL 29:25.68
3. Markus THALER, ALPIN SPEED SARNTAL 29:31.57

Herren II 1981-1995:
1. Philipp GÖTSCH PHILIPP, BOGN DA NIA 23:41.72
2. Martin STOFNER, LASPORTIVA MOUN.ATT. 23:57.38
3. Federico NICOLINI, BRENTA TEAM 24:10.89

Herren III 1963-1980:
1. Urban ZEMMER, BOGN DA NIA 23:47.66
2. Filippo BECCARI, BELA LADINIA 25:16.99
3. Dario STEINACHER, BOGN DA NIA 26:14.98

Herren IV 1900-1962:
1. Mario HERBURGER, RC OBERPERPUSS 30:29.21
2. Paul PICHLER, BOGN DA NIA 31:46.74
3. Peter WOBER, RC OBERPERFUSS 31:55.73

 

Die vollständigen Ergebnisse findet ihr >hier<.

Next stop SPECKJAGERN

Let’s get things started

 
Mitten im Aufbautraining blicke ich gespannt auf die kommende Saison.

News
 Logo ASICS Frontrunner_4CVielleicht hast du es schon gesehen: Seit Ende November habe ich einen neuen Laufausstatter.

Es war eine schöne Zeit mit Brooks und dafür möchte ich ,Dankeschön‘ sagen: Brooks ist ein toller Ausstatter: schnittige Kleidung, super Stoffe, tolle Schuhe und happy people, … doch alles hat seine Zeit.
 In die neue Saison starte ich als Asics Frontrunner und ich freu mich auf neue Erlebnisse und Erfahrungen.

Was steht an?
2015 PfriemesDas Training in Laufschuhen versuche ich momentan mit Training auf Schnee zu kombinieren.

Keine leichte Herausforderung. –

Schon im Mai heißt es für mich ,Marathon‘ und auf diesen freue ich mich von Herzen.

Was das Schneetraining betrifft, so tröste ich mich über die Tatsache, dass es vom kalten weißen Nass im Moment nicht gerade ein Überangebot gibt, mit dem Wärmeargument hinweg.

Ich bin ein recht verfrorener Typ. Ja, eigentlich ist mir auch unter einer Palme manchmal kalt und so ist es im Moment für mich ein Hochgenuss am Schnee trainieren zu können und nicht zu frieren. Ich will ja nicht, dass ihr mir den ganzen Schnee wegfegt, aber in Mutters geht es wirklich hervorragend. In 15min bin ich von meiner Wohnung auf Schnee (Wer kann das schon von sich behaupten?) und kann loslegen. So geht sich Training auf Schnee auch trotz ständigem zeitlichen Engpass aus. Und viel einpacken muss ich temperaturbedingt auch nicht. Ich trage zwar immer eine warme Jacke im Rucksack – das gehört sich auch so – doch meistens bleibt diese bis nach dem Training unberührt.

Und wer gerne richtig Schnee sehen will, dem empfehle ich die 158 Pistenkilometer in Ischgl/Galtür mit buntem Rundumprogramm.

When I’m training, it’s never raining

Seit Mitte Oktober befinde ich mich im Grundlagen-/Aufbautraining und es macht richtig Spaß.

WurmkogelIch arbeite an einer vernünftigen Grundlage ohne Wettkampfstress, sammle ruhige Kilometer, laufe, wie es mir gefällt, bin auch mal wieder auf meinem MTB gesessen, gehe Aroha etc. und lasse die Seele baumeln, während ich gleichzeitig meinen Körper stärke.
Fokus auf Grundlage, egal ob 75min oder 90, egal ob etwas schneller oder langsamer, egal ob in Straßenschuhen, beim Trailrunning oder auf Schnee …

So konnte ich schöne Trailrunning-Runden drehen, war stundenlang an der frischen (Höhen-)Luft, habe Energie getankt und Kraft gesammelt.

Vor zwei Wochen bin ich mal wieder meine geliebte Nordkette abgelaufen, vom äußersten westlichen Punkt, den ich von Innsbruck Innercity aus sehe, bis zum westlichsten (Achselkopfhütte – Thaureralm – Rumeralm – Vintlalm – Törl – Herrenhäuser – Absam).

Sellrainer Höhenweg

Sellrainer Höhenweg

Und letzte Woche Sonntag führte es mich über den Sellrainer Höhenweg von Oberperfuss nach Haggen

Emmm, möchte eventuell jemand mit mir Teile der Sellrainer Hüttenrunde laufen? – Das oder etwas in der Richtung hätte ich demnächst am Plan – schönes Wetter vorausgesetzt.

Freitag-Trailrunning-Ausblicke

Freitag-Trailrunning-Ausblicke

Dieses Wochenende haben wir den Sellastock unsicher gemacht. Ich muss mich ja schließlich auch mental auf die Sellaronda im März vorbereiten.

Freitag: Trailrunning bei Traumwetter von Corvara aus kurz kurz und völlig allein: Gesehen: einen Wanderer mit Hund, eine dreiköpfige Gruppe am Retourweg.

Corvara RunningSamstag: Sellaronda Giro die passi MTB, megacool, aber bissi kühl *lol*. Gesehen: zwei Rennradfahrer, fünf Touris, die gleich für ein Foto herhalten mussten.

Sonntag: Superrunde von St. Martin in Thurn hinauf zum Gömajoch (bis dorthin allein), dem Rundwanderung um den Peitlerkofel entlang (gesamt sechs Wanderer) und via Würzjoch retour.

G – E – N – I – A – L

 

 

Neues Stirnband, neues Leben!

Danke von Herzen an die liebe Kati von laeuferherzenbzw. katiscaps.wordpress.com, von der ich aufmunternde Post erhalten habe: zwei wunderschöne neue Stirnbänder.

Fotos in Use folgen. Dankeschööön! Ich würde mich sehr freuen, dich bald mal wieder zu sehen.

verivalbio goes Achselkopfhütte

Lange hat es gedauert, wirklich lange, bis ich mich dazu durchgerungen habe, hier auf meinem Blog wieder einmal zu berichten, zu reflektieren und das Folgende zu schreiben.

Die Saison 2015 war alles andere als einfach für mich. Aufgrund meiner Verletzung am rechten Schienbein vom Herbst 2014 konnte ich erst sehr spät in das Laufgeschehen 2015 einsteigen.
Freilich hatte ich auch in der lauffreien Zeit trainiert, mich bewegt, mein Bestes gegeben …

Und natürlich macht mir Skibergsteigen (das mache ich mittlerweile ja auch wettkampfmäßig 😉 ), Rennradfahren, usw. Spaß; aber im Herzen bin ich a) Läuferin (und zwar möchte ich im Freien laufen, am Berg, auf der Straße, … nicht im Hallenbad und b) ist kein Ersatztraining der Welt die ideale Vorbereitung für Laufbewerbe.

Wadln kühlen

Wadln kühlen

Im Mai warf mich Reinhard dann bei der Landesmeisterschaft Berglauf mit Laufschuhen ins kalte Wasser, mit 200 Jahreslaufkilometern lief ich im Juni die Österreichische Meisterschaft im Bergmarathon, hantelte mich von dort zur WM Berglauf Langdistanz und zum Silvrettarun 3000.

Dann endlich sollte ich mich erholen und ein Training absolvieren: ein Marathontraining. Vier Wochen klappte das eigentlich ganz gut.
Um mein Schienbein nicht mit den für ein Marathontraining nötigen vielen Laufkilometern überzustrapazieren, trainierte ich viel auf einer 3,4 km Forststraßenrunde in Hatting. In der vierten Trainingswoche mit gesamt 144 km startete ich bei der Landesmeisterschaft über 10000 m auf der Bahn und alles schien „on track“.
Ich war happy, aber 72 Stunden später sah die Welt anders aus und 96 Stunden später hatte sie sich um 180 Grad gedreht.
Donnerstag (27. August): 10000 m Bewerb
Sonntag (30. August): Bänderverletzung am rechten Sprunggelenk
> Der Berlinmarathon hatte sich damit erledigt: Am Montag disponierten Reinhard und ich sofort auf Frankfurt-Marathon um. Eis auflegen, eincremen, Physio, … ich hatte noch immer ein Ziel und es hieß Marathon.

Österr. Berglaufnationalteam in Wales

Österr. Berglaufnationalteam in Wales

Montagabend (31. August) Einberufung ins Nationalteam für die Weltmeisterschat Berglauf Up & Down am 19. September. Wir überlegten, … waren aber zuversichtlich, dass getapet ein Antreten drei Wochen nach der Verletzung möglich und fünf Wochen vor dem Marathon in Frankfurt auch ins Konzept passen würde.
Dienstag (1. September) dann 39 Grad Fieber etc. > bakterielle Angina > Antbiotika … Jetzt lag ich erst einmal eine Woche im Bett. Die Laune war im Keller, aber ich mühte mich, für die WM fit zu werden.

WM Berglauf Up and Down, Eröffnungsfeier

WM Berglauf Up and Down, Eröffnungsfeier

Am 17. September ging der Flug, am Samstag sollte das Rennen sein. Natürlich war ich gerade von einer Angina kuriert und eine Bänderverletzung verheilt auch nicht von heute auf Morgen, aber ich war happy, freute mich, für Österreich als eine der drei Seniorinnen mit Sabine Reiner und Karin Freitag an den Start gehen zu dürfen und ich wollte einfach mein Bestes geben.

Zur Sicherheit hatte ich im Flieger und Transferbus ein Halstuch um und ein Stirnband auf, desinfizierte regelmäßig meine Hände und nahm Cetebe für mein Immunsystem. Alles war soweit ok; ich dankbar.
2015 WM Berglauf Up and Down 3Es war toll, als Teil einer österreichischen Abordnung in Wales zu sein, aber wie bitte, wie – statistisch unmöglich, dass es mich treffen würde – konnte ich mir kein 24 h vor dem Rennen eine Lebensmittelvergiftung zuziehen? Ab 15 Uhr nachmittags lag ich im Bett bzw. befand mich am Weg zwischen Bett und WC.

Nicht das ständige Erbrechen war schlimm, es tat mir einfach im Herzen weh, die Psyche war nun endgültig angeknackst … Kein Tee blieb im Magen, an Essen war nicht zu denken, aber das Rennen, das wollte ich mir nicht wegdenken.

In der Früh konnte ich ein Paar Löffel Joghurt mit Müsli zu mir nehmen, v.a. aber trank ich Wasser mit Maltodextrin. Ich fühlte mich schwach, aber ging an den Start. Für das Team, aber v.a. für mich wollte ich es probieren. Wozu war ich denn hier, wenn nicht um diese verflixten 8,9 km und knapp 500 Hm zu laufen?!! Dass das nicht lustig war und schon gar nicht nachdem ich mich während dem Rennen abermals übergeben hatte, muss ich nicht erläutern, aber ich lief ins Ziel. Unzufrieden, traurig, enttäuscht.

Aus heutiger Sicht aber, war das das einzig Richtige. Denn in Rot-Weiß starten zu dürfen, war wirklich eine Ehre. Und wenn ich etwas bewiesen habe: Dann Durchhaltevermögen, Ehrgeiz, Teamgeist (ohne mein Finishen wären wir drei nicht 7. Damenteam geworden) und Disziplin.

2015 schöner SpruchAls ich zuhause war, war ich wirklich fertig, ich fühlte mich physisch und psychisch schwach.

Meine Blutwerte waren schlecht. Wir sprachen noch einmal über den Marathon in Frankfurt, aber nach all diesen gesundheitlichen Hürden, war nun einfach genug. Körperlich würde es schwer, die Vorbereitungen noch so hinzubekommen, dass ich eine für mich zufriedenstellende Marathonleistung erzielen könnte. 2:44:59 hatte ich mir irgendwann für 2015 vorgenommen. Schon im Frühling sah ich Marathon nur im Fernsehen, dass es nun auch im Herbst nicht klappen würde, tat weh.

Ich hatte auch einfach nicht mehr die Kraft, ein aufwendiges Training zu absolvieren, dass mir dann nicht so gedankt würde, wie ich es mir vorstellte. Wir beschlossen, an dieser Stelle die Saison zu beenden.

Verivalbioooooo

Verivalbioooooo

Liebe Leute, v.a. liebe Freunde, ich möchte mich bedanken für den Zuspruch, den ich erfahren habe. 2016 wird ein neues Jahr mit neuem Glück.

Nach der WM habe ich für drei Wochen praktisch keinen Sport gemacht, meinem Körper Zeit gegeben, sich zu erholen.

Vor knapp zwei Wochen habe ich mit dem Trainingsaufbau begonnen: Gymnastik, Laufen und meinen neuen Fischerski waren auch schon unterwegs.

Danke an dieser Stelle an meine Sponsoren und Unterstützer, insbesondere verivalbio, die mir geben, wenn ich zu knabbern habe und an Fischer für mein neues paar Ski. Ich freu mich auf Spaß im Schnee, aufs Skibergsteigen mit ein paar geplanten Wettkämpfen, auf Marathon, Laufen und Berge.

Marathontraining so far … inkl. 10000m Bahn 37:25min

27.08.2015 Marathontraining so far …

Mitte Juli war mit dem Jonglieren von Bewerb zu Bewerb erst einmal Feierabend.
Am Tag nach dem Bergmarathon im Paznaun (Silvrettarun 3000) ging es an den Gardasee. Sonntag biken, Montag klettern, Dienstag Canyoning und Mittwoch Morgenjog, Klettersteig und Relaxen am See. Sche war’s!

Amal was anderes ;-)

Amal was anderes 😉

Die darauffolgenden zehn Tage nach Lust und Laune ein bissl rennradln und joggen.

… und dann Trainingsstart:

Meine Hattinger Freunde

Meine Hattinger Freunde

156 km in der ersten Woche inklusive erstes sanftes Intervalltraining. Am Tag 10 war ich noch total happy; mir tat nichts weh, kein Muskelkater, alles super. Tag 11: Schmerzen im Schienbein. Woher nur? So plötzlich? Das machte mir Angst und so setzte ich erst einmal mit Laufen aus und verpflanzte mich auf den Crossramp. Vom Wintertraining wusste ich, dass ich auf diesem Gerät trotz Schienbeinschmerzen wunderbar trainieren konnte. Nur ist das eben superlangweilig … und ich will doch laufen. Marathon …

Alternatives schonendes Marathontraining?
Flach, weicher Untergrund. – So etwas suchte ich und das ist in meiner Umgebung schwer zu finden. Hier gibt es flach = Asphalt oder weich (Forststraße, Waldweg) = Auf und Ab oder Auf …
Reinhard schickte mich nach Hatting, auf eine 3,4 km Runde: brettleben, weicher Untergrund. Dort absolvierte ich zehn Tage lang (mit Ausnahme einer Intervalleinheit) alle Lauftrainings. So konnte ich ohne Laufpause den Schmerz weitgehend wieder los werden und 90 km in Woche 2 und 144 km in Woche 3 absolvieren. An dieser Stelle sei Günter für das gemeinsame Intervalltraining gedankt. Gemeinsam fällt es leichter, macht Spaß und ich werde schneller. Danke, Günter!

Robert Koprivnik, Günter Schneider and me

Robert Koprivnik, Günter Schneider and me

Tiroler Meisterschaft 10000 m Bahn
Gestern Abend stand dann das 10000 m Rennen auf der Bahn an. Mein erstes flaches Rennen 2015 und ich war gespannt, wie es mir ergehen würde. 37:30 hatte ich mir vorgenommen und auf diese Endzeit lief ich an. Karin Freitag zog vorne weg, Andrea Weber hinterher und erst dachte ich, auch sie wäre mir zu schnell. Doch sie lief ziemlich exakt mein Tempo und so heftete ich mich an ihre Fersen. 2,5 Runden vor Schluss, also nach 9 km ging ich vor und konnte noch einen flotten letzten Kilometer in etwas unter 3:30 laufen. So wurden es 37:25 min und der Vize-Landesmeistertitel über 10000 m Bahn.
Herzliche Gratulation an Karin Freitag (LG Decker Itter, 36:33) und Martin Bader (SK Rueckenwind, 34:05) zum Meistertitel.

Die vollständigen Ergebnisse findet ihr hier: 2015 10000m Bahn Ergebnisse

After race Smoothie

After race Smoothie

Ich freu mich über diesen positiven Formcheck am Weg zum meinem Marathon, werde es heute etwas ruhiger angehen und ein bisschen Stabi und Oberkörpertraining machen. Abends geht’s zum Mexikaner. Morgen dann Morgenlauf mit Armin im Kühtai und am Sonntag werde ich in bester fachmännischen Gesellschaft nach dem langen Morgenlauf ein bissl Ötztaler schauen gehen.

Schönes Wochenende!

4. Tagessieg beim 4. Silvrettarun 3000 (43,4 km & 1821 Hm)

18.07.2015
Silvrettarun 3000 again

Volksbank Maskottchen, Kids Race

Volksbank Maskottchen, Kids Race

Seit 2011 laufe ich und bei keinem anderen Rennen war ich öfter am Start.
Neuerlich war der Trip ins Paznaun, das dort verbrachte Wochenende, das Rennen, … die beste vorstellbare Investition meiner Zeit. Ich habe Energie auf die Rennstrecke gebracht, v.a. aber hat mir dieses Rennen und das Wochenende Energie gegeben.

Vierter Tagessieg in Folge
Nach der verregneten, aber nicht weniger spaßigen und spannenden Premiere 2012, den Rennen bei Top-Wetterbedingungen 2013 und 2014 war dies mein 4. Tagessieg beim Silvrettarun 3000.
Selbstredend freue ich mich, dass ich wieder ein gutes Rennen hier zeigen konnte.

Zur Vorbereitung
… fällt es mir schwer, das Richtige zu sagen.
Der Silvrettarun 3000 war der DRITTE Bergmarathon innerhalb von FÜNF Wochen. Viele, die etwas von Laufsport verstehen, greifen sich hier wohl an den Kopf. Und viele mit weniger bis null Verständnis für diese Leidenschaft, werden dies erst recht tun.
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Jedenfalls bin ich sozusagen in diese Situation „hineingepurzelt“. Der Start beim Silvrettarun 3000 stand seit mindestens einem Jahr fest; daran gab es nichts zu rütteln! Dass ich zwei Wochen zuvor bei der WM in Zermatt starten durfte, war hingegen kurzfristig beschlossen worden und für mich eine große Ehre.
Für alle, die sich jetzt fragen: „Wo läuft sie nächstes Wochenende Bergmarathon?“ sei hiermit festgehalten: Bergmarathon 2015 – das war’s, … und geil war’s! Mein nächstes Rennen, auf das ich mich fokussiert vorbereiten werde, ist der Berlin-Marathon am 27. September 2015.


DSC_0251Im Paznaun von Donnerstag, 16. Juli bis Samstag, 18. Juli

Gerade bei so einem ,Bergmarathon-Marathon‘ lohnt es, ein paar Urlaubstage für einen rundum schönen und stressfreien Aufenthalt zu investieren.

Donnerstag Vormittag packe ich gemütlich zusammen und fahre nach Galtür. Dort bin ich im Hotel Die Post untergebracht. Mich erwartet ein schönes Zimmer, ein herrlicher Wellnessbereich und v.a. eine sehr bemühte Familie Türtscher und freundliches Personal. Die kleine Hotelierstochter checkt mich ein.

Am Nachmittag laufe ich von Galtür eine kleine Runde über die Wiesen nach Tschaffein und pflücke ein paar Blumen für mein Zimmerchen. Dann gönne ich mir – trotz warmen Außentemperaturen – etwas Tiefenwärme in der Infrarotkabine. Ich mag das. Und abends bringt mich das leckere 6-gängige Menu nahezu zum Platzen.

Einmal um den Silvrettasee laufen ...

Einmal um den Silvrettasee laufen …

Freitag Vormittag spaziere ich zum Zielareal, treffe Seppi Kurz und Co, die umsichtig die letzten Vorbereitungen für das Rennen treffen.
Am Silvrettasee war ich noch nie und da ich mit meiner Silvretta Card all inclusive auch die Hochalpenstraße hinauffahren kann, beschließe ich eine Runde um den See zu drehen. Herrlich! Etwas kühler und wunderschön.

1. Silvretta Kids Run powered by Volksbank Landeck
Gegen Abend findet der erste Silvretta Kids Run statt. Immerhin 50 Kids gehen an den Start. Doch als der Startschuss fallen soll, beginnt es plötzlich zu gewittern. Der TVB Paznaun reagiert schnell und so wird kurzerhand ein Hindernisparcours in der Tennishalle aufgebaut. Vom Volksbank Landeck Maskottchen und einigen Zuschauern angefeuert fetzen die kleinen Helden über die Hindernisse und haben sichtlich Spaß.

Im Rahmen der anschließenden Pastaparty findet die Siegerehrung für die Kleinen statt.

Kids Race

Kids Race

Streckenbriefing und Talkrunde mit Martin und mir runden den Abend ab.

Start. Copyright: Franz Vogt

Start. Copyright: Franz Vogt

Raceday
Start um 8 Uhr bedeutet Frühstück um 6 Uhr.
Dieses wird mir am Vorabend ins Zimmer gebracht. Es fehlt an nichts. Ich richte mich in aller Ruhe her und nehme mit vielen anderen Rennhungrigen pünktlich um 7 Uhr den Shuttlebus von Galtür zum Start nach Ischgl. Dort treffe ich auf weitere bekannte Gesichter, tape mein rechtes Bein, positioniere die fünf Gels in meinem Outfit und gebe noch das ein oder andere Interview.

Schon fällt der Startschuss. 4:20:00 war ich punktgenau und auf die Sekunde planmäßig 2014 gelaufen. Schon im Interview erkläre ich, dass ich meine Endzeit diesmal aufgrund der zwei vorhergehenden Bergmarathons nicht so genau vorhersagen wolle bzw. das Rennen ruhiger anzugehen plane. Und tatsächlich reiße ich mich am Riemen und laufe etwas gedrosselt, sicher auch nicht langsam, aber eben bedacht, los.

On my way ;-) Copyright: www.sportograf.com

On my way 😉 Copyright: http://www.sportograf.com

Die ersten Kilometer fühlen sich gut an und ich finde einen angenehmen Schritt. Meine eigenen Zwischenzeiten von 2014 habe ich im Kopf (Heidelbergerhütte, Kronenjoch, Jamtalhütte, Galtür [bevor es auf die Runde nach Wirl und Tschaffein geht). Bei der Heidelbergerhütte gehe ich bei 1:21:22 durch, knapp 2 min langsamer als 2014, aber das passt und ich fühle mich fit. So soll es bleiben!

Nach der Heidelbergerhütte folgt für mich der schönste Part: Es geht über einen schmalen, manchmal kaum sichtbaren Pfad, über Stock und Stein, mehrfach über und durch den Bach bzw. Wasser bis zum Talschluss und dann steil bergauf in Richtung Kronenjoch.

Trotz dieser ,Affenhitze‘ gilt es einige Schneefelder zu queren. Ich liebe ja Schnee. Der nächste Winter kann kommen *lol*. Im Steilen gelingt es mir den vierten Mann zu überholen und zu distanzieren. Von nun an laufe ich auf Position 4 overall.

Copyright: Franz Vogt

Copyright: Franz Vogt

Kurz vor dem Joch stürze ich zwischen zwei Schneefeldern. Mit den Händen gelingt es mir, den Sturz abzufangen, schlage mich aber am Unterarm direkt an den Venen blutig. Blut spritzt, aber die Beine haben nichts und ich renne weiter. Hinter dem Joch hätte ich mir ,Downhillschneefelder‘ gewünscht. Mit diesem Terminus meine ich solche, die es mir erlauben, tutto gas hinunterzufiegeln/-rennen. Leider ist der Schnee nur in den schattigen Mulden liegen geblieben.
Die Fotografen von Sportograf erwarten mich kurz oberhalb der Jamtalhütte, dann geht es auf die Forststraße. Ich fühle mich immer noch sehr wohl, setze ein Bein vor das andere und genieße den Lauf ins Tal. Susi und Toni Zangerl von der Tiroler Tageszeitung stehen etwa bei km 32. Sie feuern mich an, das gibt Motivation für die finalen 11,4 km.

Durch Galtür geht es auf die Schlussschleife über Wirl und Tschaffein. Viele jammern hier, denn man läuft ja schon durch den Zielort, aber Fakt ist nun mal: Hier haben wir noch keinen Marathon in den Beinen und die Strecke über die Wiesen und Felder ist wunderschön, wenngleich eben nicht ganz flach und so kostet sie noch entsprechend Energie.

ZwischenWirl und Tschaffein. Copyright: Franz Vogt

Zwischen Wirl und Tschaffein. Copyright: Franz Vogt

Franz Vogt, den ich mit seiner Kamera mindestens 4 Mal an der Strecke gesehen hatte, lauert auch hier noch einmal auf und macht tolle Bilder von uns Läufern. Als ich bei Tschaffein über die Straße und dann auf dem Pfad zwischen den Häusern hinunterlaufe, träume ich schon von meinem finalen Pepsi. Ich kenne ja die Strecke und weiß, 2 km vor dem Ziel gibt es davon genug und ich freu mich drauf.
Ein wunderschönes Gefühl ist es dann auch, als mich das bemannte Motorrad ,Erste Frau‘ abholt. Der Fahrer nimmt den Helm ab, verbeugt sich. – Eine sehr schöne Geste! Auch etwas das dieses Rennen ausmacht. Es ist ,ein Rennen mit Herz‘. Und mit viel Herz und Freude und gefühlter Dankbarkeit laufe ich nach 4:26:21 h (6 min langsamer als 2014) nach einem gleichmäßigen, gut eingeteilten Rennen fröhlich über die Ziellinie.

Zielverpflegung, Dusche und Abkühlung im Schwimmbad, Ratschen mit Läufern und Zuschauern sowie Moderator Heinz Hörhager, Chillen in der Sonne und Siegerehrung – alles super!

DANKE an alle, die zum Gelingen dieses tollen Tages beigetragen haben und Dankeschön TVB Paznaun für den tollen Aufenthalt und wer nächstes Jahr einen Bergmarathon zu laufen plant: den Silvrettarun 3000 (mit drei Streckenvarianten und Kids Race) kann ich nur aufs Wärmste empfehlen.
Merci an den TVB Paznaun, an die Bergrettung und alle Helfer, für die Top-Moderation an Heinz Hörhager, für die tollen Fotos an Heinz Vogt und Sportograf.com und und und

Tagessieger: Martin Mattle & Katharina Zipser. Copyright: Franz Vogt

Tagessieger: Martin Mattle & Katharina Zipser. Copyright: Franz Vogt

Sieger Silvrettarun 3000 Hard Männer: (43,4 km, 1821 Hm)
1. Martin Mattle (AUT), Salomon Österreich, 4:19:32
2. Valentin Klausburg (AUT), 4:22:11
3. Dominik Memmer (GER), DAV Sektion Pirmasens, 4:23:49

Copyright: Franz Vogt

Copyright: Franz Vogt

Sieger Silvrettarun 3000 Hard Frauen: (43,4 km, 1821 Hm)
1. Katharina Zipser (AUT), SK Rueckenwind, 4:26:21
2. Emöke Paál (HUN), 4:58:53
3. Annette Frings (GER), Selbstläufer SV Altenahr, 5:09:01

Sieger Silvrettarun 3000 Medium Männer: (28,6 km, 1530 Hm)
1. Josef Dißlbacher (AUT), LCAV Jodl Packaging, 2:39:12.2
2. Ville Miettunen (FIN), 2:45:02.0
3. Rupert Hörmann (GER), Adeleggrunner, 2:47:39.8

Sieger Silvrettarun 3000 Medium Frauen: (28,6 km, 1530 Hm)
1. Teresa Weisz (AUT), sportunion perchtoldsdorf, 3:27:07.1
2. Rianne Gwichelaar (NED), 3:34:22.9
3. Veronika Heidrich (GER), silvretta-spa-running-team, 3:34:37.8

Sieger Silvrettarun 3000 Small Männer: (11 km, 224 Hm)
1. Christian Pflügl (AUT), Hotel Sonne, 40:04.2
2. Daniel Fritz (AUT), BLT Sparkasse Bludenz, 46:08.0
3. Christoph Nöbl (AUT), Volksbank, 50:26.9

Sieger Silvrettarun 3000 Small Frauen: (11 km, 224 Hm)
1. Susanna Saapunki (FIN), 48:36.1
2. Daniela Männel-Holzer ( AUT), Volksbank, 55:44.4 7
3. Romana Hochmüller (AUT), Volksbank, 59:34.1

Ältester Teilnehmer war Hans Eisinger (GER, geb. 1941) vom VfA Neunkirchen. Er absolvierte die Mediumstrecke in 4:39:01.5. Herzliche Gratulation von mir dazu!

Tiroler Tageszeitung,. Sonntag 19.07.2015

Tiroler Tageszeitung, Sonntag 19.07.2015

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